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Studie

Mehrheit der Unternehmen setzt auf Applikationsvirtualisierung

Laut einer aktuellen Studie der Brain Force Holding AG, einem Tochterunternehmen der Beko Holding AG, stellt für Unternehmen neben der Gewährleistung der Client-Sicherheit die Implementierung eines zentralisierten und kostensenkenden Client Management die größte Herausforderung dar.

(Bild: Brainforce)

Die Reduktion der IT-Kosten hat auch größte Priorität bei der Umsetzung eines modernen Arbeitsplatzes im Unternehmen. Für gut zwei Drittel der Unternehmen stellt die Applikationsvirtualisierung eine Alternative zur klassischen Softwareverteilung an Clients dar. Die Anwender in den Unternehmen setzen zudem die höchsten Ansprüche an verbesserte Service Levels sowie die schnelle Einführung von Applikationen. Für die Studie „Client und Application Management“ hat Brain Force im November 2009 2.000 Unternehmen aller Branchen und Größen in Deutschland und Österreich befragt.

Noch vor einigen Jahren wurde über die Anwendertauglichkeit von Applikationsvirtualisierung als Alternative zur klassischen Softwareverteilung an Clients heiß diskutiert. Heute ist Applikationsvirtualisierung in den Unternehmen dabei sich durchzusetzen und stellt eine von vielen Herausforderungen an die IT-Administratoren dar. Gefragt sind ferner die Einführung eines zentralisierten und standardisierten Client Managements, mit dem sich die IT-Kosten deutlich reduzieren lassen, und ein modernes Betriebssystem.

Modernisierung des Betriebssystems

41 % der befragten Unternehmen gaben an, innerhalb der kommenden zwölf Monate ihr Betriebssystem modernisieren zu wollen. Bereits bis Ende 2010 planen 17 % der Unternehmen, auf Windows 7 zu migrieren, weitere 18 % wollen dies im Jahr 2011 realisieren. Vom neuen Microsoft Betriebssystem erwarten sich die Unternehmen insbesondere eine höhere Leistungsfähigkeit, erhöhte Sicherheit sowie eine verbesserte Zugriffsmöglichkeit von unterwegs. Knapp die Hälfte der befragten Unternehmen (47 %) beabsichtigt, bis Ende 2011 Softwarekompatibilitäts-Tests durchzuführen, um zu prüfen, ob die aktuell eingesetzten Applikationen auch auf einem anderen Betriebssystem funktionsfähig sind.

Neben der Gewährleistung der Client-Sicherheit sehen die befragten Unternehmen vor allem zwei wesentliche Herausforderungen an eine leistungsfähige Client-Infrastruktur: Mit einem Mittelwert von 1,49 bewerteten die Unternehmen die Zentralisierung des Client Management als zweitwichtigste Anforderungen an eine Client-Infrastruktur, gefolgt von der Kostenreduzierung beim Client Management (Mittelwert 1,69) (1=sehr wichtig; 4=nicht wichtig).

Kommerzielle Lösungen zur Softwareverteilung stark verbreitet

In 87 % der von Brain Force befragten Unternehmen ist eine Lösung zur Softwareverteilung im Einsatz. Dabei verfügen mehr als 90 % der befragten Unternehmen mit mehr als 500 Clients über eine Lösung zur Softwareverteilung; hingegen setzen nur 60 % der Unternehmen mit maximal 500 Clients eine solche Lösung ein. Drei Viertel aller befragten Unternehmen nutzen eine kommerzielle Lösung.

Für 61 % der Unternehmen stellt die Applikationsvirtualisierung eine Alternative zur klassischen Softwareverteilung dar. Mehr als die Hälfte aller befragten Unternehmen (56 %) nutzen bereits ein Produkt zur Applikationsvirtualisierung. Das am häufigsten eingesetzte Produkt ist Citrix XenApp (27 %).

Nur ein Viertel der befragten Unternehmen setzt eine Software zur weitestgehend automatisierten Applikationspaketierung ein. In 21 % der Unternehmen erfolgt die Paketierung manuell, in 7 % gar nicht. Während 20 % der befragten Unternehmen mit maximal 500 Clients Applikationen nicht paketieren, ist dies nur bei fünf % der Unternehmen mit mehr als 500 Clients der Fall.

Client Security Management hat oberste Priorität

Die Mehrheit der befragten Unternehmen räumt der IT-Sicherheit die höchste Priorität ein. So bewerteten die Unternehmen auf einer Skala von 1 bis 4 die Gewährleistung der Client-Sicherheit mit einem Mittelwert von 1,35 als die mit Abstand wichtigste Anforderung an eine Client-Infrastruktur. Auch bei der Umsetzung eines modernen Arbeitsplatzes wurde die IT-Sicherheit mit 1,56 als größte Herausforderung vor der Reduktion der IT-Kosten und der Bereitstellung des mobilen Zugangs zum Firmennetzwerk erachtet (1=sehr große Herausforderung; 4=geringe Herausforderung). Zudem verfügen in den befragten Unternehmen Anti-Virus und Anti-Malware als Teil des Client und Application Managements über den höchsten Standardisierungsgrad, vor dem Betriebssystem und der Verteilung von Applikationen.

Im November 2009 hat Brain Force 2.000 Unternehmen aller Branchen und Größen in Deutschland und Österreich zum Thema Client und Application Management befragt. Von den teilnehmenden Unternehmen verfügen 24 % über maximal 500 Clients, 21 % über 501-1.000 Clients, 23 % über 1.001-2.500 Clients sowie 32 % über mehr als 2.500 Clients.

www.brainforce.com/umfrage

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MONITOR-Autoren
Dunja Koelwel

Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. ..mehr..

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