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Case Study

Orange: Komplexe Speicherlandschaft für SAN, NAS, Archiv und Backup

Die EMC Computer Systems Austria GmbH erhielt den Auftrag für die Lieferung einer komplett neuen, vierstufigen Speicherlandschaft für Orange. Im Rahmen des Re-Insourcings der IT des Mobilfunkers konnte das komplexe Projekt nach nur drei Monaten Planung und drei Monaten Implementierung erfolgreich abgeschlossen werden.

Orange setzte auf EMC (Bild: Orange)

Österreich ist nicht nur einer der höchst entwickelten Mobilfunkmärkte der Welt, sondern auch einer der kompetitivsten. Um als Anbieter in einem so herausfordernden Marktumfeld wirtschaftlich erfolgreich zu agieren, sind eine innovative technische Infrastruktur, innovative Produkte und Services, aber auch schlanke und effiziente Prozesse gefordert.

Ein Schlüssel zu diesen Kardinaltugenden des Mobilfunks ist eine schlagkräftige, aber kostenoptimierte IT. Nach der Übernahme des bis 2008 unter ONE firmierenden Mobilfunkers durch die France-Telecom-Tochter Orange, einem Big Player am weltweiten Mobilfunkmarkt, begann man mit dem Ausloten weiterer Optimierungspotenziale im Unternehmen. Ein Ergebnis davon war, dass man sich zu einem Re-Insourcing eines Großteils der IT entschloss.

Was dem heimgeholten IT-Equipment fehlte, war die gesamte Storage- und Backup-Infrastruktur. Denn dieser Bereich war vor der Übersiedlung auf einer geteilten Speicherplattform des ehemaligen Outsourcing-Partners gelaufen. Daher musste gleichzeitig mit der Rückholung auch eine Storage-Neuanschaffung geplant werden. Ursprünglich hatte  Orange vor, die Plattform des Outsourcers, die aus Komponenten mehrerer Hersteller bestand, „eins zu eins“ nachzubauen. EMC wurde aufgefordert, ein Angebot für den Highend-Storage für hochkritische Systeme zu legen. „Wir wollten möglichst wenig an der Architektur verändern, um das Risiko so gering wie möglich zu halten“, erläutert Peter Filka, IT-Leiter bei Orange, „Eine logische Entscheidung, denn auch beim Outsourcer ist dieser Bereich auf einer EMC-Plattform gelaufen.“

Eine vierstufige Lösung

Die einzelnen Ebenen der vierstufigen Speicherlandschaft wurden aufeinander abgestimmt und an die Anforderungen von Orange angepasst. Die erste Ebene besteht aus dem SAN-basierten Highend-Storage, der zur Gewährleistung der Ausfallsicherheit gespiegelt an beiden Rechenzentrenstandorten eingerichtet wurde. Es besteht aus zwei EMC Symmetrix DMX-4 Enterprise Networked Storage-Systemen in einer Konfiguration mit je rund 20 Terabyte Speicher. Die Systeme sind derzeit mit Fibrechannel (FC)-Platten ausgestattet, für den Bereich Billing wird bei Orange aber bereits die neueste Flash-Speichertechnologie evaluiert, die deutliche Performance-Steigerungen bringt. Die SAN-Infrastruktur wird von vier EMC Connectrix 4Gbit-Switches gebildet.

Die Plattform für den Midrange-Storage bildet das hochverfügbare und bis auf 231 Terabyte nahtlos skalierbare Netzwerkspeicher-System EMC CLARiiON CX4-240C, das mit innovativen Technologien wie EMC Virtual Provisioning, einem 64-Bit-Betriebssystem und Multi-Core-Prozessoren ausgestattet ist. Bei Orange beherbergt das System sowohl den SAN-Storage der zweiten Ebene für weniger kritische Systeme (Trouble Ticketing, Datenauswertungen oder Test und Entwicklung) als auch den NAS-Storage der dritten Ebene für File-Services und Benutzerverzeichnisse.

Die vierte und letzte Ebene bildet die Archivlösung für SAP-Dokumente, gescannte Dokumente und E-Mails. Sie wird von zwei gespiegelten EMC Centera Plattformen zu je sieben Terabyte gebildet. Durch die integrierte CAS (Content Addressed Storage)-Technologie ist die Centera eine besonders effiziente Archivierungslösung. Bei Orange kommt auch die Centera Governance Edition zum Einsatz, eine Software, die das Speichern und das Management elektronischer Datensätze sowohl mit internen Governance-Anforderungen als auch externen Compliance-Anforderungen in Einklang bringt. Eine willkommene Hilfe, betont Filka, muss er sich doch zurzeit „mit einem regelrechten Stakkato immer neuer Compliance-Bestimmungen“ auseinandersetzen.

Zweistufiges Backup

Ein zweistufiges Backup-System ermöglicht im Fall der Fälle eine rasche und sichere Daten- und Systemwiederherstellung. In der ersten Stufe werden die Backups auf schnelle Plattenspeicher geschrieben. Die Plattform dafür bildet ebenfalls ein CLARiiON CX4-240C System. In der zweiten Stufe werden die Sicherungen dann auf eine Quantum Tape Library mit zwölf LTO-4-Laufwerken und 800 Slots ausgespielt. Zentral verwaltet wird der gesamte Backup-Prozess von EMC NetWorker, einer anwenderfreundlichen Backup-Software, die sehr schnelle Sicherungen der kompletten Systemlandschaft von Orange ermöglicht.

„Die Verminderung der Komplexität unserer Speicherlösung war uns ein wichtiges Anliegen. Ein wesentliches Kriterium bei der Entscheidung waren die Kosten. Hier war die EMC überaus konkurrenzfähig. Außerdem hatte ich mit den EMC-Tools für die Datenmigration in der Vergangenheit bereits gute Erfahrungen gemacht, und wusste, dass das problemlos funktioniert“, so Filka.

www.emc2.at

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MONITOR-Autoren
Mag. Carl-Markus Piswanger

Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. ..mehr..

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