Außerdem erweitert das Unternehmen seine Management-Produktfamilie VMware vCenter um zwei Lösungen der im Februar von EMC übernommenen Ionix IT. Sie sollen die Verwaltung virtueller Umgebungen vereinfachen.
Eine dritte Neuerung betrifft das Lizenzmodell der vCenter-Familie: Statt wie bisher die Lizenzen pro physikalischem Host festzusetzen, werden die Lizenzen ab 1. September 2010 pro gemanagter virtueller Maschine vergeben.
vSphere 4.1
Zu den Neuerungen bei vSphere 4.1 zählen die größeren Ressourcen-Pools und erweiterte Managementfähigkeiten. Dadurch kann VMware vCenter Server jetzt bis zu 10.000 virtuelle Maschinen verwalten und managen. Durch die in VMware vSphere 4.1 neu integrierte Memory-Kompressions-Technologie soll gewährleistet werden, dass das System nun auch bei sehr großer Beanspruchung stabil bleibt und eine noch höhere Konsolidierungsratio erzielt werden kann. Durch Tempo- und Skalierungserweiterungen bei VMware vMotion können virtuelle Maschinen jetzt nicht nur bis zu fünf Mal schneller als bisher verschoben werden, sondern es sind auch bis zu acht (statt bisher zwei) Verschiebungen auf einmal möglich.
VMware vSphere 4.1 kann je nach Bedarf in Paketen für kleine und mittelständische Kunden bis hin zu Enterprise-Ansprüchen bezogen werden. Der Startpreis für KMUs liegt bei 83 US-Dollar pro Prozessor, die Enterprise-Edition beginnt bei 3.495 US-Dollar pro Prozessor.
vCenter-Produktfamilie
Die Management-Lösungen von VMware für virtuelle und Cloud-Umgebungen. werden ergänzt mit dem:
VMware vCenter Configuration Manager (ehemals EMC Ionix Application Stack Manager und EMC Ionix Server Configuration Manager) automatisiert manuelle Konfigurationsaufgaben über virtuelle und physikalische Server und Arbeitsplätze hinweg und ermöglicht so die Einhaltung von Compliance-Vorgaben.
VMware vCenter Application Discovery Manager (ehemals EMC Ionix Application Discovery Manager) bildet schnell und sorgfältig Abhängigkeiten von Applikationen ab, um Bewegungen im Rechenzentrum zu beschleunigen, Infrastruktur-Konsolidierungen präzise zu planen und geschäftskritische Applikationen zuverlässig zu virtualisieren.
Neues Lizenzmodell
Mit Wirkung zum 1. September 2010 tritt für die VMware vCenter-Management-Lösungen ein neues Lizenzmodell in Kraft: Statt die Preise wie bisher auf Basis physikalischer Hardware zu berechen, berechnen sich die Lizenzen jetzt nach der Anzahl gemanagter virtueller Maschinen.
In virtuellen Umgebungen ist die Hardware-Konfiguration abstrahiert und durch die Migration virtueller Maschinen ständigen Änderungen unterworfen – das machte die Hardware-basierte Lizenzierung bislang recht komplex. Durch das nun angepasste, neue Lizenzmodell sollen Kunden auch eine bessere Vergleichbarkeit bei Software-Kosten und geliefertem Nutzwert erhalten.


1/2012
8/2011
7/2011


Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. 