22-4-2010 | Aus MONITOR 3/2010 Gedruckt am 17-09-2014 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/12788
IKT-Fachmessen & Events

Interview mit Nina Malchus & Veronika Laufersweiler, IT-Security Messe it-sa

it-sa 2010: Plattform für die Security-Branche

Für die IT-Security Messe it-sa vom 19. bis 21. Oktober 2010 in Nürnberg ist ein Großteil der Hallenfläche bereits gebucht oder mit einer Option belegt. MONITOR sprach mit Veronika Laufersweiler und Nina Malchus, Geschäftsführerinnen des it-sa Veranstalters SecuMedia.

Dominik Troger

IT-Security Messe it-sa vom 19. bis 21. Oktober 2010 in Nürnberg

Die it-sa hat sich aus dem Security-Thema der ehemaligen Münchner Systems entwickelt. Musste viel Überzeugungsarbeit geleistet werden, um eine eigene Veranstaltung auf die Beine zu stellen?

Veronika Laufersweiler: Die it-sa war bis zum Ende der Systems in München ein erfolgreicher, stetig wachsender Bereich innerhalb der Messe und gehörte schon damals zu den weltweit bedeutendsten IT-Security-Events. Nachdem es mit der Systems nicht mehr weiterging, traten viele Aussteller an uns heran und rieten, die it-sa als eigenständige Messe fortzuführen.

Damals erkannten wir, dass die IT-Security-Branche auch weiterhin eine Präsentations- und Kommunikationsplattform braucht. Diese haben wir mit der it-sa am neuen Standort Nürnberg gemeinsam mit unseren Ausstellern geboten. Viel Überzeugungsarbeit war also nicht nötig, da die Branche selbst diese Messe wollte und uns stark unterstützt hat.

Wie sieht für Sie ein modernes, zeitgemäßes Fachmessekonzept aus?

„Wir bieten mit der it-sa eine echte Alternative zur aussetzenden Cross Con - jedenfalls für den Bereich IT-Sicherheit.” Veronika Laufersweiler, Geschäftsführerin SecuMedia, Organisation Events

Veronika Laufersweiler: Ich glaube, viele Veranstalter und Messegesellschaften müssen sich von universalen Kochrezepten verabschieden, denn die gibt es einfach nicht. Eine erfolgreiche Fachmesse muss genau auf die Anforderungen und Bedürfnisse der jeweiligen Branche zugeschnitten sein.

Was zum Beispiel auf einer Marketingmesse bei Ausstellern und Publikum sehr gut ankommt, könnte von Besuchern einer Fachmesse zum Thema E-Government eher abgelehnt werden. Daher ist es sehr wichtig, dass der jeweilige Veranstalter genau die Anforderungen der Branche kennt und - das ist leider nicht selbstverständlich - auch darauf hört und das umsetzt. Wir haben zum Beispiel einen sehr großen Messebeirat für die it-sa, durch den wir als Veranstalter auch immer wieder neue Anregungen erhalten.

Worauf führen Sie den großen Erfolg der it-sa 2009 bei ihrem Erstantreten in Nürnberg zurück?

Nina Malchus: Die it-sa war 2009 bereits eine etablierte Messe, sie fand lediglich das erste Mal in Nürnberg statt. Daher kannten viele Unternehmen die Messe und uns als Veranstalter schon seit Jahren. Wir haben es zudem verstanden, die richtigen Unternehmen mit den richtigen Besuchern zusammenzubringen und auf der Messe möglichst viele Aspekte der IT-Sicherheit abzubilden. Ergänzt haben wir die Ausstellung durch Mehrwerte wie erstklassige kostenlose Fachvorträge und spezielle Veranstaltungen für die unterschiedlichen Interessen der Besucher.

Wichtig ist uns auch das offene Konzept der it-sa. Wir laden Unternehmen und andere Veranstalter dazu ein, an der it-sa aktiv mitzuwirken und sich einzubringen. Auch haben wir im Vorfeld klar kommuniziert, was Aussteller und Besucher auf der Messe erwartet. Das alles zusammen hat, denke ich, dann zum großen Erfolg maßgeblich beigetragen.

Was dürfen sich Aussteller und Besucher von der it-sa 2010 erwarten?

Nina Malchus: Die it-sa 2010 wird wie im Vorjahr die ganze Bandbreite der IT-Security-Themen abdecken und die neuesten Produkte und Trends zeigen. Um die Messe herum werden eine Vielzahl von hochwertigen Veranstaltungen wie Kongresse oder Workshops geboten.

„Wir haben es verstanden, die richtigen Unternehmen mit den richtigen Besuchern zusammenzubringen.” Nina Malchus, Geschäftsführerin SecuMedia, Leitung Vertrieb, Marketing

Zusätzlich zur Ausstellung teilen Experten auf drei Vortragsbühnen mit insgesamt 180 Vorträgen, Live-Demos, Keynotes und Roundtables ihr Fachwissen mit den Besuchern. Neu ist in diesem Jahr die Sonderfläche "Das perfekte Rechenzentrum - Planung, Bau und Technik", auf dem sich Besucher über alle Belange rund um die Sicherheit im Rechenzentrum informieren können.

Wie stark fokussieren Sie auch den zentraleuropäischen Raum bzw. österreichische Aussteller und Besucher?

Veronika Laufersweiler: Unser Ziel war es von Anfang an die it-sa besonders in Deutschland, Österreich und der Schweiz als festen Kristallisationspunkt im Bereich IT-Sicherheit zu etablieren.

In diesem Jahr wollen wir uns nach dem gelungenem Start verstärkt auf Österreich konzentrieren und sowohl dort ansässige Unternehmen als auch Besucher zur it-sa nach Nürnberg holen. Auch bieten wir mit der it-sa eine echte Alternative zur aussetzenden Cross Con - jedenfalls für den Bereich IT-Sicherheit. Deswegen entwickeln wir derzeit gemeinsam mit österreichischen Partnern attraktive Angebote für diese Zielgruppe.

it-sa in Nürnberg: Großteil der Hallenfläche bereits fest vergeben

Für die it-sa, einst Kernbereich der Münchner Systems, hat sich der Sprung in die "Selbständigkeit" ausgezahlt.

Auf der Messe waren 2009 257 Aussteller vertreten. Insgesamt kamen über 6600 Fachleute aus Wirtschaft, Forschung und Behörden. Von den vorregistrierten Besuchern kamen rund 20 % aus den Regionen Nürnberg und München, während 80 % aus dem restlichen Bundesgebiet und dem Ausland stammten. Auch für 2010 versprechen die ersten veröffentlichten Ausstellerlisten einiges. Sie enthalten bisher rund 100 Aussteller - und das obwohl die Messe erst am 19. Oktober die Tore öffnet.

Zum Vergleich: Im Jahr 2009 wurde dieser Buchungsstand erst im Mai erreicht. Die Veranstalter haben daraufhin ihre Erwartungen nach oben korrigiert und rechnen jetzt mit 300 Ausstellern. Auffällig ist auch der Trend zur Vergrößerung der Standfläche. Viele Unternehmen, die 2009 noch kleinere Fläche anmieteten, vergrößern jetzt ihre Präsenz auf der it-sa.

Die it-sa wird 2010 in die größere Halle 12 umziehen. In unmittelbarer Nachbarschaft der Ausstellungshalle finden im CCN West wieder messebegleitend attraktive, fachbezogene Veranstaltungen statt und ermöglichen so eine einmalige Konzentration auf das Thema IT-Sicherheit.

Auch werden wie im letzten Jahr, zusätzlich zur Ausstellung, Experten auf drei Vortragsbühnen mit insgesamt 180 Vorträgen, Live-Demos, Keynotes und Roundtables ihr Fachwissen mit den Besuchern teilen. Ein weiteres Kernstück der Messe sind die bewährten themenorientierten Topic-Routen und Guided Tours, die den Besuchern kompetente Informationen und zusätzliche Orientierung bieten. Besonderes Augenmerk legen die Veranstalter der Messe 2010 auf das Thema Rechenzentrum. Dafür wird die Sonderfläche "Das perfekte Rechenzentrum - Planung, Bau und Technik" eingerichtet, auf dem sich Besucher über alle Belange rund um die Sicherheit im Rechenzentrum informieren können.

"Uns ist besonders wichtig, dass auf der Ausstellungsfläche der it-sa möglichst viele Aspekte der IT-Sicherheit abgebildet werden. Nur so hat der Besucher einen breiten Überblick über vorhandene Lösungen auf dem Markt. Das Thema Sicherheit im Rechenzentrum ist damit für eine it-sa unverzichtbar", so Messechefin Veronika Laufersweiler. An der Gestaltung wirkt u. a. der bekannte Rechenzentrumsplaner Gerd L. Büttner (DIM - Design Institut München) mit.

www.it-sa.de

 

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