Für diese Studie wurden jeweils 150 Manager in verantwortlichen Positionen sowie jeweils 250 Büroangestellte in den Ländern Deutschland, England, den USA und Australien befragt. Die zentralen Ergebnisse: Web 2.0 gehört auch im professionellen Umfeld mittlerweile fast zum Alltag. Allerdings haben viele Unternehmen die damit verbundenen Risiken und Herausforderungen noch nicht umfassend gelöst. Entscheidend für die Zukunft ist neben den Sicherheitsaspekten außerdem eine klare Strategie, mit Web 2.0 tatsächlich Wettbewerbsvorteile zu realisieren.
Digitale soziale Netzwerke und Web 2.0 Technologien sind offensichtlich in den Unternehmen angekommen. Laut der Untersuchung von Clearswift fördern oder zumindest erlauben knapp zwei Drittel der befragten Unternehmen die Zusammenarbeit ihrer Mitarbeiter über Web-basierte Kommunikationskanäle. Im Ländervergleich mit England, USA und Australien liegt Deutschland dabei mit 68 % leicht über dem Durchschnitt von 65 %.
Dass die Web-2.0-basierte Kommunikation heutzutage für den Unternehmenserfolg ein entscheidender Faktor ist, davon sind die Befragten allerdings nicht überall mehrheitlich überzeugt: Während das Ländermittel hier bei 52 % liegt, weisen die Zahlen aus Deutschland lediglich 38 % auf.
Strategie gefragt: Lösung der Web 2.0 Risiken
Der zentrale kritische Aspekt bei Web 2.0 ist das damit verbundene Sicherheitsrisiko. Im Schnitt gaben 61 % der Unternehmen an, dass sie hier Bedenken haben. Etwa die Hälfte der verantwortlichen Manager glaubt, dass Mitarbeiter sich der Gefahren zuwenig bewusst sind. In der Folge ist die überwiegende Mehrheit überzeugt, dass mit der Web-basierten Zusammenarbeit auch neue IT-Security-Konzepte erforderlich sind.
„Lösungen dafür sind vorhanden, insbesondere wenn es um die Berücksichtigung fein abgestufter Rollen und Verantwortlichkeiten geht“, erklärt Richard Turner, CEO von Clearswift. „Deutsche Unternehmen setzen dabei vielfach auf übergreifende Web- und Email-Security-Lösungen, die insbesondere mit Hilfe inhaltsbezogener Analysefunktionen dafür sorgen, dass auch über Web 2.0 Kommunikation keine sensiblen Daten in falsche Hände geraten. Wichtig sind generell zwei Dinge: Unternehmen müssen strategisch und technisch mittels einer Risikoanalyse im Detail bewerten, welche IT-Security-Funktionen erforderlich sind. Dabei darf allerdings die Kontrolle nicht überhand nehmen – sonst lösen sich die Vorteile des Web 2.0 schnell in Luft auf.“
Die Nutzung von Web 2.0 und sozialen Netzwerken fördert die Motivation und Produktivität von Mitarbeitern, davon sind laut dieser Untersuchung im Schnitt 55 % der leitenden Angestellten überzeugt. Rund ein Drittel der Angestellten gibt an, dass sie ihre privaten Netzwerke durchaus zum Vorteil des Unternehmens nutzen – so amortisieren sich die vom Arbeitgeber eingeräumten Freiheiten wieder.


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Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. 