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„Morgen ist anders“

IBM präsentiert Studie zum Wirtschaftsstandort Österreich

Seit Herbst 2008 hat die Finanz- und Wirtschaftskrise die globale Ökonomie fest in der Hand, aber auch österreichische Industrieunternehmen hat sie getroffen. IBM Österreich und die Industriellenvereinigung wollten wissen, was nach der Krise kommt, wo die Chancen liegen und wie ein österreichisches Industrieunternehmen aus Österreich heraus erfolgreich sein kann.

„Die österreichischen Unternehmen müssen sich noch globaler aufstellen.“ Michael Danninger, IBM Global Business Services (Bild: IBM)

IBM hat sich in einer gemeinsamen Studie mit der Industriellenvereinigung damit auseinandergesetzt, welche Herausforderungen es für österreichische Industrieunternehmen im neuen globalen Wettbewerb gibt. Der Titel der Studie – „Morgen ist anders“ – bringt es bereits auf den Punkt: Die österreichischen Industrieunternehmen sind zwar sehr gut aufgestellt, sie müssen aber jetzt aktiv die Herausforderungen des globalen Wettbewerbs annehmen.

Michael Danninger, IBM Global Business Services, dazu: „Die österreichischen Unternehmen müssen sich noch globaler aufstellen. Sie brauchen einen Globalen Footprint, um in einem verschärften globalen Wettbewerb langfristig und nachhaltig bestehen zu können.“

Auch der Standort Österreich wird sich dem globalen Wettbewerb stellen müssen. Wichtige Bereiche wie Bildung, Forschung und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen machen Österreich – richtig gestaltet – zur guten Heimat für erfolgreiche Industrieunternehmen.

Die wichtigsten Ergebnisse

Für die vorliegende Studie wurden zwischen Mai und September 2009 zwanzig strukturierte Interviews mit Vorständen und Entscheidungsträgern österreichischer Industrieunternehmen durch IBM-Berater geführt. Begleitet wurden diese Interviews durch zahlreiche weiterführende Gespräche und Diskussionen mit Personen aus der Industrie bzw. aus industrienahen Bereichen. Befragt wurden Unternehmen unterschiedlicher Industrien mit einem Jahresumsatz von ca. 100 Mio. € bis 10 Mrd. €.

  • Alle befragten Entscheidungsträger sind sich einig: Das Österreichische Industrieunternehmen hat kein Ablaufdatum. Auch angesichts der derzeitigen Entwicklung wird die österreichische Industrie weiterhin Wachstumsmotor für die österreichische Wirtschaft sein.
  • Es gibt einen neuen globalen Wettbewerb, der gekennzeichnet ist durch: eine veränderte globale, wirtschaftliche und politische Machtverteilung; die Entkoppelung der Finanzwirtschaft von der Realwirtschaft; die Weiterentwicklung der „Billiglohnländer“, die sich nicht länger nur über Produktivitäts- und Lohnkostenvorsprünge ihren Wettbewerbsvorteil sichern werden; die zunehmende Intelligenz der Technologien. Dieser neue globale Wettbewerb gilt für österreichische Industrieunternehmen aber auch für Österreich selbst.
  • Vertriebsniederlassungen und Produktionsstätten im Ausland alleine werden nicht mehr ausreichend sein, um im neuen globalen Wettbewerb zu bestehen. Unternehmen benötigen einen „Global Footprint“.
  • Nur mehr ein Viertel der befragten Unternehmen definiert sich selbst als „österreichisches Unternehmen“. Der Großteil sieht sich als „globales Unternehmen“ oder zumindest als „globales österreichisches Unternehmen“.
  • 9 von 10 Befragten sind der Meinung, dass Innovation in Zukunft aus der Nutzung von globalen Ressourcen kommen wird. Aber nur knapp 20% nutzen diese heute schon, während der Rest noch in den Anfängen steckt.
  • Im internationalen Vergleich wird in Österreich speziell das Wissen in technischen Bereichen sehr hoch eingeschätzt. Im globalen Betätigungsfeld der Unternehmen wird es notwendig sein, dieses Wissen global anzuwenden.
  • „Green“ als Treiber von Innovationen: Das global zunehmende Interesse und der Fokus auf Umwelt und Nachhaltigkeit haben direkte Auswirkungen auf die notwendige Innovations-Tätigkeit der Industrie.
  • Im neuen globalen Wettbewerb werden Unternehmen noch selektiver Standorte auswählen und die Vorteile der globalen Märkte für ihre Aktivitäten nutzen. Dies wird auch auf den Standort Österreich Auswirkungen haben, der seine Vorteile und Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem „globalen Mitbewerb“ kontinuierlich unter Beweis stellen muss.
  • Für die Wettbewerbsfähigkeit im globalen Markt werden die Unternehmen flexible Strukturen in Österreich benötigen, die es ihnen erlauben, zeitnah auf Veränderungen zu reagieren.

Die Autoren der Studie sind Michael Danninger und Dr. Peter Simeonoff: Michael Danninger ist seit Jänner 2009 in IBM Global Business Services Österreich für den Industriebereich verantwortlich. Dr. Peter Simeonoff ist Senior Managing Consultant bei Global Business Services und leitet dort seit 2006 die Bereiche Strategy & Change und Human Capital Management.

www.ibm.at

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