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Strategien

Business Intelligence

Herausforderungen im neuen Jahrtausend

Business Intelligence gewinnt in der heutigen Geschäftswelt zunehmend an Bedeutung. Egal ob es sich um das Corporate Reporting in einem internationalen Konzern handelt oder um Auswertungen und Analysen, die zu bedeutenden strategischen Entscheidungen im Konzern führen, die Verfügbarkeit, Nachvollziehbarkeit und Flexibilität dieser Kennzahlen entscheidet über den Erfolg eines Unternehmens.

Gerald Haidl, Lorenz Zechner

Die Umsetzung einer effizienten, dynamischen und nachvollziehbaren Business Intelligence Umgebung stellt jedoch in vielen Fällen eine große Herausforderung dar, obwohl die Aufgabenstellung an sich auf den ersten Blick denkbar simpel scheint: Es sollen geschäftsrelevante Businesskennzahlen und "Key Performance Indikatoren" (kurz KPIs genannt) gesammelt und in einer leicht verständlichen und übersichtlichen Form aufbereitet werden, sodass basierend auf diesen Reports Entscheidungen getroffen und Probleme beziehungsweise Ist-Zustände rechtzeitig erkannt werden können.

Da die so getroffenen Entscheidungen jedoch meist mit hohem Kapital- und Ressourcenaufwand verbunden sind, sind auch die Anforderungen an die Zuverlässigkeit und Aktualität der Business-Intelligence-Umsetzung enorm.

Herausforderungen an "Business Intelligence" in modernen Unternehmen

Viele Unternehmen sehen sich in der heutigen Zeit mit schnell wechselnden und wachsenden nationalen beziehungsweise internationalen Reporting-Anforderungen konfrontiert. Egal ob sich die Definitionen der zu reportenden Kennzahlen ändern oder ob neue/stark veränderte Reports und Dimensionsstrukturen reportet werden müssen, die bestehende Business-Intelligence-Lösung soll diese neuen Auswertungen und Analysen liefern können. Wenn dies nicht mit der bestehenden Lösung möglich ist, muss diese entweder entsprechend modifiziert oder aber ein Workaround gefunden werden.

Lorenz Zechner, BI-Consultant, Newcon GmbH

Praktisch gesehen wird in vielen Unternehmen der Workaround gewählt, da er meist schneller verfügbar ist als eine Adaption der bestehenden BI Lösung und verhältnismäßig weniger Kosten verursacht. Dies führt dazu, dass in der Praxis oft essentielle Teile des Unternehmens-Reportings auf Excel-Listen oder Ad Hoc-Abfragen beruhen, deren Dokumentation und die Zuverlässigkeit des Inhalt oft unzureichend ist. So kann es leicht dazu kommen, dass in verschiedenen Reports ident benannte Kennzahlen aufscheinen, deren Definitionen jedoch abweichen, was, aufgrund mangelnder Dokumentation, den Mitarbeitern, die basierend auf diesen Zahlen Auswertungen und Entscheidungen treffen sollen, nicht bekannt ist. So können leicht Konzernentscheidungen mit weitreichenden Auswirkungen auf falsch interpretierten oder unvollständigen Zahlen basieren. Ein offensichtliches, enormes Wettbewerbs- und finanztechnisches Risiko.

Aber auch wenn eine Anpassung der bestehenden BI Lösung umgesetzt wird, gibt es Fallstricke zu beachten. Vor allem bei starren und unflexiblen Implementierungen ist ein Anpassen der BI-Implementierung mit nicht unerheblichem Ressourcen- und vor allem Zeitaufwand verbunden. Das kann leicht zu einem "Rucksack von neuen Anforderungen" führen, aufgrund der Situation, dass neue Anforderungen an das BI-System schneller auftreten als sie abgearbeitet werden können. In diesem Fall hinkt das System, auf dem reportet wird, immer einige Schritte hinter den aktuellen Anforderungen hinterher. Vor allem in größeren Konzernen, bei denen internationales Reporting einen wesentlichen Faktor darstellt, stellt dieser "Rucksack" zum Teil unüberwindbare Probleme und hohe interne Kundenunzufriedenheit dar.

Bei größeren Firmen ist auch eine einheitliche, allgemein zugängliche Definition der zu reportenden Kennzahlen ein Muss. Dies wird benötigt, damit auf der einen Seite bei der Erstellung der Reports ein einheitlicher Standard eingehalten werden kann, auf der anderen Seite, damit bei der Interpretation der Reports Missverständnisse und Fehlinterpretationen schon möglichst im Vorfeld vermieden werden können.

Wege aus der "Business Intelligence"-Problematik

Gerald Haidl, CEO, Newcon GmbH

Vor allem im Business Intelligence Sektor gilt: Mehr ist Weniger. Wer anfangs mehr Zeit und Planung in die jeweilige Business-Intelligence-Lösung investiert, der muss später weit weniger Aufwände in Anpassungen des Systems beziehungsweise Problembehandlung aufgrund von unzufrieden stellenden Workarounds investieren. Wichtig bei einer solchen Planung ist es, auf umfassende Erfahrung im BI-Sektor zurückgreifen zu können. Hierbei sind oft externe Partner wie Newcon hilfreich, die bereits ein eingespieltes Team und mehrjährige Erfahrung in Business-Intelligence-Projekten vorweisen können. Durch solche Partner können topmoderne und effiziente Methoden eingeführt werden, welche eine hochgranulare und dennoch flexible Business-Intelligence-Lösung ermöglichen. Ansätze für solche Lösungen wären beispielsweise:
 

  • Multidimensionale, hochgranulare Reporting Cubes

Derartige Cubes, die eine große Datenmenge in einer höheren Granularität und Flexibilität als ein konventioneller Report verwalten, eignen sich vor allem, um einen schnellen Überblick über die aktuelle Ist-Situation zu erhalten, im Bedarfsfall, beispielsweise wenn Probleme ersichtlich werden, jedoch rasch "nachzugraben" und detailliertere Informationen in managementtauglicher Reporting-Form zu erhalten. Reporting Würfel besitzen eine hohe Flexibilität, da der Anwender seine Reports einfach (im Rahmen der im Würfel verfügbar gemachten Dimensionen) selbst zusammen stellen kann und so auch neuen Reporting-Anforderungen schnell gerecht wird.
 

  • "Self Service" Umgebung für die Benutzer

Eine "Self-Service"-Umgebung stellt den mit der Datenanalyse befassten Mitarbeitern die im zugrundeliegenden Data Warehouse vorhandenen Daten als Packages zur Verfügung, aus denen sich die jeweiligen Mitarbeiter leicht, verständlich und vor allem schnell völlig neue Reports generieren können. Hierdurch können leicht neue Reporting-Anforderungen umgesetzt werden, was zu stark reduzierten Anpassungskosten im BI-System führt. Dadurch, dass der Anwender direkt auf das zugrunde liegende Data Warehouse zugreift, steht ihm (basierend auf der jeweiligen Umsetzung) eine größere Datenbasis und eine noch höhere Freiheit bei der Gestaltung der Auswertungen zur Verfügung als bei Reporting Cubes. Ein gründliches Design ist allerdings der Übersichtlichkeit wegen Pflicht
 

  • "Data Lineage" Model

Ebenfalls eine wichtige Eigenschaft einer jeden BI-Lösung ist die sogenannte Data Lineage. Hierbei handelt es sich um ein System, das die verwendeten Daten nachvollziehbar macht, also ermöglicht, zurückzuverfolgen, wie die im Report ausgewiesenen Zahlen zusammengesetzt wurden, welche Definitionen ihnen zugrunde liegen und wie sie transformiert wurden, um schlussendlich in den Report geladen zu werden. Diese Informationen sind der Grundstein für eine unternehmensweite, einheitliche und auch jedem Endanwender zugängliche Definition der verwendeten KPIs und Kennzahlen, die ein Business-Intelligence-System erst sinnhaft einsetzbar machen.

Um alle für das jeweilige Unternehmen relevante Ansätze einer effizienten, dynamischen, flexiblen und kostengünstigen BI Lösung umsetzen zu können, ist es essentiell, entweder selbst langjährige Erfahrung in der Umsetzung verschiedenster BI Lösungen zu besitzen, oder auf einen Partner mit entsprechender Erfahrung zurückgreifen zu können. Denn Fazit bleibt: Technologie ist beherrschbar, die Risiken einer unflexiblen und unübersichtlichen BI Lösung sind hingegen unabsehbar.

Das Unternehmen
Newcon ist grundsätzlich Technologie-unabhängig und bietet Management und IT-Beratung mit Lösungen für die gesamte Wertschöpfungskette. Im BI-Bereich basiert Newcons Projekt-Methodik auf neuesten Ansätzen wie zum Beispiel "Agile Development" - dabei wird durch laufende Iterationsschleifen mit dem Kunden sichergestellt, dass Änderungen an die Anforderungen im laufenden Entwicklungsprozess nicht grundsätzlich in Projekt-Verzögerungen und Budget-Überschreitungen enden.


www.newcon.at

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MONITOR-Autoren
Lothar Lochmaier

Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. ..mehr..

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