"Mut zur Demokratie" fordert MONITOR-Autorin Alexandra Riegler in ihrem Beitrag über "Enterprise 2.0". Sie berichtet einerseits von den Chancen, die ein Einsatz sozialer Software im Unternehmensumfeld ermöglicht, andererseits von den bestehenden, teils großen Vorbehalten im Management.
Da werden Standesdünkel und durchaus praktische Gründe gegen eine Mutation der internen und externen Unternehmenskommunikation vorgebracht - oft wird darüber aber vergessen, dass es sich wirklich um einen grundlegenden Paradigmenwechsel handelt. Enterprise 2.0 zielt auf einen Wandel des Informationsmanagements: Starre, hierarchische Strukturen werden mit flach verteiltem, unstrukturiertem Wissen ergänzt und angereichert sowie auf die persönlichen und fachlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter abgestimmt. SEITE 6
Enterprise 2.0 im Selbstversuch
Wie so etwas in der Praxis funktioniert, hat das finnische IT-Unternehmen Tieto in einem "Selbstversuch" ausprobiert - und dabei eine neue, moderne Unternehmenskultur gewonnen. Thomas Hohenauer, Geschäftsführer von Tieto Austria, berichtet über seine persönlichen Erfahrungen. Für Tieto ist der neue Umgang mit Social Media zu einem "Rückgrat" des Unternehmens geworden und realisiert bereits heute den "Arbeitsalltag" von morgen. SEITE 12
Enterprise 2.0 macht sich auch eine Entwicklung zunutze, die unaufhaltsam voranschreitet: Die Kommerzialisierung sozialer Netzwerke wie Facebook, Xing, StudiVZ und andere. Dazu Achim Himmelreich vom deutschen Berater Mücke, Sturm & Company: "Die Internet-Wirtschaft transformiert sich in eine Link-Economy, d. h. der Wert einer Internetseite bestimmt sich durch die Anzahl und Qualität der Links, die auf sie verweisen." Und weiter: "In einer Zeit des Information-Overload verliert die klassische Massenwerbung an Wirksamkeit - sie geht schlicht unter. Die Menschen ziehen sich auf die Quellen zurück, die sie für glaubwürdig halten: Ihre Peers, die sie in sozialen Netzwerken treffen." SEITE 10
Für die technische Flexibilität und Erreichbarkeit des Unternehmens 2.0 sollen Unified Communications Lösungen sorgen. "Über eine simple Oberfläche wird die komplette Sprach-, Text- und Bildkommunikation mit einem Stück Software vereint", erläutert dazu MONITOR-Autor Alfred Bankhammer in seiner Story. "Das Display unterschiedlichster Zugangsgeräte dient zugleich als ‚Projektarbeitstisch', auf dem etwa mit geteilten Applikationen zusammen gearbeitet werden kann. Und selbst teures Server-Equipment im Haus ist nicht unbedingt erforderlich, denn die Dienste werden mittlerweile schon in der ‚Wolke' als Internetdienst angeboten." SEITE 16
ERP-Zufriedenheit
In Österreich, Deutschland, Schweiz und Südtirol haben Anwender jetzt wieder die Möglichkeit, ihr ERP-System unter www.erp-z.info zu bewerten und damit zur wohl umfangreichsten Anwenderzufriedenheitsbefragung beizutragen. Seit 2003 führt das Zürcher Beratungshaus i2s diese Umfrage zusammen mit namhaften Partnern durch. In Österreich: ADV, Wirtschaftsuniversität Wien und MONITOR. Mehr darüber im Rahmen einer Story über "Taktische ERP-Investitionen" vom ERP-Spezialisten Christoph Weiss. SEITE 28




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8/2011
7/2011


bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. 