„Video Ads sind offenkundig mehr als ein Trend, sie werden sich unserer Meinung nach als ein wesentliches Instrument im Online-Media-Mix etablieren“, so formuliert Patrick Sturm, Geschäftsführer von Mücke, Sturm & Company, die Kernaussage der neuesten Untersuchung seiner Unternehmensberatung.
Anfang letzen Jahres entwickelte MS&C zwei Wachstumsszenarien für den deutschen Video Ads-Markt, wobei ein Maximum von 47 Mio. Euro bis 2011 prognostiziert wurde. Aufgrund der enormen Popularität von Video Inhalten konnte dieser Wert bereits Ende 2009 realisiert werden und wird neuen Erkenntnissen nach, in 2011 die 100 Miio. Euro Grenze überschreiten.
Internet Werbung war auch 2009 – vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise – die wachstumsstärkste Werbeform. Während die klassischen Internetwerbeformen diese Entwicklung durch solide Wachstumsraten stützen, steigen die Ausgaben für Video-Ads stark überproportional: 2009 konnten Video Ads einen Zuwachs von 159, 5% gegenüber dem Vorjahr verbuchen.
Der breite Vormarsch von Bewegtbildinhalten im Internet spricht dafür, dass sich dieser Trend in den kommenden Jahren fortsetzen wird und Video Ads zukünftig ein fester Bestandteil des Online-Marketings werden. Gebremst wird der Siegeszug durch die weltweite Wirtschaftskrise und technische Hürden, die nach wie vor bestehen: Flächendeckende Auslieferungen von Video Ads werden derzeit noch durch das Fehlen eines einheitlichen technischen Standard verhindert, der ein einfaches Einbinden von Video-Werbung ermöglicht.
„Anfang 2009 war noch unsicher, ob Video Ads ein Nischenformat bleiben, oder ob sich das Format durchsetzt“, so Patrick Sturm. „Letztendlich wird das Potential von Video Ads von der Akzeptanz der Kunden gesteuert – und es sieht ganz danach aus, dass sie besonders beliebt sind.“


1/2012
8/2011
7/2011


Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. 