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FAW: 20 Jahre anwendungsorientierte Forschung

Anwendungsorientierung und Grundlagenforschung

Das Institut für Anwendungsorientierte Wissensverarbeitung (FAW) der Johannes Kepler Universität Linz feiert sein 20-jähriges Bestehen. Das FAW paart Anwendungsorientierung mit Grundlagenforschung und fokussiert auf eine Realisierungskette von der Forschung über die akademische Ausbildung bis hin zu Anwendungsprojekten mit Firmen.

Univ.-Prof. Dr. Roland Wagner, Vorstand des Instituts für Anwendungsorientierte Wissensverarbeitung (FAW) der Johannes Kepler Universität Linz (Bild: Univ.-Prof. Dr. Roland Wagner)

Das Institut wurde 1990 von Univ.-Prof. Dr. Roland Wagner, Vorstand des Instituts für Anwendungsorientierte Wissensverarbeitung (FAW) der Johannes Kepler Universität Linz, gegründet.  Bals danach eröffnete Wagner im Softwarepark Hagenberg einen zweiten Standort für sein Institut und begann im Auftrag der Tirol Werbung mit der Entwicklung eines Internet-basierten Tourismusinformationssystems. Was damals noch Pionierarbeit auf dem Gebiet des Web Engineering war, legte zugleich den Grundstein für tiscover.com, heute eines der erfolgreichsten Online-Buchungssysteme in ganz Europa.

Weitere Projekte im umfangreichen Projektportfolio des FAW waren die Entwicklung einer virtuellen 3D-Trainingssimulation für die OMV sowie die Entwicklung einer integrierten medizinischen Spezialsoftware für die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse. Die Ergebnisse beider Projekte sind heute erfolgreich als Produkte am Markt etabliert und werden von zwei eigenständigen Unternehmen – gegründet als Spin-offs ehemaliger Projektmitarbeiter – betreut und weiterentwickelt.

Aktuell liegen zwei der Forschungsschwerpunkte des Instituts in den Bereichen Web Information Extraction und Similarity Queries (Ähnlichkeitssuchen): Während es beim ersten darum geht, relevante Informationen aus Webseiten zu extrahieren und unstrukturierte Inhalte in strukturierte und verarbeitbare Formate (z.B. XML) zu überführen, zielen Ähnlichkeitssuchverfahren darauf ab, Suchergebnisse unter Miteinbeziehung der Bedeutung (Semantik) der Daten – z.B. auf Basis von sog. Ontologien – für einen bestimmten Einsatzzweck wesentlich zu verbessern.

“Das FAW war eines der ersten Institute der JKU, das sich auf anwendungsorientierte Forschung spezialisiert hat und ist zu einem wichtigen Partner für die Wirtschaft geworden. Die MitarbeiterInnen des Instituts nehmen die wichtige Schnittstelle zwischen Forschung und Wirtschaft perfekt wahr. Viele erfolgreiche Projekte mit namhaften Institutionen und Unternehmen zeugen von der hohen Kompetenz des FAW“, so Univ.-Prof. Dr. Richard Hagelauer, Rektor der Johannes Kepler Universität.

www.faw.uni-linz.ac.at

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MONITOR-Autoren
Alexander Hackl

Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. ..mehr..

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