29-12-2009 Gedruckt am 22-10-2014 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/12373

Interview

AEG Power Solutions forciert österreichischen Markt

AEG Power Solutions ist im Jahre 2009 in den österreichischen Markt für USV-Anlagen eingestiegen. MONITOR sprach mit Horst Münnich, Channel Manager Deutschland, Österreich, Schweiz bei AEG PS, über die Strategie des Unternehmens und aktuelle Entwicklungen im USV-Bereich.

Dominik Troger

Herr Münich, was sind die Ziele von AEG Power Solutions für Österreich?

Münich: Das Ziel heißt Beständigkeit. Mit 60 Jahre Know-how, ausgereiften Produkte und der Wahl der richtigen Partner sichern die Produkte von AEG Power Solutions dem Anwender dauerhaft hohe Qualität. Für den Fachhandel sieht AEG PS die aktive Projektunterstützung und den technischen Support im Vordergrund, schließlich sind dies umsatz- und margenrelevante Faktoren. Mit diesem Fokus, einem umfassenden Produktportfolio und durch die direkte Betreuung der Partner will AEG Power Solutions Voraussetzungen schaffen, die der Fachhandel für ein erfolgreiches Business braucht.

Wie ist der Vertrieb organisiert?

Münich: Mit dem rein indirekten Vertrieb der Kompaktklasse (500 bis 24.000 VA) werden interessierte Fachhandelspartner adressiert – seit neuestem auch über die Actebis Computerhandels GmbH und über den regional agierenden Guntramsdorfer Distributionspartner dicom Computer Vertriebsgesellschaft mbH. Auch erste Systemhäuser konnten bereits als Partner gewonnen werden, weitere sollen folgen. Der Fokus liegt bei der Auswahl auf kleinen und mittleren Unternehmen aus dem Storage und Serverumfeld.

Was sind derzeit die aktuellesten Themen im USV-Sektor?

Münich: Im USV-Sektor bewegt sich gegenwärtig eine ganze Menge. Vor allem sind es fünf Trends, die für erweiterte Funktionsumfänge, flexible Einsatzoptionen und Kosteneinsparungen sorgen. Dazu zählen flexible Anwendungsgebiete für IT-USVs, weiters Punkte wie Modularität, Redundanz und Flexibilität, Remote Monitoring, zusätzliche Sicherheitseinrichtungen und Green-IT.

Waren kompakte USV-Anlagen beispielsweise früher nahezu ausschließlich im IT-Bereich angesiedelt, können sie heute dank gesteigerter Leistungsdaten und kompakter Bauweise auch direkt in Industrieschränken mit 600 mm Tiefe eingesetzt werden. Über Leistung und Überbrückungszeit hinaus sind außerdem Industrietauglichkeit, also Widerstandsfähigkeit und Zuverlässigkeit, Qualitätskriterien, von denen unsere Kunden profitieren.

Welche Rolle spielen dabei Modularität und Skalierbarkeit?

Münich: Modular aufgebaute Anlagen können in ihren Leistungsdaten skaliert werden, um steigenden Lastanforderungen flexibel gerecht zu werden. „Hot Swapping“-fähige Module erlauben es sogar, den Leistungsumfang im laufenden Betrieb zu erweitern oder das Sicherheitsniveau durch Redundanz zu erhöhen. 19“ Racks erleichtern die Integration der USVs in die IT-Landschaft: eine systematische Verkabelung und der platzsparende Einbau vereinfachen eine dynamische Anpassung der unterbrechungsfreien Stromversorgung an wachsende Netzwerkstrukturen.

Dank SNMP-Karten ist außerdem die vollständige USV- Einbindung in Netzwerkstrukturen möglich. Sie werden über das SNMP-Protokoll zentral und browserbasiert gesteuert, ausgelesen und überwacht. Gleichzeitig können wichtige Daten aus dem Serverumfeld wie Temperatur, Rauchentwicklung und Zugangskontrolle in die Monitorings einbezogen werden. Der USV-Status erscheint dann als ein Parameter innerhalb der grafisch aufbereiteten USV-Management Software und ist so Teil einer umfassenden Netzwerkverwaltung.

Wie steht es dabei um die Sicherheit?

Münich: Die browserbasierte Remote-Administration von USVs ist praktisch, kann aber zu einem Sicherheitsrisiko werden. Zugriffskontrolle und SSL-Verschlüsselung sind daher für Versicherungen, Banken oder Unternehmen mit sensibler IT-Infrastruktur unerlässlich, damit das SNMP-Protokoll nicht zum Einfallstor für Angriffe von Außen wird. Im Rahmen eines Pilotprojektes in Deutschland haben wir ein schlüsselfertiges Sicherheitspaket entwickelt, mit dem die USVs in ein geschütztes Intranet integriert werden.

Bleibt noch Green-IT als Stichwort …

Münich: USV-Anlagen bieten Sicherheit bei Spannungsschwankungen und Stromausfall. Sie sorgen für sauberen Strom, der einen schonenden und verschleißärmeren Betrieb von Hardware und Industrieanlagen gewährleistet. Heute ist es bei den USV-Anlagen höherer Leistung technologisch machbar und betriebswirtschaftlich wichtig, diese Assets nicht mit höherem Energieverbrauch teuer zu bezahlen. Daher werden USVs im Online-Betrieb zunehmend so gefahren, dass der Wechselrichter nur im Fall einer vorher definierten Spannungs- und Frequenzabweichung aktiviert wird.

Wir nennen diese Technologie „ecoMode+“: Im Normalbetrieb liegt eine direkte Versorgung aus dem Netz an, wobei die Rückschaltung in diesen Normalbetrieb automatisch und unterbrechungsfrei erfolgt. Hierdurch wird ein Wirkungsgrad von 98 % erreicht. ecoMode+ ist auch nachrüstbar, sodass auch ältere Anlagen im Bereich der Energieeffizienz auf den neuesten Stand gebracht werden können. So trägt Umweltschutz dazu bei, dass sich – ältere wie neue – USVs deutlich schneller amortisieren.

Herzlichen Dank für das Gespräch.

www.aegpartnernet.de

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