Die Anwenderkulturen im IT-Umfeld ändern sich immer deutlicher, auch klassische Businessapplikationen wie Enterprise Resource Planning (ERP) oder Customer Relationship Management (CRM) bleiben davon nicht verschont.
"Anwender haben über Systeme wie Excel und Access das Entwicklungsmonopol der IT-Abteilungen längst gebrochen und entwickeln täglich unternehmenskritische Anwendungen, ohne die formalen und strategischen Vorgaben der Unternehmensleitung oder der IT-Abteilung zu befolgen", betonen die ERP-Spezialisten Eric Scherer und Christoph Weiss von i2s in ihrem Artikel "Businessapplikationen im Zeitalter sozialer Netze". Daraus ergibt sich zwangsläufig eine Diskrepanz zwischen einer standardisierten Prozessorientierung und dem Individualdenken der Anwender. Diese Demokratisierung der IT-Anwenderlandschaften bricht auch das Wissensmonopol der IT-Abteilungen, sind Scherer und Weiss überzeugt. SEITE 6
Outsourcing ist durch die Wirtschaftskrise wieder in Mode gekommen - die Besinnung auf die Kernkompetenzen ist "in". Mit SaaS-Modellen stehen zudem neue Möglichkeiten bereit, um herkömmliche Lizenzmodelle zu hinterfragen und sich neue Kosten/Nutzen-Relationen zu eröffnen. MONITOR-Autorin Christine Wahlmüller präsentiert in ihrer Story einige Beispiele, die diese Möglichkeiten und die damit verbundene Variabilität im ERP-Umfeld aufzeigen. SEITE 10
Daten sind zum Analysieren da
Alfred Bankhamer macht in seinem Beitrag eine Reise in die Welt des analytischen CRM. Hier trifft CRM, wie er es formuliert "auf Werkzeuge aus dem Reich der Business Intelligence, um die Interessen des Kunden im Bestell-, Verkauf- und Nachbetreuungsprozess zu erforschen." Dabei zeigen sich die in Web 2.0-Applikationen und im Internet verstreute Informationen als große, aber begehrte Herausforderung. "Wir sind nun technologisch in der Lage, die entsprechenden Infos aus dem Web zu ziehen und sie in die normale Kundenberatungsstrategie zu integrieren und mit Analysetools entsprechend anzureichern", zitiert er den CRM-Spezialist Peter Müller vom Beratungshaus Bearing Point. SEITE 23
Die vielen gewonnenen Informationen müssen aber auch sinnvoll dargestellt werden, Formen & Funktion des Reportings geraten deshalb immer stärker in den Fokus unternehmensweiter Standardisierungsbemühungen. BI-Spezialist Stefan Sexl, pmOne, plädiert in seinem Beitrag für "Reporting Style Guides", die ähnlich wie das Corporate Design unternehmensweit gültig sind und die grafischen Darstellungsformen auf ein gemeinsames Set reduzieren. SEITE 30
"Offene Daten" für eine "offene Wirtschaft"?
Open Source kennt man - aber mit der "offenen" Bereitstellung von beispielsweise Unternehmensdaten ist es noch nicht weit her. Welche Vorteile ein "offenerer" Umgang mit Daten der Wirtschaft bringen kann, untersucht MONITOR-Autor Carl-Markus Piswanger in seinem Beitrag.
Mag. Dr. Peter Parycek, Zentrumsleiter an der Donau Universität Krems, erläutert im Gespräch mit dem Autor die Philosophie und Ökonomie von "Open Data". Erfolgreiche Unternehmen müssten sich demnach in Zukunft viel öfter die Frage stellen: Was halte ich zurück und in welchen Bereichen öffne ich mein Unternehmen? SEITE 36




7/2011
6/2011
5/2011


bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. 