Die bestplatzierten FIT-IT Projekte in fünf Kategorien wurden von Dr. August Reschreiter, Kabinettschef von Bundesministerin Doris Bures, im Namen der Ministerin prämiert. Dieses Jahr fand die Prämierung erstmals in Kooperation mit dem Förderprogramm des BMVIT, AT:net, statt. Stargast des Abends: Die unkonventionelle Haubenköchin Sohyi Kim von Kim kocht.
FIT-IT ist das größte Forschungsförderungsprogramm für Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) Österreichs. Seit 2002 hat das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) in diesem Rahmen rund 150 Mio. Euro an Fördermitteln und zusätzlichen Investitionen in der Wirtschaft bewegt, in über 200 innovativen Projekten. FIT-IT wird in Kooperation mit der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) durchgeführt. 2009 wurden für erfolgreiche Projekte ca. 10 Mio. Euro vergeben. Für 2010 sind weitere 10,5 Mio. Euro eingeplant.
Kabinettschef Reschreiter wies in seinem Referat auf die Fokussierung der gesamten Förderpolitik hin: Auf vier Schwerpunkte setzt das BMVIT in der Forschungsförderung: Auf Umwelt und Energie, Mobilität, Produktion und eben IKT. Um trotz Sparkurs Zukunftsinvestitionen zu sichern, sei es dem BMVIT gelungen, in den bisherigen Budgetgesprächen die Mittel für Forschungsförderungen insgesamt stabil zu halten.
„Technologiepolitik ist Wirtschaftspolitik“
Der Innovationsmotor und Wirtschaftsfaktor Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) bestimme über Arbeitsplätze und Standortqualität, „Technologiepolitik ist Wirtschaftspolitik“, betonte Reschreiter. FIT-IT sei ein Modellfall für die Förderpolitik des BMVIT: durch das Forcieren der Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft – Partner in der Wirtschaft und Kofinanzierung von Unternehmen sind verpflichtend für die Förderung –, durch die klare Ergebnisorientierung, durch die Konzentration auf Spitzenleistungen.
Um möglichst gezielt relevante Bereiche der IKT abdecken und fördern zu können, gibt es FIT-IT in fünf Programmlinien: Embedded Systems & Systems on Chip, Semantic Systems, Visual Computing, Trust in IT-Systems und Modellierung & Simulation.
Die Gewinner
RECONCILE: Abgleich von Änderungen im Semantic Web. Sieger in der Programmlinie Semantic Systems & Services ist das Projekt RECONCILE, eingereicht vom Institut für angewandte Informatik der Alpen-Adria Universität Klagenfurt, der Siemens Aktiengesellschaft Österreich und dem Computing Laboratory der University of Oxford.
POWER-MODES: Fehlererkennung bei Chipkarten. Der Gewinner der Programmlinie Trust in IT-Systems ist das Projekt POWER-MODES, eingereicht von Infineon Technologies Austria AG, Austria Card GmbH Plastikkarten u. Ausweissysteme GmbH und e-Payment und digitale Signatur, Technische Universität Graz, Institut für Technische Informatik.
PEGASUS: Mobiles Bildverabeitungssystem. Das Projekt PEGASUS ist der Gewinner in der Kategorie Visual Computing. Die Einreicher: Technische Universität Graz (Institut für maschinelles Sehen und Darstellen) und OMICRON electronics GmbH.
FUTON: Dioden für optische Heimnetzwerke. Sieger in der Kategorie Embedded Systems & Semiconductors ist das Projekt FUTON von Lantiq A GmbH und der TU Wien (Institut of Electrodynamics, Microwave and Circuit Engineering).
CoMModO: Maschinelles Lernen und Mustererkennung. Gewinner in der Programmlinie Modellierung und Simulation ist das Projekt CoMModO. Die Einreicher: Andata Entwicklungstechnologie GmbH & Co KG, Abaqus Austria GmbH und die TU Wien (Institut für Leichtbau und Struktur-Biomechanik).



7/2011
6/2011
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Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. 