Die langjährige Berufserfahrung der beiden Geschäftsführer von CT Engineering hatte eine für kleine Unternehmen eher ungewöhnliche Investition zur Folge: Nur gut 15 Monate nach der Installation des ersten Pro/ENGINEER Arbeitsplatzes, die nahezu zeitgleich mit der Gründung stattfand, wurde im Januar 2010 Windchill ProductPoint in Betrieb genommen.
„ProductPoint hat sich für uns als passende Allround-Lösung für ein effizientes Management unseres Unternehmens erwiesen. Es ermöglicht uns die lückenlose Verwaltung sämtlicher Projektunterlagen, bietet unseren Kunden hohe Transparenz, erlaubt uns das problemlose Arbeiten in Teams auch mit externen Partnern und ist – für unsere bereits jetzt wachsenden Anforderungen – skalierbar“, fasst CTO Robert Ragogna den Nutzen der SharePoint-basierten Lösung für die Produktentwicklung in seinem Unternehmen zusammen
CT Engineering beschäftigt sieben Mitarbeiter und arbeitet Konzepte für technische Bauteile ebenso wie vollständige Baugruppen und Module aus. Das Unternehmen sagt seinen Kunden dabei effiziente und schnelle Lösungen bei Entwicklung, Konstruktion und Zeichnungserstellung zu. Darüber hinaus übernimmt man auf Wunsch bereits während der Konstruktion die Lieferanten-Entwicklung. Ohne eine effiziente Produktentwicklungsumgebung, die eine Zusammenarbeit mit externen Partnern entsprechend unterstützt, sind diese meist sehr kommunikationsintensiven und komplexen Prozesse äußerst fehlerbehaftet.
„Unauffindbare Dokumente, Dateien, die unbeabsichtigt überschrieben wurden, mehrere Versionen einer Konstruktion, aber niemand weiß genau, welches der Letztstand ist, besonders wenn diese dann auch noch per Mail mit Kunden oder Lieferanten ausgetauscht wurden. Alles das sind Szenarien, die wir aus unserer beruflichen Vergangenheit nur allzu gut kennen, weil gerade kleinere Unternehmen die Investition scheuen“, erläutert Markus Schiffer, CEO des Unternehmens.
Deshalb wollte man von Anfang an mehr als ein System zur Verwaltung der CAD-Daten. Man war auf der Suche nach einer Gesamtlösung, in der sämtliche Projektdaten und Dokumente des Unternehmens verwaltet werden können. Diese sollte aber gleichzeitig weder funktional überfrachtet noch übermäßig komplex sein. Außerdem sollte der sichere Zugriff über Internet nicht nur für die eigenen Mitarbeiter, sondern auch für Kunden und Lieferanten möglich sein.
Auf Empfehlung des PTC Partners Techsoft entschied man sich im September 2009 für Windchill ProductPoint. Es erweitert die Funktionalitäten von Microsoft SharePoint. So ist mehreren Teams die gemeinsame Nutzung von CAD- und anderen strukturierten Daten möglich. Die Installation erfolgte im Oktober, Startschuss für die produktive Nutzung war am 1. Januar 2010.
Neben den CAD-Daten aus Pro/ENGINEER wird jetzt die gesamte Dokumentation des Unternehmens in ProductPoint verwaltet. Ob Projektlisten, Spezifikationen, Änderungswünsche, Tagesberichte der Mitarbeiter oder Zeichnungen – sämtliche Unterlagen unterliegen der zentralen Versionskontrolle. So kann man – beispielsweise bei Reklamationen – auch Jahre später nachvollziehen, welcher Datenstand an den Kunden ausgeliefert und was, wann, warum getan wurde. Durch das Ein- und Auschecken von Dokumenten lassen sich Daten nicht mehr überschreiben – ein Fehler, der im ersten Jahr selbst im kleinen Team von CT Engineering nicht zu verhindern war. Dank der Kontrolle durch ProductPoint kommt so etwas aber jetzt nicht mehr vor. Und das, obwohl nicht nur eigene Mitarbeiter, sondern auch Kunden und Entwicklungspartner auf die Daten zugreifen.
„Die Konzeption und Umsetzung unseres Sicherheitskonzeptes für die Produktentwicklungsumgebung war zwar aufwendig, zahlt sich für uns aber aus“, sagt Robert Ragogna. „Wir beziehen unsere Kunden aktiv in die Projekte mit ein und bieten ihnen damit einen echten Mehrwert. Dieses hohe Maß an Transparenz bedeutet für uns einen deutlichen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen technischen Büros.“
Für das neue Geschäftsfeld Classic Technic wird aktuell ein internes Freigabe-Verfahren eingeführt. Classic Technic steht für die Rekonstruktion von Bauteilen für Oldtimer und richtet sich an private Fahrzeugbesitzer, die ihre Oldtimer wieder lauffähig machen wollen. Sind spezielle Ersatzteile nicht mehr verfügbar oder weichen sie von den aktuellen Standards ab, werden sie in Pro/ENGINEER rekonstruiert und mit entsprechenden Lieferanten produziert. Der gesamte Prozess von der Konstruktion über die Qualitätssicherung bis hin zur Fertigung wird in ProductPoint dokumentiert und unterliegt einem strengen Freigabe- und Abnahmeverfahren.




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Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. 