Deals mit Microsoft

20 Terabyte im Hauptspeicher: Dr. Hans-Ulrich Schaller, HP (Bild: HP)
Eine direkte Integration in die SAP- und später BO-Welt schien Analysten damals weniger sinnvoll, da OutlookSoft viele funktionelle Überschneidungen sowie technologisch unterschiedliche Ansätze mitbrachte. "Das passte nicht 100 % zur SAP-Architektur", meint dazu Patrick Keller.
Die Ankündigung von Microsoft das BO-Produkt "Business Planning and Consolidation" als bevorzugte Lösung für Kunden, die auf die Microsoft-Plattform setzen, zu empfehlen, bereitete den Walldorfern jedenfalls große Freude. Mittlerweile gibt es auch eine erste Version, die mit eingeschränkter Funktionalität auf dem SAP Business Warehouse läuft. "SAP will mittelfristig beide Versionen funktionell gleichziehen und weiterentwickeln", meint der BARC-Analyst, was ein Ende des SAP-Planungsproduktes BI IP (integrated planning) bedeuten könnte.
In Walldorf liegen freilich auch Themen wie Software as a Service oder die Verarbeitung unstrukturierter Daten am Tisch. Doch hier wird die Verbreitung laut der einhelligen Meinung der Marktauguren noch einige Jahre dauern.
Mit Spannung hingegen verfolgen Analysten und Kunden den nächsten Schritt der SAP. Mit Februar 2010 geht der neue Release SAP NetWeaver Business Warehouse 7.2 in die Ramp-up-Phase, der die BO-Produkte (Data Services, Metadata Management) und BI-Tools (Xcelsius, Web Intelligence, Crystal Reports) deutlich besser integrieren soll und eine höhere Performance bei den integrierten Planungstools sowie verbesserte integrierte analytische Möglichkeiten für den SAP Netweaver BW Accelerator verspricht.
Fazit
An technologischen Neuerungen wird der BI-Sektor in den nächsten Jahren sicherlich noch einiges bereithalten. Die Frage ist eher, ob die Haupthindernisse erfolgreicher BI-Projekte, wie die alljährlich von Analysten kritisierte mangelnde BI-Strategie und die mangelnde Zusammenarbeit zwischen IT, Fachabteilungen und Vorstand, rasch beseitigt werden können.

„BEx weg, was nun?”, fragt Markus Sümmchen, Entwicklungsleiter von Cubeware (Bild: Cubeware)
Die bestehenden SAP Frontend-Tools sind laut Markus Sümmchen, Entwicklungsleiter von Cubeware, nicht besonders anwendungsfreundlich, aber SAP BW-Anwender haben schon viel Zeit in den Aufbau von BEx-Arbeitsmappen mit VBA-Erweiterungen oder die Implementierung von Web-Reports und BI-Applikationen mit dem BEx WebApplication-Designer investiert.
Sümmchen beschreibt seine BO-Alternative als eine auf SAP BW zertifizierte Best-of-Breed-Lösung für den Aufbau von Standard- und Ad-hoc-Analysen, für Planung und Forecasting sowie Reporting und Dashboarding, die speziell auch von Fachabteilungen einfach bedient werden können.
Sein Argument für den Umstieg: Cubewares BI-Frontend für SAP BW biete schon heute all die Funktionalitäten wie die BO-Komponenten Xcelsius, WebI und dem künftigen Pioneer in einem einzigen Produkt. Kunden schauen sich laut den Analysten derzeit jedenfalls verstärkt um günstige Alternativen um. Das gilt zumindest solange, bis SAP seine BI-Version weitgehend umgesetzt hat.
Cubeware auf der CeBIT
Cubeware präsentiert auf der CeBIT das erweitertes BI-Angebot für Microsoft-, IBM-, Infor- und SAP-Plattformen. Darunter ein neues Release von Cubeware Cockpit V6pro und Cubeware Importer mit interaktiver Kartenunterstützung, Mappings, Planungs-Workflows u.a.m.). Ebenfalls neu: das Frontend Cubeware Cockpit V6pro Free Limited und ETL IMP:Palo für den kostenfreien Einstieg in die Business-Intelligence-Welt. Cubeware findert man in Halle 5, Stand D35.



1/2012
8/2011
7/2011


bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. 