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Strategien

ITdesign: Desktop Virtualisierung

Vom Hype zum Erfolg

Die Server-Virtualisierung ist gelebte Praxis - die Virtualisierung von Desktops gilt als kommendes, großes Thema. MONITOR sprach mit Michael Botek, Geschäftsführer ITdesign, worauf es dabei ankommt.

Die Präsentationen der Hersteller stellen oft "Features" in den Mittelpunkt, entscheidend ist aber der Nutzen für den Anwender. Auch beim Hype-Thema Desktop-Virtualisierung ist es nicht anders.

"Viele Kunden konfrontieren uns nach einer überzeugenden Herstellerpräsentation mit der Aufforderung, Desktop-Virtualisierung in der gezeigten Funktionalität möglichst rasch einzusetzen", berichtet Botek. "Aber sehr oft unterscheiden sich unsere Erfahrungen, die wir mit den neuen Produkten gemacht haben, von den Erwartungen, die unsere Kunden haben. Wir konnten durch unser kritisches Hinterfragen schon viele Unternehmen davor bewahren, Geld in wenig zukunftssichere Projekte zu versenken, sondern vielmehr durch geringe Adaptierungen diese zum Erfolg führen."

Drei Lösungsansätze

Das Thema Client Virtualisierung besteht aus drei Lösungsansätzen, deren Unterschiede für die Praxis nicht unerheblich sind.

  • Applikationsvirtualisierung: Eine bzw. viele Applikation/en werden nicht installiert, sondern "virtuell" zur Verfügung gestellt. Dieser Teilbereich ist in der Zwischenzeit praktisch überall integraler Bestandteil einer aktuellen Desktop-Management-Lösung.
  • Zentralisierter beziehungsweise virtueller Desktop: Der Benutzer arbeitet auf einem Client, der eigentlich am Server läuft. Diese Form ist laut Botek jene, die am meisten missverstanden wird. Eine positive Kostenkalkulation ist hier nur in sehr speziellen Situationen möglich, weil sich diese Variante nicht über die Kosten rechnet, sondern über die gewonnene Funktionalität.
  • Echte Desktop-Virtualisierung: d. h. ein Client oder mehrere Clients laufen am Client.

Das Ziel ist jeweils die Einbettung der am besten geeignetsten Variante in das Desktop Management. "Einbettung ist deshalb wichtig, weil ITdesign nicht der Meinung ist, dass es ein Entweder-Oder gibt, sondern es sollte vielmehr ein Miteinander sein", betont Botek. "Dieser Irrglaube ist bei der Verwendung von Terminalserver Technologie in der Zwischenzeit ausgemerzt, bei der Desktop Virtualisierung kommt er aber wieder"

Lösungsfindung steht im Zentrum

„Hersteller haben zum Zeitpunkt der Markteinführung die Aufgabe, ihre Produkte zu verkaufen. ITdesign beurteilt neue Technologien aber nach dem individuellen Kundennutzen.” Michael Botek, Geschäftsführer ITdesign

Im vergangenen Jahr war die Argumentation der Hersteller eher auf Kostenersparnis aufgebaut. "Das haben wir von Beginn an kritisiert, weil keine einzige Kostengegenüberstellung positiv für das Desktop Management ausgegangen ist", weiß Botek.

In der Zwischenzeit haben die Anbieter die Argumentation verändert: von Kostenersparnis hin zu Lösungsfindung. Botek: "Hier sind wir gleicher Meinung: Desktop Virtualisierung kann unter anderem in F&E-Abteilungen, bei mobilen Anwendern oder auch in sehr spezifischen Anforderungen ihre Vorzüge ausspielen. Nach wie vor ist das Thema Notebook User das Auswahlkriterium schlechthin."

Aus der ITdesign-Erfahrung lässt sich sagen, dass speziell bei der Client Virtualisierung schlussendlich meist eine andere Lösung zum Einsatz kam, als der Kunde bei der Herstellerpräsentation gesehen hat. Botek empfiehlt deshalb, zuerst die Anforderungen in Form von Lastenheften niederzuschreiben und danach mit den angebotenen Produkten verschiedener Hersteller zu vergleichen.

"Desktop Virtualisierung stellt eine weitere Komponente dar, die bei einem Desktop Management Projekt zu berücksichtigen ist, um für die verschiedenen Anwender die ideale Arbeitsumgebung herzustellen", fasst Botek zusammen.

Er sieht ITdesign als idealen Partner für solche Projekte, "weil wir sowohl herkömmliche Desktop Management Lösungen als auch Desktop-Virtualisierungslösungen sehr genau kennen." ITdesign, das heuer sein 10-jähriges Firmenjubiläum feiert, bietet zudem als herstellerunabhängiger Infrastrukturdienstleister Know-how zu den drei führenden Anbietern im Virtualisierungsumfeld: VMware, Citrix und Microsoft.

www.itdesign.at

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Alexandra Riegler

Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. ..mehr..

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