Die Herausforderung, vor der Manager heute stehen, lässt sich grob in folgenden Punkten zusammenfassen: die rasante Zunahme zur Verfügung stehender Daten, von denen ein großer Anteil (etwa 80 %) in unstrukturierter Form vorliegt sowie der ständig wachsende Bedarf an schnelleren Entscheidungen.
Laut einer IBM-Studie sind aber, so Philipp Lindner: "70 % der Manager der Meinung, dass sich durch mangelnde Entscheidungsfindung das Unternehmensergebnis verschlechtert hat. Außerdem beruhen 42 % der Entscheidungen auf falschen Daten." Sein Fazit: "Der Bedarf für eine konsolidierte Sicht auf die Unternehmensdaten war noch nie größer als jetzt."
Aus Daten einen Wettbewerbsvorteil machen

„Unternehmens- übergreifende Lösungen liegen im Trend.” Philipp Lindner, IBM Global Business Services (Bild: IBM)
Der Weg dorthin lässt sich als eine Art Veredelungsprozess beschreiben. Aus der Fülle an Rohdaten werden relevante Informationen destilliert und in einen BI-Prozess überführt. Zu diesem Zweck hat man bei IBM mit "Business Analytics & Optimization" eine neue Service Line ins Leben gerufen, die in fünf Kompetenzbereiche das Vorgehensmodell abbildet:
- Informationsstrategie und Roadmap sowie Prozess- und Governance-Themen,
- Business Intelligence und Business Process Management,
- Advanced Analytics inklusive Vorhersage,
- Enterprise Information Management (Data Warehousing, Master Data Management u.a.),
- Content Management - vom Web- und Dokumentenmanagement bis zur Archivierung.
IBM hat zudem den Vorteil, nicht nur vom Beratungsansatz, sondern auch von der Lösungsseite ein Gesamtportfolio anbieten zu können. In den letzten Jahren hat man durch Zukäufe wie Cognos (BI), SPSS (Analyse und Prediction), Ilog (BPM) sein Softwareportfolio in diesem Segment zielgerichtet erweitert. Im Juni 2009 eröffnete das Unternehmen in Berlin das erste Europäisches Analytics Solution Center. "Mit Business Analytics & Optimization bündelt IBM ihr weltweites Wissen und ihre ganze Erfahrung rund um Information-Management", betont Linder.
Aktuelle Trends
Ein Trend ist laut Lidner, dass die Thematik jetzt viel unternehmensübergreifender gesehen wird: "Früher hat man hier oft auf Nischenprodukte gesetzt, jetzt möchte man eine Lösung aus einer Hand."
Ein besonders spannendes Segment, das für die nächsten Jahre zu einem Hauptthema werden wird, sind für Lindner Aufgabenstellungen rund um fortschrittliche Analyse und Optimierungsaufgaben wie die Simulation und Vorhersage von Geschäftstrends. "Durch die innovative Forschung auf dem Gebiet der Datenanalyse und Optimierung kann hier mit Lösungen von IBM eine proaktive statt einer reaktiven Strategie verfolgt werden", so Lindner.
Ein Beispiel wären vorhersagende Kundenanalysen zum Verbraucherverhalten: etwa das Erkennen von Kunden, die zum Mitbewerb abwandern könnten und bei denen aufgrund des Analyseergebnisses vorbeugend mit einem zusätzlichen Anreiz die Markentreue verstärkt wird.
- Es sammelt, versteht und verwendet strukturierte und unstrukturierte Information.
- Es setzt auf einen vernetzten Informationsaustausch.
- Es nützt relevante und zeitnahe Informationen.
- Es hinterfragt regelmäßig seinen eigenen Status quo.
- Es erweitert das Wissen und die Autorität der Mitarbeiter für die Entscheidungsfindung.
- Es trifft Vorhersagen und bereitet sich auf die Zukunft vor.




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Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. 