Laut Bericht des Vorstands ist das Umsatzergebnis umso beachtlicher, als die Auswirkungen der Wirtschaftskrise regional sehr unterschiedlich waren und das Investitionsverhalten der Kunden zu Projektverzögerungen, -absagen und –verschiebungen geführt hat. Vorstandssprecher Mag. Johann Grafl fügte hinzu, dass die Zurückhaltung der Kunden insgesamt zur Verlängerung des Vertriebszyklus geführt habe.
Dank eines straffen Kostenmanagements und der Effizienzsteigerung wurde ein Betriebsergebnis (EBIT – earnings before interest tax) in Höhe von 1,5 Mio. EUR erzielt, nach knapp 2,3 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2008. Plaut erreichte damit 2009 eine im Branchenvergleich ausgezeichnete EBIT-Marge von 5,9 %. Das Ergebnis vor Steuern belief sich im Geschäftsjahr 2009 auf knapp eine Million EUR, nach 1,7 Mio. EUR im Jahr 2008. Nach Steuern verbleibt somit ein Konzernergebnis in Höhe von 0,8 Mio. EUR (2008: 1,5 Mio. EUR).
Das 1. Quartal 2010 hat sich hinsichtlich Umsatz und Ergebnis planmäßig entwickelt. So erreichte der Umsatz 5,7 Mio. EUR, nach 6,0 Mio. EUR in der Vergleichsperiode 2009. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag bei 0,2 Mio. EUR, was einer EBIT-Marge von 3,7 % entspricht.N
Nach dem schwierigen Jahr 2009 wird auch das Geschäftsjahr 2010 herausfordernd bleiben, zumal sich die Kunden weiterhin zurückhaltend im Bereich Projektbeauftragung zeigen. Als positiv kann jedoch das Wachstum von 12 % im 1. Quartal 2010 im Softwarebereich des Branchenprimus SAP gewertet werden.
Plaut-Vorstandsvorsitzender Mag. Johann Grafl ist angesichts des angespannten wirtschaftlichen Umfeldes mit dem Auftragsstand und den noch in der Pipeline befindlichen Aufträgen, die für rund acht Monate reichen, zufrieden. Im Rahmen des Kostenoptimierungsprogrammes werden im laufenden Wirtschaftsjahr die Bankverbindlichkeiten umstrukturiert. Zur weiteren Verbesserung der Effizenz werden die Business Divisions zusammengelegt und der Vertrieb in Österreich verstärkt.
Für das Geschäftsjahr 2010 erwartet das Management der Plaut Aktiengesellschaft eine Umsatzsteigerung auf 27 bis 29 Mio. EUR. Dabei wird eine EBIT-Marge zwischen 5 % und 8 % angestrebt.


1/2012
8/2011
7/2011


Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. 