Die Boosterkarte des in Utah, USA, ansässigen Unternehmens Fusion-io soll die Verarbeitungsgeschwindigkeit von Datenbanken im Vergleich zu herkömmlichen NAS, SAN oder DAS-Systemen um Größenordnungen steigern.
Die auf der NAND-Flash-Speicher basierenden Beschleuniger ioDrive und ioDrive Duo sind in Größen von 80 bis 640 Gigabyte, basierend auf einheitlichen Modulen, verfügbar. Sie erreichen je nach Typ Bandbreiten zwischen 500 und 1400 MB/Sek. im Schreibmodus bzw. 700MB bis 1,5 GB/Sek. im Lesemodus bei sehr geringen Latenzzeiten.
Dabei können bis zu 104.000 IOPS (Input/Output Operations per Second) ausgeführt werden. Hersteller Fusion-io gibt an, dass sich durch den Einsatz einer einzigen Fusion-ioDrive-Karte bis zu 600 Festplatten (einschließlich der redundanten Systeme und der Harddisks der peripheren Rechner) einsparen lassen. Das wiederum bedeute etwa 10 kW Stromersparnis beziehungsweise bei Servern im Dauerbetrieb 90.000KW/h im Jahr. Auch der Platzbedarf verringere sich erheblich und reduziert damit den Bedarf an Klimatisierung und Notstromversorgung im Rechenzentrum.
Die neue OCTO-Karte ist eine Erweiterung der bestehenden DUO-Karte, die statt der bisherigen zwei ganze acht Module fasst. Durch ihren Einsatz konnten laut Anbieter in einem Rechenzentrum 121 Schränke auf sechs Schränke mit entsprechenden Energieeinsparungen optimiert werden. Bei der rpm GmbH., die den Alleinvertrieb von Fusion-io für Österreich besorgt, liegen die Preise für ioDrives im Bereich zwischen 3.000 und etwa 30.000 Euro.
„Derzeit empfehlen wir ioDrives nur für Fileservergrößen bis zu etwa drei Terabyte", verweist rpm-Verkaufsmanager Christian Hopfgartner darauf, dass 80% aller heimischen Datenbankfileserver ohnehin nicht mehr als rund zwei Terabyte benötigen.



7/2011
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Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. 