Wie schätzt IDC die Marktentwicklung von Security-Software in Westeuropa und Österreich ein?
Der Markt in Westeuropa wird trotz schwierigen wirtschaftlichen Umfelds 2009 und in den darauf folgenden Jahren wachsen, aber nur mehr einstellig. Für 2009 hatten wir ursprünglich ein Wachstum von 13,8% prognostiziert, nach Anpassung unserer Planung aufgrund des wirtschaftlichen Einbruchs im Herbst 2008 werden es wohl nur mehr knapp über 8% sein. In Österreich wird das Marktvolumen für Security Software für 2009 rund 132 Mio. Euro betragen und es wird weiter moderat wachsen.
Welche großen Markttrends sehen Sie?
Die aktuellen Trends zeigen eine verstärkte Wettbewerbssituation unter den Anbietern und eine langfristige Veränderung des Angebotes zu Security as a Service. Besonders Anbieter im Segment Secure Content and Threat Management sind davon betroffen. Der Trend zur Konsolidierung unter den Anbietern, aber auch beim Produktportfolio wird anhalten.
Welche Themen treiben den Markt?
Die zunehmende Mobilität ist nach wie vor ein ganz großer Markttreiber im Securityumfeld und die Regulierungsthematik spielt eine zunehmende Rolle. Die marktwirtschaftlich organisierte Internet-Kriminalität sorgt beständig für neue Bedrohungsszenarien.
Wie sehen Sie die Situation der Anbieter?
2009 war für die meisten Security-Anbieter ein schwieriges Jahr, in dem sie vom Markt, von den Shareholdern aber auch von den Kunden einer kritischen Prüfung unterzogen worden sind. Ein kontrolliertes Vorgehen im Markt war ebenso wichtig wie langfristige Partner- und Kundenbeziehungen. Für Kunden ergibt sich daraus natürlich die Option, Preisnachlässe zu verhandeln.
Birgt das auch eine Gefahr?
Man darf nicht vergessen, dass die Security-Anbieter die Speerspitze gegen die Internet-Kriminalität darstellen. Die Anbieter sind ein wichtiger Bestandteil eines globalen Sicherheitssystems, weil sie auch sehr viel Geld in Forschungszwecke und das Bereitstellen aktueller beziehungsweise neuer Lösungen investieren. Diese Aufgabe kann keine öffentliche Behörde übernehmen.
Was raten Sie Security-Anbietern für das Jahr 2010?
In Anbetracht der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sollte man wie 2009 von einer gesicherten Basis aus agieren. Security as a Service wird immer wichtiger werden.
Der Titel der besprochenen Studie lautet "Western European Security Software Forecast and Analysis, 2008 - 2012". Mehr Infos unter www.idc.com.




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