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Bücher

Spannung und Entspannung

An Spannung mangelt es auch im trüben Herbst nicht, die Verlage sorgen für Nachschub. Wer dagegen auch Entspannung sucht, der sei auf die neue DVD-Kollektion der Laurel und Hardy-Klassiker hingewiesen.

Ein tödlicher Giftgasanschlag auf die Familie des schwedischen Eishockey-Idols Sebastian Söderström erschüttert die Ferienidylle Marbella. Ganz Schweden ist entsetzt von der Brutalität der Morde und trauert um den Star. Die Journalistin Annika Bengtzon fliegt nach Marbella und recherchiert in der Welt der Superreichen, die zurückgezogen hinter hohen Mauern und umgeben von den teuersten Alarmeinrichtungen ein Leben in scheinbarer Sicherheit führen. In diesem Kosmos der glatten Oberflächen und gekühlten Räume ist Schweigen Gold, Geheimnisse werden über Generationen bewahrt. Die spanische Polizei gibt den Fall schon bald resigniert auf. Doch Annika Bengtzon lässt sich nicht so leicht abweisen.

Liza Marklund: Kalter Süden. Ullstein, 2009

 

Atmosphärisch dichte kriminelle Geschichten in und um Freiburg liefert auch Oliver Bottini. In den im Fischer Verlag erschienen Büchern „Im Auftrag der Väter“ und „Jäger in der Nacht“ sind ihm wieder spannende Geschichten für lange Herbst- und Winterabende gelungen.
Wer sich aber mehr für mysteriöse Verstrickungen und deren kunstvolle Entwirrung interessiert, sei auf den „Ahnvater“ der Detektivgeschichten Edgar Allan Poe verwiesen.

E.A. Poe: Detektivgeschichten. dtv, 2009. Die Geschichte des Arthur Gordon Pym. marebuchverlag, 2009

 

Als Aufdecker der besonderen Art erweist sich Pierre Bayard mit „Freispruch für den Hund der Baskervilles“. Er widmet sich darin den Irrtümern, denn selbst Meisterdetektive
wie Sherlock Holmes können irren, ohne dass der Autor es bemerkt. In Conan Doyles
berühmtestem Buch »Der Hund der Baskervilles« deuten zahlreiche Indizien darauf hin,
dass der Hund keineswegs der Mörder war. Anlass genug für eine furiose »Kriminalkritik«.
Denn viele in der Literatur erzählte Morde sind gar nicht von denjenigen begangen
worden, denen sie zur Last gelegt werden. In der Literatur wie im richtigen Leben
entkommen die wirklichen Verbrecher nicht selten den Ermittlern, und zweitrangige
Figuren werden angeklagt und verurteilt.

Pierre Bayard: Freispruch für den Hund der Baskervilles: Hier irrte Sherlock Holmes. Kunstmann Verlag, 2009

 

Der schrecklichen Wirklichkeit von Völkermorden widmet sich Daniel J. Goldhagen in seinem neuesten Werk „Schlimmer als Krieg“. Immer wieder und immer häufiger steht die Weltöffentlichkeit fassungslos vor brutalen Gewaltausbrüchen, die in verschiedenen Erdteilen verübt werden, manchmal in abgelegenen Gegenden in Afrika oder in Fernost, manchmal aber auch mitten in Europa. Meist richten Politik und Medien ihre Aufmerksamkeit jedoch erst auf diese Konflikte, wenn das Blutvergießen bereits in vollem Gange ist. Der Autor nimmt gezielt Ursprung, Verlauf und Folgen derartiger Konflikte in den Blick: Was bringt Menschen dazu, ihre Nachbarn – Männer, Frauen und Kinder – zu töten? Wie beginnt das Morden? Und wie hört es wieder auf? Und warum sehen wir meist tatenlos zu, wenn irgendwo ein brutaler und blutiger Völkermord stattfindet?

Daniel J. Goldhagen: Schlimmer als Krieg. Wie Völkermord entsteht und wie er zu verhindern ist. Siedler Verlag, 2009

 

Wer nach so viel Verbrechen und Mord nun dringend Entspannung braucht, der sei auf eines der beliebtesten Komiker-Duos der Filmgeschichte verwiesen: Laurel und Hardy. Kinowelt brachte kürzlich mit seiner Dick & Doof Collection 1 bis 3 Spielfilme sowie Kurzfilm-Highlights von der Stummfilmzeit bis in die 1940er Jahre zum Teil neu restauriert, mit weiteren Synchronfassungen und Bonusmaterial heraus.

Kinowelt: Dick & Doof Collection 1 bis 3
 

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