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Studie

Grenzen zwischen Beruf und Freizeit verschwimmen

Clearswift, Anbieter von Sicherheitssoftware, hat das Marktforschungsunternehmen Loudhouse Research beauftragt, die Konsequenzen von Web 2.0 Technologien am Arbeitsplatz zu untersuchen.

Die zentralen Ergebnisse des zweiten Reports aus über 1.600 Befragungen: Die Grenzen zwischen Privat- und Berufsleben verschwimmen, beschleunigt von Web 2.0 und mobilen Technologien. Arbeitnehmer akzeptieren zwar ihren beruflichen „Standby-Status“, erwarten allerdings im Gegenzug, dass Arbeitgeber die Nutzung privater Internetkommunikation am Arbeitsplatz sowie eine flexible Gestaltung der Arbeitszeit ermöglichen. Für diese Studie wurden jeweils 150 Manager in verantwortlichen Positionen sowie jeweils 250 Büroangestellte in den Ländern Deutschland, England, den USA und Australien befragt.

„Gegenseitiges Vertrauen, technische Innovationen sowie flexible Arbeits- und Freizeitgestaltung prägen heute den beruflichen Alltag. Ermöglicht und zugleich erzwungen wird dies durch moderne Internetkommunikation unabhängig vom Endgerät“, sagt Richard Turner, CEO von Clearswift. „Dies gehört zu den Kernergebnissen des zweiten Reports unserer internationalen Studie zur Nutzung von Web 2.0 am Arbeitsplatz.“

Die Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben verschwimmen: 48 % der Angestellten und 71 % der leitenden Angestellten geben an, dass ihre beruflichen und privaten Aktivitäten sich mindestens zweimal pro Woche überschneiden. 37 % der Befragten nutzen ein Smartphone und sind damit über einen ständig aktiven Link mit dem Büroleben verbunden.

„Dieser kulturelle Wandel wirft neue Fragen über Vertrauen am Arbeitsplatz auf, ebenso zum Machtgleichgewicht in der Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer“, erklärt Henning Ogberg, Sales Director Central & Eastern Europe bei Clearswift. „Unternehmen müssen individuell für sich und letztlich für jeden Mitarbeiter klären, in welchem Umfang sie die private Internetnutzung und die Inhalte der Kommunikation kontrollieren.“

Mehr Arbeit, mehr Freiheiten

Die Zeiten wirtschaftlicher Schwäche führen dazu, dass insgesamt 56 % der Angestellten denken, sie müssen in diesem Jahr härter arbeiten als im letzten, und 44 % sind der Meinung, sie müssen länger arbeiten. Als Gegenleistung für ihr verstärktes berufliches Engagement außerhalb traditioneller Arbeitszeiten erwarten Arbeitnehmer, ihre Zeit im Rahmen der vertraglich festgelegten Arbeitszeit frei einteilen zu dürfen.

Vertrauen ist für die heutige Generation von Arbeitnehmern der Schlüssel zur beruflichen Zufriedenheit: Neben dem Gehalt bewerten 67 % der Befragten den Aspekt „meine Zeit frei einteilen dürfen“ höher als jeden anderen Vorteil. 62 % der Angestellten denken, dass sie am Arbeitsplatz das Recht haben sollten, zu privaten Zwecken von ihrem Arbeitsplatzrechner aus auf Web- und soziale Netzwerkinhalte zugreifen zu dürfen, und – was für Arbeitgeber noch viel interessanter ist – ein Fünftel der Arbeitnehmer würde eine Stelle ablehnen, bei der ihnen das Aufrufen von sozialen Netzwerkseiten oder privaten E-Mails während der Arbeitszeit nicht gestattet wäre.

Doch die Risiken und Nachteile durch private Web 2.0- und Internet-Kommunikation sind nicht zu unterschätzen. 82 % der Büromitarbeiter haben schon irgendeine Art von unerwünschten Inhalten über E-Mails und soziale Netzwerkseiten erhalten, die sie am Arbeitsplatz abrufen. Interessant ist, dass im Ländervergleich ein deutlicher Unterschied in der Art der unerwünschten Inhalte besteht. So sind die in USA häufigen Probleme mit Mobbing via Internet in Deutschland weitaus weniger relevant.

www.clearswift.de

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