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Elektro- und Elektronikindustrie (EEI)

Wirtschaftliche Lage stabilisiert sich

„Die Gewitterwolken verziehen sich langsam“, beschreibt Brigitte Ederer, seit Mitte Mai neue Obfrau des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) die aktuelle wirtschaftliche Lage der zweitgrößten Industriebranche Österreichs. „Allerdings hat das Jahr 2009 mit einem nominellen Produktionsrückgang von minus 15,5% auf 10,86 Mrd. Euro Spuren in der Branche hinterlassen“.

(V.l.n.r.:) Mag. Brigitte Ederer (Obfrau des FEEI), Dr. Lothar Roitner (GF des FEEI) (Bild: FEEI)

Vor dem Hintergrund der weltweiten Wirtschaftskrise kämpften nahezu alle Sparten der Elektro- und Elektronikindustrie (EEI) mit teils beträchtlichen Auftragseinbrüchen und daraus resultierenden Produktionsrückgängen. Die Exporte, einer der wichtigsten Impulsgeber des Sektors, sind 2009 um 20,7% eingebrochen. Der Beschäftigtenrückgang blieb im selben Zeitraum in diesem schwierigen Umfeld erfreulicherweise mit einem Minus von 5,6% sehr moderat.

Im letzten Quartal 2009 begann sich die Lage wieder zu entspannen. Die Auftragseingänge aus dem Ausland stiegen gegenüber dem 4. Quartal 2008 um 16%. Der Aufwärtstrend bei den Aufträgen Ende 2009 spiegelt sich auch im Produktionswert des ersten Quartals 2010 wider, der mit 2,2% nur geringfügig sank. Verantwortlich für den Rückgang war in erster Linie die das Produktionsminus in der größten EEI-Sparte, Motoren, Generatoren, Transformatoren, von Jänner bis März von 10,7% gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 566 Millionen Euro.

Auch sonst zeigte die Wachstumskurve im ersten Quartal 2010 weiter deutlich nach oben. Die Exporte erholten sich mit einem Plus von 5,8%, die Auftragseingänge stiegen um 21% und auch die Beschäftigtensituation erwies sich stabil. Für das Jahr 2010 rechnet Ederer mit einem leichten Wachstum der Branche. Trotzdem geht die FEEI-Obfrau davon aus, dass die Konjunktur auch in den nächsten Monaten noch von der nach wie vor niedrigen Investitionsnachfrage beeinträchtigt bleibt.

Für die Zukunft setzt Ederer daher in erster Linie auf die Forcierung von neuen Technologiefeldern, in denen die Unternehmen der Elektro- und Elektronikindustrie bereits jetzt zu den weltweit führenden Anbietern zählen, wie z.B. intelligente Energienetze. „Die steigende Ressourcennachfrage, der Klimawandel und damit verbundene Einsparungs- und Effizienzvorgaben stellen an das Energiesystem von morgen neue Anforderungen. Durch intelligente Stromnetze, sogenannte Smart Grids, kann einerseits die Energieversorgung verbessert, die Effizienz gesteigert und die Einbeziehung von alternativen Energiequellen forciert werden. Andererseits sichern wir uns dadurch im Inland Wertschöpfung und Arbeitsplätze“, ist die FEEI-Obfrau überzeugt.

www.feei.at

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