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Business Intelligence | CPM

Interview mit Reinhold Pfeifer und Herwig Fritzl, Management Facory

CPM als "Quelle der Wahrheit"

MONITOR sprach mit Mag. Reinhold Pfeifer, Geschäftsführer Management Factory, und Business Unit Manager Herwig Fritzl über die Chancen von IT-gestützter Unternehmensplanung in wirtschaftlichen stürmischen Zeiten.

„Weg vom ­Aktionismus in der Unternehmens­führung!” Mag. Reinhold Pfeifer, Geschäftsführer Management Factory (Bild: MF)

"Wirtschaftlich aussagekräftige Kennzahlen sind heute für Unternehmen ein ganz wichtiger Mehrwert", erläutert Reinhold Pfeifer, Geschäftsführer Management Factory. Solange das Geschäft gut läuft, könne man auch mit einem mangelhaften Berichtswesen und Managementfehlern leben, in dynamischen Unternehmenssituationen kann sich ein solcher Mangel aber als großer Hemmschuh erweisen. Schließlich müssen Planung und Strategie auf einem gesicherten Datenmaterial beruhen, das auch aktuelle Entwicklungen rasch einbeziehen kann.

"So muss man nicht nur bei krisenhaften Entwicklungen inzwischen mit stark verkürzten Planungszyklen rechnen", betont Herwig Fritzl, Business Unit Manager bei Managent Factory. Laut Fritzl gehe der Trend insgesamt immer stärker zu einer kurzfristigeren operativen Planung, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sogar bis zur wöchentlichen oder gar täglich durchgeführten "Szenariorechnung". Dieser Trend erfasse auch den Mittelstand ab etwa 50 Mio. Euro Jahresumsatz aufwärts.

Schnelle Daten für kurzfristige Planung

„Man darf sich bei der Planung nicht verzetteln.” Herwig Fritzl, Business Unit Manager Management Factory (Bild: MF)

Kürzere Zyklen bedeuten aber auch, dass der zeitliche Arbeitsaufwand für die Mitarbeiter reduziert werden muss. Hier spiele dann die technische Unterstützung eine wichtige Rolle, die nicht nur die Daten verfügbar mache, sondern auch bei der Auswertung helfe. "Damit kann man kürzere Planungszyklen und trotzdem eine langfristigere Sicht der Dinge erreichen", so Pfeifer.

Die Voraussetzungen dafür bilden eine einheitliche, transparente Datensicht quer über alle relevanten Unternehmensbereiche, sowie eine Softwarelösung, die diese Daten für die befassten Mitarbeiter schnell integriert darstellen und entsprechend visualisieren kann. "Um eine solche Lösung umzusetzen, ist aus unserer Erfahrung ein Mix aus Betriebswirtschafts-Know-how, technischem Wissen und viel Praxiserfahrung die bestmögliche Voraussetzung", meint Reinhold Pfeifer.

Beispiel Baumax

Ein Beispiel für diese Lösungskompetenz ist die Zusammenarbeit der Management Factory mit dem Baumarktbetreiber Baumax. Das Unternehmen ist derzeit in acht zentral- und südosteuropäischen Ländern mit rund 140 Baumärkten vertreten. Aufgrund der massiven Expansionstätigkeiten in Zentral- und Südosteuropa und einer SAP Einführung in den Expansionsländern kam es zu Engpässen im Management.

"Management Factory konnte durch die interimistische Übernahme von leitenden Managementpositionen im Bereich Rechnungswesen und Controlling sein Know-how einbringen und Baumax bei seinen Expansionstätigkeiten unterstützen", berichtet Reinhold Pfeifer. Im Zuge der einjährigen Projektdauer wurden die Einführung des SAP ERP Systems, die Einführung eines neuern Reportingsystems und die Erstellung von strategischen Planungsrechnungen des Konzerns maßgeblich mitgestaltet.

Ein interessanter Aspekt war dabei, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der einzelnen Baumärkte transparent zu machen und zu einem "gesunden" Wettbewerb anzuspornen. "Das Ziel von Baumarkt war es, ein nachhaltiges Wachstum zu erreichen", so Fritzl. "Deshalb wurde ein Benchmarking für alle Baumärkte entwickelt. Im Zuge des Projekts wurden 40 Kennzahlen ermittelt und in ein Vergleichsmodell eingebunden." Auf diese Weise kann das Management trotz unterschiedlicher regionaler Märkte und wirtschaftlicher Entwicklungen die Performance des jeweils einzelnen Baumarkts im Verbund der 140 Filialen bestimmen und rasch Verbesserungspotential erkennen.

Softwarefragen

Der Markt für CPM-Software ist in den letzen Jahren durch einen starken Konsolidierungsprozess beeinflusst worden. Vor allem bei SAP-Anwendern ortet Pfeifer nach der Übernahme von Business Objects eine starke Verunsicherung. Unternehmen setzten außerdem zunehmend auf einen internen Konsolidierungsprozess bei dem man sich eher für Komplettanbieter entscheide als für das einzelne Planungstool.

Bei der Management Factory hat man sich, trotz der starken Microsoft-Verbundenheit, inzwischen noch IBM/Cognos ans Bord geholt. Ein ausschlaggebendes Argument dafür war die Komplettheit des Produktangebotes, so Fritzl, das sehr gut zur Zielgruppe der Management Factory passe.

www.mf.ag

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Dr. Christine Wahlmüller-Schiller ist freie Autorin und Kommunikationsberaterin, spezialisiert auf die IT- und Telekom-Branche. ..mehr..

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