1-12-2009 Gedruckt am 24-10-2014 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/12287

Studie

Dokumentenmanagement: Umweltbewusstsein "ausgeschaltet"?

Führungskräfte europäischer Unternehmen vergeben häufig die Chance, sowohl die Effizienz als auch die Umweltbilanz ihres Unternehmens durch ein zentralisiertes Dokumentenmanagement zu verbessern. Dies zeigt eine aktuelle Studie, die Coleman Parkes Research im Auftrag von Ricoh, einem Lösungsanbieter für unter­nehmensweites Dokumentenmanagement, durchgeführt hat.

67 % der Führungskräfte europäischer Unternehmen setzen sich zwar konkrete Ziele beim Dokumentenmanagement, so die Studie des Marktforschungsinstituts Coleman Parkes Research. Doch nur 41 % von ihnen berücksichtigen in ihren Strategien auch Umweltaspekte wie zum Beispiel Energieeffizienz und Recycling. Sie unterschätzen dabei die positiven Auswirkungen, die eine Kostenreduzierung auch auf die Unternehmensziele im Bereich Nachhaltigkeit haben kann.

Ein weiteres Untersuchungsergebnis: Die meisten Unternehmen gehen ihr Dokumentenmanagement dezentralisiert an und nur 39 % haben diesbezüglich überhaupt eine konkrete Strategie umgesetzt. Eine Überlegung, die dabei nicht in Betracht gezogen wird, ist, dass sich mit einer zentralisierten Lösung eine unmittelbare, positive Wirkung in punkto Nachhaltigkeit erzielen lässt. Denn ein zentralisierter Ansatz mit neu gestalteten Prozessen für ein massgeschneidertes, unternehmensweites Dokumentenmanagement bietet kurz- und langfristige Vorteile: Kostensenkungen, geringere Umweltbelastungen, erhöhte Dokumentensicherheit und eine bessere Ressourcen­vertei­lung. Somit können sich Führungskräfte besser auf die Weiterentwicklung des eigentlichen Kerngeschäftes konzentrieren.

Zum Thema Papiersparen legt die Studie folgende Zahlen vor: 32 % der Führungskräfte geben an, dass ihre Mitarbeiter hinsichtlich Duplex-Drucks keine Vor­gaben einhalten müssen, und nur 18 % der Unternehmen haben eine unternehmensweite Regelung dazu. Nahezu die Hälfte (47 %) der europäischen Führungskräfte kennen die Recycling-Richtlinien ihres Unternehmens nicht, und 40 % der Führungskräfte kennen die Richtlinien ihres Unternehmens für das Recycling von Toner nicht. Bei der Frage, ob ihre Mitarbeiter beim Drucken und Kopieren umweltfreundliche Aspekte berücksichtigen, beurteilten die Vorgesetzten ihre Mitarbeiter mit durchschnittlich 5,5 auf einer Skala von 10 (ist ihnen sehr wichtig) bis 1 (ist ihnen überhaupt nicht wichtig).

Wenn es um Nachhaltigkeit beim Dokumentenmanagement geht, gibt es große Unterschiede zwischen den in der Studie untersuchten sieben europäischen Ländern. Frankreich führt die Liste an, UK und Irland sind die Schlusslichter. Deutschland rangiert auf dem dritten Platz. Keines der Länder hat jedoch bei den untersuchten Parametern wie Recycling, allgemeine Umweltziele und Anwender­verhalten mehr als 50 % auf der Skala der möglichen Gesamtpunktzahl für Umweltfreundlichkeit erreicht. Bei der Reduzierung des Umwelteinflusses gibt es also insgesamt noch deutlich Spielraum für Verbesserungen.

http://research.ricoh-europe.com/de

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