Als regionale Kompetenzzentren im Programm K-Regio gehen die Projekte „KryoTipkatheter“ und „Hyperbare Infrarotkabine“ an den Start. Sechs Tiroler Unternehmen profitieren hier von der Forschungsleistung der Universitäten. Konsortium eins wird unter Leitung der AFreeze GmbH ein neuartiges Kryoablationssystem – darunter versteht man das gezielte Veröden von Gewebe durch Schockgefrieren – zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen entwickeln. Der neue Katheter soll eine punktförmige Verödung mit der Katheterspitze ermöglichen. Forschungspartner sind die UMIT - Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik sowie die Medizinische Universität Innsbruck. Partner aus der Wirtschaft sind der Lienzer Betrieb Micado CAD-Solutions sowie Westcam Fertigungstechnik.
Aus dem K-Regio „Hyperbare Infrarotkabine“ kommt eine neue Infrarotkabine auf den Markt, in der hyper- und hypobare Sauerstofftherapien gemeinsam mit der Infrarotanwendung zum Einsatz kommen sollen. Die Forschungsvolumina der beiden regionalen Kompetenzzentren belaufen sich gemeinsam auf rund drei Millionen Euro, die bewilligten Fördermittel auf 1,2 Millionen Euro.
Kooperationen der Wissenschaft bereiten neue Technologien vor
Die Fördermittel für kooperative Projekte der Forschungseinrichtungen sind im Programm Translational Research bewilligt worden. Insgesamt 10 wissenschaftliche Institute bereiten die Grundlagen neuer Technologien zur mittelfristigen Anwendung durch die Wirtschaft auf.
Im Projekt „KineControl“ werden neuartige Lösungsalgorithmen zur Steuerung von sechsgelenkigen Industrierobotern entwickelt. Mit effizienten Berechnungsmethoden soll die Programmierung von Robotern im Produktionsprozess leichter, schneller und effizienter erfolgen. Das Projekt „RTI“ (Rekonstruktive Tranplantationschirurgie Innsbruck) befasst sich mit der Erforschung von Markern, die bei Fremdtransplantation zum Beispiel der Hand oder des Gesichts akute Abstoßungsreaktionen von Entzündungen der Haut unterscheidbar machen. Ob Cloud Computing – ein System, das IT-Infrastrukturen, Programmpakete und Programmierumgebungen über Netzwerk gegen Miete zur Verfügung stellt – für aufwändige Berechnungen beispielsweise im Bereich der Wetter- oder Lawinenprognosen geeignet ist, untersucht das Projekt „RainCloud“. Die Forschungsvolumina dieser Projekte belaufen sich gemeinsam auf rund 1, 1 Millionen Euro, die bewilligten Fördermittel auf 700.000 Euro.
„Wir geben mit den Programmen K-Regio und Translational Research Anreize zur kooperativen Forschung und Entwicklung. So wollen wir den betrieblichen Anteil der Forschungsausgaben in Tirol möglichst effizient erhöhen aber auch die wirtschaftliche Umsetzung von Forschungsergebnissen der Hochschulen verbessern“, lässt Zukunftsstiftung-Geschäftsführer Dr. Harald Gohm wissen.
Die Förderung der neuen Projekte erfolgt auf Basis der EU-notifizierten „Richtlinie zur Förderung von Wissenschaft, Forschung und Entwicklung“ in der Tiroler Zukunftsstiftung. Alle Projekte wurde von einer externen Jury evaluiert und dem Kuratorium der Tiroler Zukunftsstiftung zur Förderung empfohlen.



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8/2011
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Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) 