"Die anhaltende Wirtschaftskrise hat für Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz den Handlungsdruck erhöht, IT-Ausgaben zu reduzieren und gleichzeitig den Geschäftsnutzen der IT zu erhöhen" - zu diesem Schluss kam im Februar des Jahres das Beratungsunternehmen A.T. Kearney nach einer Befragung von Top-Managern aus dem deutschsprachigen Raum. Mehr für weniger, das kommt der viel zitierten Quadratur des Kreises schon recht nahe.
Innovationen sollen vor dem Hintergrund von Kostenvermeidungsstrategien umgesetzt werden - die Budgets schrumpfen, gleichzeitig wachsen die Ansprüche. Für die Mitarbeiter hat dies ernsthafte Ressourcenprobleme zur Folge. Sie werden durch Routineaufgaben so beansprucht, dass ihnen nur noch wenig Zeit bleibt, strategische Aufgaben zu erfüllen. Immerhin die Hälfte aller Unternehmen gab in der Symantec-Studie "State of the Datacenter 2009" an, dass ihre Mannschaften mit Personalmangel zu kämpfen haben oder gar extrem unterbesetzt sind.
Mit Automatisierung die Komplexität in den Griff bekommen
Die IT-Verantwortlichen sind angesichts dieser Aufgabenstellung wirklich nicht zu beneiden, sie kämpfen an vielen Fronten simultan: die Datenbestände wachsen rasant, Online-Geschäftsprozesse erfordern Abläufe in Echtzeit, gleichzeitig werden die Infrastrukturen und Datenbestände immer heterogener. Mehr Effizienz versprechen neue Technologien wie etwa Virtualisierung, Cloud- oder, On-Demand-Computing, allerdings erfordern diese zuerst Investitionen in Form von Zeit und Geld. Aus diesem Spannungsfeld zwischen ökonomischem Effizienzdenken und technischem Innovationsbedarf gibt es nur einen gangbaren Ausweg: eine möglichst weit reichende Automatisierung der gesamten IT-Landschaft, die die notwendigen Ressourcen freisetzt, um neue Projekte in Angriff zu nehmen.
Der überzeugendste Grund pro Automatisierung ist die zunehmende Komplexität der IT-Umgebungen. Systeme in Unternehmen werden immer heterogener, da die Firmen zahlreiche verschiedene Lösungen von unterschiedlichen Anbietern einsetzen, etwa Software für den Finanzbereich, ERP-Software, Software zur Pflege von Kundenbeziehungen (CRM) oder zur Automatisierung des Vertriebs. Die Organisationsanforderungen verlangen nach Systemen, die rund um die Uhr verfügbar sind, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. Die Prozesse setzen immer mehr voraus - sind aber immer weniger planbar.
Anwendungen kommunizieren über Web-Services

Christian Plaichner ist Worldwide Product Marketing Director bei UC4 Software (Bild: UC4)
So kann ein international führendes E-Commerce-Unternehmen beispielsweise mit Hilfe der Automatisierungstechnologie von UC4 Ressourcen nach Bedarf bereitstellen. Dabei wird nicht nur das aktuelle Verhalten der Anwender berücksichtigt, auch externe Faktoren fließen in die Planung der benötigten Serverkapazitäten ein, beispielsweise das Wetter. Dem liegt die Erkenntnis zugrunde, dass bei schlechtem Wetter erfahrungsgemäß die Internet-Nutzung rapide ansteigt. In dem Fall werden zusätzliche Ressourcen allokiert, um die Spitzen in der Belastung der Plattform abzufedern. Geht der Workload wieder zurück, können diese Rechenkapazitäten wieder freigegeben werden, die IT kann jetzt andere Jobs durchführen. Diese intelligente und bedarfsorientierte Verteilung der Workloads auf physikalische und virtuelle Server sowie auf Cloud-Ressourcen sorgt für eine optimale Nutzung der Infrastruktur und spart dadurch letztlich Kosten ein.
Überwachen, steuern, reparieren
Um jeweils die optimale Form der Verarbeitung für einen Geschäftsprozess definieren zu können, müssen Unternehmen lernen, wie Tausende von Datenströmen aus untereinander verwobenen Ereignissen ihre IT-Infrastruktur und die Anforderungen des Geschäfts beeinflussen. Dazu bedarf es eines hohen Maßes an Flexibilität und Intelligenz. Bei der Überwachung und Steuerung solcher Prozesse gibt es häufig Schwierigkeiten, die zu Verzögerungen im Geschäftsablauf führen können. Eine traditionelle Automatisierungstechnologie wie das klassische Job-Scheduling kann diesen Grad an Komplexität nicht abdecken. Die Automatisierung muss über heterogene Plattformen und Anwendungen hinweg erfolgen. Allgemein gilt: Je höher der Grad der Automatisierung in der IT, umso weniger problemanfällig und umso effektiver gestalten sich die IT- und damit auch die dadurch definierten Geschäftsprozesse.
Der UC4-Ansatz wird dem gerecht, indem er neben der Infrastruktur auch eine ganze Reihe von Applikationen und Web-Services inkludiert. Wenn Fehler auftreten, kann die Software automatisch Entscheidungen treffen, um diese Fehler zu reparieren. Unternehmen profitieren von einer verbesserten Servicequalität, weniger Fehlern, qualitativ besseren Entscheidungsprozessen sowie einer erheblich höheren Flexibilität durch das frühzeitige Erkennen kritischer Situationen. Das versetzt sie in die Lage, Ressourcen zu- oder abzuschalten und so optimal auf den tatsächlichen Bedarf abzustimmen. Der Weg weist in die Richtung einer dynamischen Bereitstellung von Services. "Real Time Intelligence for Just-In-Time Execution" ist das Ziel.




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