Erich Hinterndorfer ist im österreichischen IT-Business kein Unbekannter. In den letzten 17 Jahren hatte er Management-Positionen bei namhaften internationalen IT Unternehmen wie Siebel Systems, Hummingbird, J.D. Edwards und Baan inne und betreute mit seinem Team Kunden in Österreich und Ost- bzw. Südeuropa. Was hat ihn bewogen, sich jetzt für Open Source einzusetzen?
„Red Hat hat einen ausgezeichneten Ruf und ist das führende Unternehmen im Open-Source-Markt“, erläutert Erich Hinterndorfer, für den Offene Standards und Herstellerunabhängigkeit derzeit wichtige, auch vom Markt nachgefragte Merkmale sind. „Der Markt ist reif für Open Source. Auch Unternehmen in Österreich suchen eine qualitative Alternative zu teuren und unflexiblen Standard-Software-Lösungen.“
Open Source ist „Business Thema“
Ganz wichtig sei es aber, auch im österreichischen Markt Open Source als „Business Thema“ zu verankern – eine Tatsache, die aus der internationalen Perspektive betrachtet, nicht mehr diskutiert werde, so der Country Manager: „Das Thema ist längst erwachsen geworden.“
Mit Red Hat beispielsweise ließen sich Lösungen für unternehmenskritische Netzwerkinfrastrukturen umsetzen, mit integrierten Technologien zur Server- und Speichervirtualisierung. Zum Produktangebot zähle außerdem mit der JBoss Suite eine Enterprise Middleware Lösung.
Damit treffe man genau die Bedürfnisse des Marktes. „Alle suchen nach Alternativen zu teuren Lizenz- und Wartungskosten“, betont Hinterndorfer. „Open Source kann ihnen dabei helfen viel Geld zu sparen.“ Ein beispielgebende Referenz aus dem deutschsprachige Raum sei beispielweise der Werkzeughersteller Hilti, bei dem businesskritische SAP-Applikationen auf Red Hat Enterprise Linux migriert wurden.
Bewusstsein schaffen
Eine wichtige Aufgabe bestehe deshalb für ihn darin, hierzulande das notwendige Bewusstsein zu schaffen. Dazu gehören der Ausbau der Partnerstrukturen und die Einbeziehung von größeren Systemhäusern sowie eine gezielte Informationsvermittlung beispielsweise über Veranstaltungen.
„Es gibt im Business-to-business-Umfeld ein großes Umsatzpotential für Open Source-Lösungen“, ist Hinterndorfer überzeugt, „weil Marktdruck und vorgegebene Kostenrahmen dazu führen, dass sich Unternehmen die Herstellerabhängigkeit von proprietärer Software im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr leisten können.“



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