Laut Studie bietet das Handy-Lernen vor allem zwei Vorteile: Die SchülerInnen beschäftigen sich aktiver mit dem Stoff und im Klassenverband entstehen neue soziale Gruppen, die zusammen lernen. Handys sind in der Schule normalerweise unerwünscht.
Dabei könnten sie einen Beitrag für den Lernerfolg leisten, wie nun eine Feldstudie der FH St. Pölten zeigt. Diese hat untersucht, wie Smart Phones in den Lernalltag integriert werden können und welche Effekte dies auf den Unterricht hat.
Die Ergebnisse zeigen: Die SchülerInnen sind allein durch die Verwendung der Handys schon motiviert. Denn das mobile Gerät bietet die Möglichkeit des interaktiven Lernens - die SchülerInnen lernen spielerisch und damit auch effizienter. So haben sie sich im Feldversuch interaktiv mit dem Lernstoff beschäftigt, indem sie Aufgaben mit dem Handy in virtuellen Gruppen lösten, z. B. Frage-Antwort-Spiele.
Besonders überraschend ist darüber hinaus ein anderer Effekt: Das Handy-Lernen wirkt sich positiv auf die Klassengemeinschaft aus. Denn wird das Handy von den SchülerInnen in anonymen Teams genutzt, fallen die üblichen sozialen Probleme bei der Gruppenbildung weg - nämlich, dass Kinder normalerweise nur mit ganz bestimmten Mitschülern zusammenarbeiten wollen.
Die Ergebnisse der Studie werden jetzt einem internationalen Fachpublikum bei der ICETC - International Conference on Education, Technology and Computer in Shanghai, China (22. - 24. Juni), präsentiert. Hier werden die Erfahrungen, die bei der Feldstudie gemacht wurden, als Empfehlungen für eine Handynutzung im Unterricht vorgestellt.
Publikation: "Mobile Enabling of Virtual Teams in School - An Observational Study on Smart Phone Application in Secondary Education, Grischa Schmiedl, Thomas Grechenig, Birgit Schmiedl, ICETC 2010, Shanghai, China."
www.fhstp.ac.at


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Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. 