Besonders wichtig ist der wdv beim Thema IT die Datensicherheit: Eine termingerechte Veröffentlichung der Medien ist in der Branche unerlässlich. Verzögerungen durch etwaige IT-Probleme oder Stromausfälle und damit verbundene Systemabstürze und Datenverluste kann man sich nicht leisten. Die Stromversorgung muss aus diesem Grund zu jedem Zeitpunkt gewährleistet sein. Deshalb stand die Erneuerung des USV-Konzepts für das IT-Management auch an oberster Stelle, als es um die Modernisierung der Infrastruktur ging.
Die alten USV-Anlagen waren bereits fast zehn Jahre alt und die Redundanz entsprach nicht mehr den Anforderungen des Rechenzentrums. Zusätzlich ist die IT in der letzten Zeit stark gewachsen, weshalb ein zusätzlicher Serverraum notwendig wurde. Entsprechend musste auch das Serverraumkonzept an die größeren Kapazitäten angepasst werden.
Zukunftsorientiert und energieeffizient
Für das IT-Management unter der Leitung von Stephanie Menzel-Ziouziou stand von Anfang an fest, dass auch das neue Konzept von APC by Schneider Electric kommen sollte. „Wir sind bereits seit neun Jahren Kunde bei APC und mit der Technik vollauf zufrieden“, begründet Menzel-Ziouziou. Neben den Qualitätsmerkmalen war für die wdv auch die Beratungskompetenz in Sachen Rechenzentrumsausstattung ausschlaggebend.
Daher hatte sich das Unternehmen von Beginn an einen APC-Berater für die Erstellung des neuen IT-Konzepts an Bord geholt. Für die wdv stand fest: Sie wollte ein ganzheitliches Rechenzentrumskonzept aus einer Hand, um die Redundanzprobleme einer heterogenen Systemlandschaft zu vermeiden.
Ein wichtiger Aspekt dabei war das Thema Energieeffizienz: „Bei der Konzeption unserer neuen Infrastruktur wollten wir eine zukunftsorientierte Lösung", erklärt Menzel-Ziouziou. „In den Beratungsgesprächen ist uns schnell klar geworden, dass neben der USV-Lösung mehr möglich ist – nämlich unsere Infrastruktur durch ein intelligentes Kühlkonzept energieeffizient zu gestalten und unsere Budgets für die nächsten Jahre zu entlasten." Die 20 Jahre alte Kühlung war zwar an sich noch funktional, entsprach aber nicht mehr den modernen Anforderungen. Profitiert davon hatten in der letzten Zeit nur die Energieversorger.
Projektablauf
An der dreiwöchigen Konzeption der neuen Rechenzentrumslösung war neben dem Team um Menzel-Ziouziou ein Consultant von APC by Schneider Electric und ein Vertreter des APC-Resellers Schunk EDV beteiligt. Dazu Menzel-Ziouziou: „Für uns war dieses Projekt eine größere Investition. Daher war es uns wichtig, alle Beteiligten mit ins Boot zu holen. Während dieser Phase hat uns APC bezüglich der technischen Möglichkeiten, die uns offen stehen, äußerst kompetent beraten."
Mit der Entsorgung der alten Geräte und der Einbringung der neuen Anlagen wurde dann im Dezember 2009 begonnen. Vor Ort war Schunk EDV mit Implementierung und Inbetriebnahme der technischen Anlagen betraut. APC kümmerte sich um die Entsorgung der alten USV-Anlagen.
„Bei der Einbringung der neuen Systeme mussten wir uns um nichts kümmern", sagt Menzel-Ziouziou. „Der APC-Partner hat die Infrastruktur im neuen Serverraum komplett aufgebaut, während die alten Systeme noch liefen. Der tägliche Betrieb war damit nicht gestört und wir mussten nach der Fertigstellung lediglich einen Schalter umlegen und konnten sofort auf die neuen Geräte zugreifen."
Sicherheit trifft Energieeffizienz
Die neuen Systeme sind an die gewachsenen Serverkapazitäten angepasst. Im USV-Bereich kommt die APC Symmetra PX 64 kW zum Einsatz. Sie ist bis 160 kW skalierbar, läuft aber derzeit bei 48 kW. Damit ist noch genügend Luft nach oben, sollte die IT in den nächsten Jahren weiter so schnell wachsen. Verpackt sind die Server in Schränken der Modellreihe APC Netshelter SX, die aufgrund ihrer effizienten Belüftung die Geräte vor Überhitzung schützen.
Für das Klima sorgt die InRow-Kühlung von APC. „Das InRow-Konzept hat uns von Anfang an überzeugt. Wir erwarten uns beim Energieverbrauch maßgebliche Einsparpotenziale." Da InRow die IT-Systeme mit Wasser kühlt, kann das Energiekonzept im nächsten Schritt erweitert werden. Indem die Abwärme der Server in den Heizkreislauf eingespeist wird, sind noch weitere Einsparpotenziale möglich.
Um diese komplexe Infrastruktur verwalten zu können, hat man sich für APC InfraStruxure entschieden. Schließlich hat die wdv nun mehr als 50 physikalische und über 100 virtuelle Server im Einsatz. Über das zentrale Management-System sind die Entscheider jederzeit über alle Klimaparameter im Rechenzentrum informiert und werden rechtzeitig alarmiert, sollte es zu Ausfällen oder Störungen kommen. Derzeit überlegt das IT-Management, zusätzlich APC NetBotz zu implementieren. Diese Kameras überwachen Raumklima und Vorgänge in den Serverräumen und können nahtlos in die APC InfraStruxure-Architektur integriert werden.



7/2011
6/2011
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Christian Henner-Fehr schreibt als freier Autor für den MONITOR und arbeitet als Trainer und Berater in den Bereichen Projektmanagement und Kommunikation. Sein Interesse gilt dem Web 2.0 und den Einsatzmöglichkeiten von Social Media in Organisationen und Unternehmen. 