In einem aktuellen Whitepaper zeigt die CSP GmbH & Co. KG die Vor- und Nachteile verschiedener Möglichkeiten der Datenbankarchivierung auf. Stefan Brandl, Produktmanager Datenbankarchivierung bei CSP und Autor des Whitepapers, belegt durch eigene Untersuchungen sowie Studienergebnisse von Forrester Research, dass die Datenbankarchivierung besonders für historische, also selten benötigte Daten viele Vorteile bietet.
Das Auslagern dieser Daten auf preiswertere Speichermedien reduziert die Kosten für den Betrieb der produktiven Datenbank. Das Whitepaper benennt und untersucht drei Möglichkeiten der Auslagerung: Die Archivierung von Backup- oder Exportfiles, Eigenentwicklungen sowie Standardlösungen für die Datenbankarchivierung.
Die Archivierung von Backup- und Exportfiles ist ein periodischer Vorgang, bei dem die Backupdateien in einen Langzeitspeicherbereich, auf Tape oder auf DVD geschrieben werden. Dieser manuelle Prozess ist technisch einfach zu realisieren, erfordert jedoch einen hohen personellen Aufwand und ist zudem fehleranfällig. Die entstehenden Dateien sind recht groß, da es sich um Komplettabzüge der Datenbank handeln muss. Größter Nachteil dieser Archivierungsmethodik ist, dass bei einem Datenzugriff der gesamte Datenbestand wiederhergestellt werden muss. Schemaveränderungen in der Produktivapplikation werden nicht berücksichtigt, sodass dies ein späteres Zurückspielen zusätzlich erschwert.
Eigenentwicklungen sind in Unternehmen besonders häufig anzutreffen. Sie extrahieren Daten aus den Produktivdatenbanken und erreichen so deren Entlastung. Die Lösungen sind auf die bestehende Infrastruktur und Datenbankarchitektur abgestimmt. Problemfälle treten jedoch dann auf, wenn die Eigenentwicklung unzureichend dokumentiert ist und im Bedarfsfall der Know-how-Träger womöglich durch Stellenwechsel oder auch urlaubs- und krankheitsbedingt nicht zur Verfügung steht. Zudem gestalten sich Weiterentwicklungen, Updates und Anpassungen der Eigenentwicklung häufig problematisch, da meist wenig Zeit beziehungsweise Mittel dafür zur Verfügung stehen. Auch haben die CSP-Experten bei Eigenentwicklungen in der Vergangenheit vielfach hohe manuelle Aufwände im Archivierungslauf festgestellt. Als Best-Practice-Lösung kann der Einsatz einer Standardlösung gelten.
Warum man nicht alle Daten einfach in der bestehenden Datenbank belässt? Im Whitepaper wird geprüft, ob die unter dem Stichwort ACID (A = Atomarität, C = Konsistenz, I = Isolation, D = Dauerhaftigkeit) bekannten Anforderungen für Datenbanken auch auf historische Daten zutreffen. Brandl kommt zu dem Schluss, dass dies überwiegend nicht der Fall ist. Lediglich die Dauerhaftigkeit ist eine grundsätzliche Anforderung, die sowohl für aktive als auch inaktive Daten gilt.
„Für die Aufbewahrung historischer Daten sind relationale Datenbanken nicht geeignet. Da die meisten Funktionalitäten wie Konsistenz beim Einfügen von Daten, Isolation von Transaktionen oder hohe Verfügbarkeit bei historischen Daten nicht benötigt werden, stellt diese Art der Datenspeicherung eine hohe und gleichzeitig vermeidbare Betriebsausgabe dar. Nach Analysen von Forrester Research können immerhin rund 85 % der Daten in Datenbanken als historisch eingestuft werden. Das Wachstum steigt signifikant an. Dies zeigt das hohe Einsparpotenzial im Storagebereich“, erläutert Stefan Brandl die Grundüberlegung.
Das komplette Whitepaper ist unter http://whitepaper.datenbankarchivierung.de downloadbar.



7/2011
6/2011
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Christian Henner-Fehr schreibt als freier Autor für den MONITOR und arbeitet als Trainer und Berater in den Bereichen Projektmanagement und Kommunikation. Sein Interesse gilt dem Web 2.0 und den Einsatzmöglichkeiten von Social Media in Organisationen und Unternehmen. 