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Editorial

Editorial 01 | Februar 2010

Best of Breed? Best of Breed!

Es ist nichts Neues: Was dem einen gefällt, hält ein anderer für unpassend. Warum sollte das beim Thema Business Intelligence (BI) anders sein?

Domink Troger, Chefredakteur MONITOR

Außer Diskussion steht, dass bei der Konsolidierung von BI-Werkzeugen Kosten, Risiken und Chancen genau abgewägt werden sollen. Barney Finucane, Analyst beim Business Application Research Center (BARC), meint denn auch, dass man pauschal keine Empfehlung für oder gegen Best-of-Breed oder Suite-Ansätze abgeben könne.

"Die abschließende Entscheidung hängt von Unternehmensgröße und -kultur sowie vom Managementstil ab", so Barney Finucane. "Dezentralisierte Organisationen oder Organisationen, die häufig ihre Strukturen ändern, werden Schwierigkeiten haben über einen längeren Zeitraum bei einem Anbieter zu bleiben. In stabilen hochzentralisierten Organisationen sind Suiten hingegen meist einfacher beizubehalten." Seite 10.

Etwas anders stellt sich das aus der Sicht eines BI-Anbieters wie SAP dar. Markus Hassek, vom Business Development bei SAP Österreich, macht aus seiner Meinung zu Best of Breed kein Hehl: "Best-of-Breed-Lösungen sind meist ein Synonym für irgendwelche zusammengestoppelten Systeme, die nicht wirklich zusammenpassen". Lesen Sie das ganze Interview auf Seite 19. Hassek gibt auch einen Einblick in die aktuelle SAP BI-Strategie, die schon ab Seite 16 in dieser Ausgabe ausführlich behandelt wird. Schließlich war die Verunsicherung bei Anwendern in der Vergangenheit nicht gerade gering.

Wissen ist Finanz!

Die "wissensorientierte" Finanzverwaltung steht im Mittelepunkt eines Gesprächs mit Sektionschef Dr. Gerhard Popp, Bundesministerium für Finanzen. Popp hat die Sektion von Herrn Dr. Arthur Winter übernommen, einem der Gründungsväter des E-Government in Österreich. Dass das BMF in Zukunft neben dem E-Government auch beim Wissensmanagement auf die zentrale Unterstützung durch IKT setzen wird, steht außer Frage. MONITOR präsentiert drei Lösungen aus diesem Umfeld - LoS, Dyonipos und E-Learning. Seite 30

Storage rückt ins Zentrum

Die ganze Datensammlerei- und -deuterei wäre ohne effiziente Speichersysteme natürlich ein Ding der Unmöglichkeit.

Laut dem Analysten IDC wird Storage 2010 wird nicht mehr länger als Peripherie wahrgenommen werden, sondern vielmehr als integraler Bestandteil eines Rechenzentrums der nächsten Generation. Technologische Schlagworte wie Thin-Provisioning, Deduplizierung sowie Storage oder File-System-Virtualisierung spielen dabei eine wichtige Rolle.

Diese Technologien sollen auch ein großes Sparpotential eröffnen. Dazu Wolfgang Horak, Fujitsu Technology Solutions: "Untersuchungen haben gezeigt, dass in Unternehmen 70 % des Datenvolumens selten benutzt werden. Ein hierarchisches Storage Management trägt viel zur Effizienz bei." Seite 38

In eigener Sache

Aber abgesehen von all den interessanten Neuigkeiten: Ihnen ist sicher aufgefallen, dass sich der MONITOR 2010 in einem frischeren Layout präsentiert - und dass es auch einen Wechsel in der Chefredaktion gegeben hat.

Als neuer Chefredakteur freue ich mich auf eine gute Zusammenarbeit und wünsche uns allen ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr 2010!

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