28-1-2010 Gedruckt am 27-11-2014 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/12460

Software as a Service

CRM-Anbieter update ändert Geschäftsmodell

CRM-Spezialist update setzt mit update.revolution in Zukunft auf ein SaaS-Modell. Der Kunde wird in Hinkunft nur mehr für die Nutzung auf Mietbasis bezahlen. Das neue Geschäftsmodell wurde heute in Wien präsentiert.

Dominik Troger

Treiber für das neue Geschäftsmodell sind langfristige Analystenprognosen, die im Software as a Service-Markt in den nächsten Jahren große Wachstumsraten sehen. Treiber für die neue strategische Ausrichtung war aber auch ein schwieriges Geschäftsumfeld 2009, bei dem vor allem das Neukundengeschäft deutlich zurückgegangen ist. Der update Jahresumsatz 2009 belief sich auf 31,3 Mio. Euro, was einen Umsatzrückgang von 14,5 % gegenüber 2008 bedeutet.

Um das SaaS-Angebot, bei dem der Kunde unter unterschiedlichen Tarifen und Service Level Agreements wählen kann, attraktiv zu machen, übernimmt update auch das Projektrisiko. „Der Kunde zahlt keine Beratung, kein Customizing, keinen Support – er zahlt nur die Nutzung seiner individuellen Lösung, die wir für ihn zusammenstellen und betreiben“, erläutert Thomas Deutschmann, CEO der update software AG.

update fokussiert mit seinen update.revolution CRM-Lösungen die Branchen Life Sciences, Financial Services und Industry Solutions. Von herkömmlichen SaaS-Angeboten unterscheidet sich update.revolution, so Deutschmann, durch die Tiefe, in der es individuelle Geschäftsprozesse eines Unternehmens abbilden kann, und dadurch, dass höchste Ansprüche an Datensicherheit und Verfügbarkeit erfüllt werden. Das Programm läuft auf sechs dedizierten Servern in einem Rechenzentrum von IBM Deutschland in Ehningen bei Stuttgart.

update.revolution besteht aus den drei Phasen Assessment, Setup und Enhancement, soll  innerhalb von 20 Tagen produktiv sein. Es kann anschließend jederzeit an sich verändernde Bedürfnisse des Anwenders angepasst werden. In der ersten Assessment-Phase ermittelt ein Kundenbetreuer in einer computergestützten Analyse, welche Ziele der Kunde hat, welche Branchenprozesse und modularen Funktionen dazu nötig sind und welche Interoperabilität mit anderen Systemen wie etwa ERP, Groupware oder Telefonanlage erforderlich ist.

In der folgenden Setup-Phase werden in einem Workshop zusammen mit den Key-Usern die detaillierten Anforderungen an die Prozesse und Schnittstellen erarbeitet und Schulungen durchgeführt. Sind alle notwendigen Datenquellen, Front- und Backend-Systeme angebunden, erfolgt die Inbetriebnahme der individuellen Lösung.

Die anschließende kontinuierliche Enhancement-Phase sieht regelmäßige Überprüfungen vor, ob die individualisierte Lösung dem tatsächlichen Bedarf noch gerecht wird oder ob neuerliche Anpassungen sinnvoll sind.

update bietet sein SaaS-Modell mit drei aufsteigenden Servicelevels an. Der gewählte Servicelevel beeinflusst unter anderem den Grad der Individualisierbarkeit und die Häufigkeit der Anpassungszyklen in der Enhancement-Phase. Die Aufwände, die mit Betrieb, Wartung und Support für die Software zusammenhängen, entfallen für alle update.revolution Kunden. Der Preis variiert je nach Angebot, und soll im Schnitt bei etwa 80 bis 180 Euro pro User/Monat liegen.

www.update.com 

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