Newsfeed abonnieren
Thema: Infrastruktur

KSI Kontakt Systeme Inter

Zeitgemäße Verkabelung im Data Center

Die Anforderungen an die Verkabelung steigen. Als Rückgrat der IKT-Infrastruktur muss sie die dynamischen Anforderungen flexibler, marktgerechter Unternehmenstratiegen erfüllen können.

Gerd Kaufmann

Themen wie Energieverbrauch, Kühlung, Storage werden derzeit im Rechenzentrum groß geschrieben, aber der Verkabelung wird oft zu wenig Beachtung geschenkt. Dabei bildet das Design eines Netzes und der Verkabelungs-Infrastruktur eine ganz wichtige Grundlage. Die Verkabelung bildet das Rückgrat der Infrastruktur und hat maßgeblichen Einfluss auf deren Leistungsfähigkeit. Das Design muss so unabhängig und modular aufgebaut sein, um auf viele Jahre die Erwartungen an ein modernes Rechenzentrum erfüllen zu können.

10G als Ausgangspunkt

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Netzwerkgeschwindigkeit. Heute gilt 10G (10 Gigabit pro Sekunde) als Maßstab für die Übertragungsrate in großen Rechenzentren. Der hohe Bandbreitenbedarf beispielsweise durch den zunehmenden Einsatz von Media-Streaming, durch die IO-Konsolidierung und Server-Virtualisierung erfordert aber schon höhere Netzwerkgeschwindigkeiten. Viele IT-Experten erwarten, dass die Data Center Switch-/Server-Verbindungen innerhalb der nächsten fünf Jahre wahrscheinlich auf 40G migrieren werden, in den Backbones auf 100G.

Vorausschauende Planung wichtig

Gerd Kaufmann ist Gründer des Verkabelungs- spezialisten KSI, Kontakt-Systeme Inter GesmbH.

Diese Entwicklung wird durch Normungsgremien wie der IEEE stark beeinflusst. Die Spezifikationen für 40G/100G über Glasfaser wurden bereits als IEEE 802.3ba finalisiert. Die Spezifikationen für eine Kupfer-Verkabelung sind noch nicht vollständig geklärt. Es gibt Standards für kurze Reichweiten (sieben Meter Punkt-zu-Punkt-Verbindung) - und wenn es einen Standard für längere Distanzen geben sollte, dann bietet sich eine Variante ähnlich der ausgewogenen Twisted-Pair-Lösung von Kat.7A an. Man sieht an diesem Punkt aber, wie wichtig eine vorausschauende Planung ist!

Deshalb sollte man heute keine 10G-Lösung mehr implementieren, die keine zukünftigen Upgrade-Optionen auf 40G bietet. Die Kosten, die durch einen Austausch der Verkabelung entstehen würden, wären horrend. Als Lösung bietet sich an, zum Beispiel Systeme zu installieren, die sowohl kupfer- als auch fiberbasierende 40G-Upgrademöglichkeiten unterstützen. Dadurch würde bei einem Upgrade der Kern der Infrastruktur intakt bleiben und man müsste nur die Patchkabel nachrüsten.

Rückwärtskompatibilität

Ein ganz wichtiges Thema ist aber auch die Rückwärtskompatibilität der Verkabelungsinfrastruktur. Die internationalen Standardisierungsorganisation ISO hat in einer neuen im April 2010 veröffentlichten Norm darauf Rücksicht genommen und einen Steckverbinder spezifiziert, der das auch unterstützen kann.

ISO/IEC 24764 setzt Kupferverkabelungen voraus, die mindestens eine Bandbreite von 500 MHz unterstützen. Dies beschränkt die Auswahl der möglichen Verkabelungen im Rechenzentrum auf Klasse EA (500 MHz), Klasse F (600MHz) oder Klasse FA (1000MHz) und ein RJ45 kompatibles Interface.

Diese neue Norm ist wichtig, da sie die Anforderungen an Kupferkabel und Steckverbinder für Rechenzentren mit denen harmonisiert, die für Büroverkabelungen definiert sind. Für die Klassen F und FA wurden als Interface erneut die GG45 Steckverbindungen von Nexans ausgewählt. Der neue ISO Rechenzentrenstandard spezifiziert die Verwendung von IEC 60603-7 RJ45 kompatiblen Buchsen für Kupferverkabelung und speziell die IEC 60603-7-71 GG45 Buchse für Kat.7 und Kat.7A Verkabelungen. Nur bei Installationen, die im Rechenzentrum Cable Sharing einsetzen, sind andere Interfaces erlaubt.

Die spezifizierte IEC 60603-7-71 Buchse ist kompatibel zu allem herkömmlichen Equipment mit RJ45 Eingängen und bietet zugleichzeitig die Grundlage für ein zukunftssicheres Rechenzentrum durch den Support von Kapazitäten von 40G und darüber hinaus.

www.ksi.at

weitersagen: drucken
KSI - Kontakt Systeme Inter

Mit K S I sind Sie immer gut beraten. Kompetente Mitarbeiter helfen, genau die richtige Lösung für Sie zu finden. Seit der Geburt der KSI Wien am 1.1.1977 hat KSI seine Produktpalette ständig erweitert. Was damals mit "Geräten, Werkzeugen und Maschinen zum Herstellen von Elektronik" begonnen hat, wurde sukzessive in Richtung Datennetze erweitert.

maximize
Verkabelung
Termine

18. Juni - 22. Juni

In ganz Österreich

SAP Mittelstandstage

Print-Archiv
Folgen Sie uns
Leser empfehlen
MONITOR-Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter!

E-Mail:
Die von Ihnen angegebene E-Mail Adresse wird von MONITOR Online weder an Dritte weitergegeben noch zu anderen Zwecken verwendet.
MONITOR-Autoren
Alexandra Riegler

Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. ..mehr..

Die neuesten Artikel:

© Copyright 1983-2012 by MONITOR / Bohmann Druck und Verlag Gesellschaft m.b.H. & Co. KG (www.bohmann.at)

Add to Google  | Abo | Themenvorschau | Mediadaten | Inserate buchen | Kontakt | Impressum