Laut Hersteller soll das neue Modell die Farben so zeigen, wie der Fotograf sie mit der Kamera festhielt. Demnach sind selbst hochgesättigte Grün- und Cyan-Töne zu sehen, weil er der Bildschirm zu 95 % die Farben des AdobeRGB-Farbraums abdeckt. Neben seinen beiden DVI-I-Schnittstellen bietet er einen Display Port-Anschluss, der eine Farbauflösung mit 10 Bit ermöglicht. Der Schirm stellt außerdem eine Milliarde Farben dar.
Schlüssel für die Farbwiedergabe ist das 16-Bit-Processing des CG223W. Bildsignale werden mit einer Genauigkeit von 1/65-Tausendstel aufgelöst und in RGB-Bildpunkte umgesetzt. Insbesondere bei dunklen Farbtonwerten sollen dadurch Farbnuancen und Bildstruktur erhalten bleiben. Farbtöne werden nicht zusammengefasst.
Für Weißabgleich und Hardware-Kalibrierung verfügt der Bildschirm über eine eigene, 12 Bit große 3D-Look-Up-Table (LUT). Die Software ColorNavigator aus dem Lieferumfang des CG223W greift bei der Kalibrierung auf diese LUT direkt zu. Dabei kann der Anwender Farbtemperatur, Helligkeit, Schwarz-Wert und Tonwertkurve nach seinen Anforderungen frei bestimmen. Die etwa fünf Minuten dauernde Kalibrierung läuft automatisch. Deshalb ist kein Technik-Spezialist nötig und der CG223W passt sich leicht in den jeweiligen Workflow ein.
Für die genaue Bildwiedergabe ist eine homogene Leuchtdichteverteilung und Farbreinheit wichtig Ein spezieller Schaltkreis, Digital Uniformity Equalizer (DUE), korrigiert deshalb Bildpunkt für Bildpunkt Ungleichmäßigkeiten von Luminanz und Chrominanz. Farben von Bildern und Grafiken werden so in der Mitte wie auch am Rand korrekt angezeigt.
Der empf. Verkaufspreis inkl. MWSt des CG223W beträgt 976 Euro. Der Monitor ist ab sofort über Avnet Österreich erhältlich. Lichtschutzhaube und DVI-Signalkabel gehören zum Lieferumfang. Messgeräte zur Kalibrierung sind separat oder in Verbindung mit dem Schirm als Bundle erhältlich.



7/2011
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Christian Henner-Fehr schreibt als freier Autor für den MONITOR und arbeitet als Trainer und Berater in den Bereichen Projektmanagement und Kommunikation. Sein Interesse gilt dem Web 2.0 und den Einsatzmöglichkeiten von Social Media in Organisationen und Unternehmen. 