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Wirtschaft

Kommentar von Conrad Gruber

REBOOT 4-2010

In Zeiten wie diesen suchen Unternehmen überall nach Sparmöglichkeiten, und sei es bei Kleinigkeiten, an die man normalerweise nicht denken würde.

Es sind die versteckten Kostenträger, die es in sich haben. So hat das online-Portal Printer.com herausgefunden, dass der Wechsel der Schrifteinstellung beim Drucker eine ganze Menge an Toner und damit bares Geld sparen kann. So wird empfohlen, möglichst schnörkellose Schriften (sans serif) zu verwenden, namentlich Century Gothic, Times New Roman, Calibri, Verdana und Arial. Auf diese Weise ließen sich bis zu 31 % an Toner sparen, was nicht nur das IT-Budget einer Firma entlastet, sondern auch der Umwelt nützt.

Printer.com hat dies an zwei Druckern getestet, einen Canon Pixma MP210 für Privatuser und einen Brother HL-2140 für Business-Anwendungen. Beide Drucker wurden in ihren Default-Einstellungen (600x600 dpi) belassen. Das Ergebnis: Hochgerechnet auf ein Jahr können nur durch einen Font-Wechsel zwischen 20 und 80 Dollar gespart werden.

Der klare Gewinner des Tests war der Schrifttyp Century Gothic, mit dem die genannten 31 % an Einsparungen erreicht werden konnten. Für einen Business-Printer mit rund 250 Seiten Ausstoß pro Woche summiert sich das auf 80 Dollar eingesparte Toner-Kosten - pro Printer. Werden in einer Organisation mehrere Printer im Verbund benützt, so können gut und gerne mehrere 100 Dollar pro Jahr eingespart werden, indem schlicht ein "sparsamerer" Drucker-Font ausgewählt wird.

Interessantes Detail: Der Schrifttyp Century Gothic, eine Windows-Standardschrift, schlägt bei seinem Sparpotential sogar den so genannten Ecofont, einen Schrifttyp, der speziell als toner-sparende Schrift entworfen wurde.

Wem Century Gothic zu langweilig ist, der kann es mit Times New Roman versuchen, einer eleganteren Schrift, mit der man eine gute Balance zwischen Stil und Einsparungen halten kann.

Jetzt kann man natürlich auch sagen, das wahre Sparpotential beim Drucken liegt darin, dass man es nach Möglichkeit überhaupt unterlässt. Wie wir aber alle aus Erfahrung wissen, ist das papierlose Büro entgegen allen Erwartungen noch immer nicht verwirklicht, gedruckt wird also weiterhin werden. Dann wenigstens mit einem sparsamen Font.

Und wenn die Qualität des Ausgedruckten keine allzu große Rolle spielt, dann gibt es eine weitere Sparmöglichkeit: Den Drucker auf "draft output" einstellen kann noch mehr Toner sparen helfen.

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REBOOT - Kommentar von Conrad Gruber

Kommentar von Conrad Gruber - Die Monatsrückschau auf den österreichischen IT-Markt.

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MONITOR-Autoren
Alexander Hackl

Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. ..mehr..

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