Auf der VMworld, die dieses Jahr unter dem Motto „Virtual Roads – Actual Clouds“ steht, wird VMware neben einer Reihe neuer Lösungen eine umfassende Strategie, vorstellen. Sie soll Unternehmen den Wechsel von „IT als Kostenstelle“ zu einem geschäftsorientierten „IT as a Service“-Modell schmackhaft machen. Versprochen werden Verbesserungen auf allen drei IT-Ebenen: Infrastruktur, Applikationen und Endanwender.
„Vor zwei Jahren hat VMware seine Vision, Rechenzentren zu modernisieren und die IT zu verändern, auf den Weg gebracht. Diese Woche machen wir einige bedeutende Schritte, die IT as a Service und Hybrid Cloud Computing Realität werden lassen“, ist Paul Maritz, President und CEO von VMware, überzeugt.
Bei IT as a Service wandelt sich laut VMware das klassische Rollenbild von der IT als Kostenstelle hin zu einem unternehmerischen Bild, das der IT einen bedeutenden strategischen Mehrwert einräumt. Die Bereitstellung von IT-Diensten wird optimiert und automatisiert, wodurch schnelle Reaktionen, Effizienz und Flexibilität ermöglicht werden.
Cloud Infrastructure
Elementarer Baustein von VMware’s IT as a Service Strategie ist eine Infrastruktur, die das Verhältnis zwischen IT und Unternehmen neu definiert. Dieses neue Infrastruktur-Modell erlaubt es der IT, Dienste in einem Self-Service-Modell mit konsistenten Richtlinien und den Geschäftsanforderungen entsprechenden Vertragsgrundlagen zur Verfügung zu stellen.
In diesem Modell bilden die physikalischen Grenzen, die bislang die Wirkungsweise der Unternehmens-IT beschränkt haben, logische Ressourcen-Pools von Unternehmens-Rechenzentren und externen Cloud-Anbietern. Sicherheitsstandards, Compliance-Vorgaben, Management und Qualität der Services werden dabei gewährleistet. Nutzer dieser IT-Dienste können je nach Bedarf die nahezu grenzenlos verfügbaren Ressourcen abschöpfen, wobei Kosten- und Leistungs-Niveaus den geschäftlichen Prioritäten angepasst sind. Im Gegensatz zu früheren tektonischen IT-Umstrukturierungen, die meist einen umfassenden Austausch der Hard- und Software-Ausstattung erforderten, baut das VMware-Modell auf bestehenden Hard- Software-Umgebungen auf.
Cloud Applikations-Plattform
Damit die neue Generation an Applikationen von virtualisierten und Cloud-Strukturen profitieren kann, ist eine neue Cloud Applikations-Plattform erforderlich. Diese Infrastruktur besteht aus einem festen Rahmen und einer Vielzahl integrierter Services, die die Entwicklung von Applikationen weiter optimieren.
Als Ergebnis hat man eine Cloud Applikations-Plattform, die auf die Ansprüche Cloud-orientierte Applikationen ausgerichtet ist. Die darauf entwickelten Anwendungen sind über heterogene Cloud-Umgebungen hinweg einsetzbar und können, wenn sie auf den mit VMware aufgesetzten Clouds laufen, Informationen mit der darunterliegenden Infrastruktur austauschen.
End User Computing
Ein pragmatischer Cloud Computing Ansatz bezieht sich nicht nur auf Rechenzentren, sondern schließt auch das End User Computing mit ein. Schließlich sehen sich Unternehmen viel stärker als früher mit zwei fundamentalen Fragen beim End User Computing konfrontiert: So müssen sie zum einen für die zunehmend mobiler arbeitenden Mitarbeiter einen sicheren, rollenbasierten Datenzugriff gewährleisten, und zum anderen immer diversere Daten, Applikationen und Geräte verwalten bzw. am Laufen halten.
VMware begegnet diesen Herausforderungen mit einem nutzerorientierten „Desktop as a Managed Service“ Modell. Dadurch soll das IT-Personal Services flexibler anbieten sowie schneller auf spontane Anfragen reagieren, und die Mitarbeiter in den Unternehmen sollen in den Genuss von flexiblen Zugriffs- und Service-Levels kommen.
„Der Wechsel zu einer serviceorientierten Beziehung und schnelleren Reaktionszeiten sind zwei Gründe dafür, warum Virtualisierung mehr Einfluss auf die Unternehmen hat als es der IT an sich bislang möglich war. Cloud Computing ist mehr als eine Veränderung der Infrastruktur, es ist eine Veränderung des Verhältnisses zwischen IT und Unternehmen“, sagt Thomas Bittman vom Anaylstenhaus Gartner. „Die Entkopplung von Abhängigkeiten in Kombination mit definierten Service-Leistungen sowie Automatisierungslösungen machen Cloud Computing erst möglich“, erklärt der Analyst die Wirkungsweise.


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8/2011
7/2011


