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Neu strukturiert

HP mit Enterprise Server, Storage & Network Group (ESSN)

HP hat nach einer internen Umstrukturierung eine Enterprise Server, Storage & Network Group (ESSN) geschaffen, die in Österreich seit Anfang November von Dieter Kittenberger geleitet wird. Er erläutert im MONITOR-Interview die Ziele und Angebote der Gruppe.

Dipl.-Ing. Dieter Kittenberger leitet bei HP Österreich seit Anfang November die neu strukturierte Enterprise Server, Storage & Network Group (Bild: HP)

„Wir haben nun in unserer Gruppe den zugehörigen Vertrieb, die Partner und auch das Marketing vereint, was die Darstellung unserer Angebote und Leistungen bei Kunden sicherlich weiter verbessern wird“, freut sich Kittenberger über die Neudefinition der Gruppe im Unternehmen. Überdies erwarte er von der nun angekündigten Übernahme von 3Com eine weitere Ergänzung insbesondere im Hinblick auf Security-Angebote. Kern der breiten Angebotspalette der Gruppe ist die kürzlich angekündigte neue Architektur (HP Converged Infrastructure) für konvergente Infrastrukturen.

„Der Begriff der Converged Infrastructure ist die logische Weiterentwicklung unseres bisherigen Angebots der Adaptive Infrastructure“, erläutert der Country Manager. Wenn allenthalben über Cloud-Computing gesprochen werde, dann bedeute dies in erster Linie auch, dass für die so angebotenen Services geeignete Infrastrukturen zur Verfügung stehen müssten. Auch belege eine vom Unternehmen durchgeführte Studie, dass gerade in der unberechenbaren Konjunkturentwicklung der nächsten Jahre eine hohe Flexibilität der IT entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens sein werde.

Vier Ebenen definiert

Converged Infrastructure (CI) integriert bisher isolierte IT-Domänen für Applikationen, Rechner, Speicher, Netzwerke und Gebäuderessourcen und beseitigt die mit der Silo-Struktur verbundene Komplexität. Durch ein einheitliches Management werden alle IT-Komponenten Teil eines Ressourcen-Pools, der geteilt, kombiniert und geändert werden kann, um dynamisch jede Geschäfts- oder Applikations-Anforderung zu erfüllen. „Da die Vorhaltung von Infrastruktur teuer ist, ist unser Ziel, die vorhandenen Kapazitäten so gut wie möglich auszulasten“, erklärt Kittenberger. Der Ressourcen-Einsatz wird dabei so optimiert, dass die Auslastung verbessert, sowie Energieverbrauch und Kosten gesenkt werden. Auch gelte es, so der Country Manager, neue Services schnell entwickeln und freischalten zu können.

Die erste der vier definierten Ebenen der CI betrifft die einheitliche Management-Plattform (Infrastructure Operating Environment; IOE). Den Kern dazu bildet die Suite Insight Software (Systems Insight Manager, Insight Control, Insight Dynamics), die jetzt durchgehend in der Version 6.0 vorliegt. „Neu ist hier, dass nun auch die Hochverfügbarkeits-Server der Integrity-Familie voll unterstützt werden.“ Bisher war der Einsatzbereich nämlich nur auf die x86-Server der ProLiant-Familie beschränkt.

Die zweite Ebene ist die sogenannte FlexFabric, die Beschränkungen von hierarchischen Netzwerk-Strukturen und separatem Netzwerk-Management überwinden hilft, indem sie bei Bedarf tausende von Servern und Speicherlösungen in einem virtualisierten, hochleistungsfähigen Netzwerk zusammenschließt und orchestriert. „Den Begriff der Fabrik haben wir hier bewusst gewählt, denn auch in einer Fabrik gilt es, rasch auf veränderte Produktionsanforderungen reagieren zu können“, so Kittenberger. FlexFabric verbindet die Technologie, Management-Werkzeuge und Partner-Ökosysteme von ProCurve und Virtual Connect (VC).

Als dritte Ebene wurden die Virtual Resource Pools definiert, ein sogenanntes Shared-Services-Modell. Das sind virtualisierte Bündel von gemeinsam genutzten Server-, Speicher- und Netzwerk-Kapazitäten, die quasi auf Abruf Applikationsanforderungen bedienen können. Als vierte Ebene dient letztlich das Data Center Smart Grid: Hardware, Software und Dienstleistungen zum Aufbau eines intelligenten Energie-Managements für das gesamte Rechenzentrum. Es sammelt und überwacht bei Bedarf Energie- und Temperaturmessungen in Echtzeit.

Neue Consulting-Dienstleistungen

Ab Ende Jänner 2010 soll die Palette noch durch neue Beratungsangebote ergänzt werden. Grundlage dafür sind Erfahrungen aus unzähligen Projekten in den Bereichen Shared Services, Cloud Computing und Data Center Transformation. „Die vordefinierten Services sollen Kunden beim Übergang von einer heterogenen in eine hochflexible konvergente Infrastruktur helfen“, blickt Kittenberger in die Zukunft. Zu den neuen Angeboten zählen ein- bis zweitägige Workshops, Proof-of-concept Demonstrationen des BladeSystem Matrix sowie Planung und Implementierung entsprechender Converged Infrastructure Lösungen.

www.hp.com/go/convergedinfrastructure

HP-Studie: Permanente Unsicherheit erfordert flexible IT

Den aktuellen Bedarf für Converged Infrastructure belegt eine von HP in Auftrag gegebene globale Studie: Demnach sind Unternehmen in aller Welt darauf angewiesen, dass ihre IT sie dabei unterstützt, in einer permanent unsicheren Wirtschaftslage erfolgreich zu sein. Über 90 % der befragten Führungskräfte gehen davon aus, dass die Konjunkturentwicklung in den nächsten Jahren unkalkulierbar bleiben wird. Gleichzeitig meinen drei Viertel der Befragten, dass ihre IT ein Fundament ihres Geschäftserfolgs ist. Die Konsequenz: die IT muss sich viel flexibler als bisher an Marktentwicklungen ausrichten lassen (80 %). Auch Innovation wird von der großen Mehrheit der Geschäftsentscheider als kritischer Erfolgsfaktor in der neuen ökonomischen Realität angesehen (84 %).

Weitere Ergebnisse der Studie sind verfügbar unter www.hp.com/go/HPEnterpriseResearch09

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MONITOR-Autoren
Mag. Dominik Troger

Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. ..mehr..

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