Jedes fünfte Unternehmen wird innerhalb des laufenden Jahres die Virtualisierung seiner Server weiter vorantreiben. Gründe für das Engagement sind in erster Linie die Konsolidierung von Servern, sinkende Total Cost of Ownership sowie eine höhere Flexibilität im Rechenzentrum.
Ebenfalls ein Fünftel der Unternehmen plant für 2010 einen Ausbau der Desktop-Virtualisierung. Als entscheidende Vorteile sehen die Teilnehmer der Studie vor allem ein schnelleres Einrichten von Desktops, einen verbesserten Datenzugriff für Mitarbeiter sowie Sicherheitsaspekte.
Insgesamt nutzen bereits 22 % der befragten Firmen Server-Virtualisierungstechnologien. Virtuelle Desktops sind bei 17 % unternehmensweit im Einsatz. Besonders deutlich zeigt die Studie auch das enorme Wachstumspotential auf: Nahezu die Hälfte aller Großunternehmen erklärten, Virtualisierungstechnologien zu „evaluieren“ oder zu „erproben“ (48 % bei Server-Virtualisierung, 47 % bei der Desktop-Virtualisierung).
Lediglich eine Minderheit von 10 % der Umfrageteilnehmer beschäftigt sich derzeit noch nicht mit dem Thema. Nichtsdestotrotz wollen 47 % der bis dato zurückhaltenden Unternehmen im Laufe des Jahres mit Server-Virtualisierungsprojekten beginnen. In puncto Desktop-Virtualisierung planen dies 42 % der Auskunftgeber.
Die Investitionen und der voraussichtliche Return-on-Investment (ROI) werden in Sachen Virtualisierung zwischen 2010 und 2014 ebenfalls deutlich steigen, so ein weiteres Resultat der Erhebung. So wird sich der Anteil der geplanten Investitionen in Virtualisierungsprojekte von 15 % der gesamten IT-Erlöse in 2010 voraussichtlich auf 20 % im Jahr 2014 erhöhen. In der gleichen Zeitspanne werden laut Prognose auch die Einsparungen dank Virtualisierungen um 11 %punkte steigen - von 25 % auf 36 % des verfügbaren IT-Budgets.
Jeweils zirka ein Drittel der IT-Verantwortlichen gab an, sowohl Server-Virtualisierung (68 %) als auch Desktop-Virtualisierung (66 %) intensiv im Unternehmen zu nutzen. Nach wie vor handelt es sich bei der Server-Virtualisierung um die reifere der beiden Technologien. Die Desktop-Virtualisierung befindet sich dazu vergleichsweise noch oft in der Evaluations- und Testphase innerhalb der Unternehmen. Andererseits sehen IT-Verantwortliche die Desktop-Virtualisierung als Technologie mit dem größeren Wachstumspotential. Dies liegt nicht zuletzt auch an der großen Anzahl der Desktops, Laptops und anderer Endgeräte im Unternehmen, verglichen mit der verhältnismäßig geringen Menge an Servern.
Am häufigsten genannte Vorteile
Die von den befragten Unternehmen am häufigsten genannten Vorteile der Desktop Virtualisierung sind:
- Schnelles Einrichten von Desktops (65 %)
- Orts- und geräteunabhängige Nutzung (64 %)
- Datensicherheit und Zugriffskontrolle (62 %)
- Geringere Total Cost of Ownership (55 %)
- Vereinfachte Migration (48 %)
- Energieeinsparungen und/oder Green-IT (35 %)
„Die Virtualisierung ist eine treibende Kraft für die Veränderungen in der Unternehmens-IT. Allein die Server-Virtualisierung hat bislang schon einen beachtlichen Beitrag zu mehr Effizienz geleistet, obwohl die Technologie selbst noch verhältnismäßig jung ist. Es spricht vieles dafür, dass 2010 das Jahr der Virtualisierung sein wird. Wir befinden uns gerade am Wendepunkt, an dem IT-Verantwortliche die Testphasen abschließen und die Technologie endgültig als Teil ihrer IT-Strategie einführen“, erläutert Peter Hanke, Managing Director Austria von Citrix Systems. „Die Ergebnisse des Citrix Virtualisation Index zeigen ganz deutlich, was CIOs heute über das Thema denken“, so Hanke weiter.
Beim Citrix Virtualisation Index handelt es sich um eine unabhängig durchgeführte Studie. Dabei wurden 700 IT-Verantwortliche (CIOs) von Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern in Deutschland, USA, Kanada, UK und Japan befragt.


7/2011
6/2011
5/2011


Dr. Manfred Wöhrl ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science, www.rics.at), spezialisiert auf Securitychecks und Security-Consulting. 