Die Welt ist noch längst nicht so gut über das Internet vernetzt, wie es das weitläufig kursierende Schlagwort der „Connected Worlds“ glauben lassen mag. So nutzt der überwiegende Teil der deutschen Bevölkerung (80 %) Computernetzwerke ausschließlich für Computer und Internet, während lediglich 12 % ihre Hi-Fi-Ausstattung und weniger als 5 % ihre Haustechnik in Kombination mit der häuslichen IT nutzen.
Das Potenzial, das mit einer konsequenten und nachhaltigen Umsetzung von „Connected Worlds“ einhergeht, ist indes enorm: 200 Mrd. Euro an Umsatzpotenzialen lassen sich bis 2015 über alle Industrien hinweg heben. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Management-Beratung A.T. Kearney. Voraussetzung ist allerdings, dass bestehende Barrieren systematisch adressiert und überwunden werden. Auf Verbraucherseite sind es vor allem die Komplexität, die mangelnde Bedienbarkeit und die Sorge hinsichtlich der Datensicherheit und der informationellen Selbstbestimmung, die eine schnellere Entwicklung von „Connected Worlds“ hemmen.
Auch Unternehmen zeigen Vorbehalte und fürchten vor allem Kontrollverlust über ihre Wertschöpfungsstufen. Zudem werden sie von fehlenden Standards ausgebremst. Aktuell wenden sie weit weniger als 10 % ihrer Technologieinvestitionen für „Connected Worlds“-Funktionalitäten wie Collaboration oder Machine-to-Machine auf. Dabei sind viele Branchen zunehmend auf Vernetzung angewiesen: 2015 wird bereits die Hälfte aller B2B-Umsätze online getätigt.


1/2012
8/2011
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Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. 