Geschätzte 5.500 Programme-Entwickler kamen nach Los Angeles, um sich vom 17.-19. November auf der PDC über die neuesten Technologien direkt von den entsprechenden Microsoft-Experten unterrichten zu lassen.
Die wohl bedeutendste Ankündigung betraf die Strategie zur Windows-Azure-Plattform. Dabei handelt es sich um Microsofts Betriebssystem für Cloud Computing, dessen Verfügbarkeit auf der PDC bekannt gegeben wurde. Cloud Computing oder Cloud-IT ist ein prägnanter Marketingbegriff, worunter (durch Software abbildbare) Dienstleistungen verstehen zu sein, die unabhängig vom Gerät (Notebook, PC, Smartphone etc.) und Aufenthaltsort via Internet bezogen werden können. Dabei können die Dienstleistungen entweder für alle beziehbar sein, man spricht hier von öffentlicher „Wolke“ (public cloud) oder von Lösungen, die von Unternehmen von nicht-öffentlich zugänglichen Rechenzentren (private cloud) zur Verfügung gestellt werden.
Fundament der Cloud-Services-Strategie von Microsoft
In seiner Keynote bezeichnete Ray Ozzie, Chief Software Architect von Microsoft (diesen Job hat er von Bill Gates übernommen) Windows Azure und SQL Azure als Fundament der Cloud-Services-Strategie von Microsoft.
Die Windows-Azure-Plattform erlaubt Unternehmen, IT-Dienstleister, Softwarehersteller und Programmierer Websites, Webanwendungen, Webdienste und Speicherplatz in Microsoft Rechenzentren bereitzustellen. Der Clou ist, dass sich Entwickler beziehungsweise anbietende Unternehmen nicht um die Administrationsarbeiten kümmern müssen, sondern nur bezahlen, was wirklich benötigt wird. Dafür hat Microsoft bereits zwei Rechenzentren in den USA installiert, je zwei in Europa und Asien sollen ab 2010 folgen.
Weiters kündigte Ozzie neben neuen Windows Azure- und Windows Server-Funktionen mit Microsoft Pinpoint (www.pinpoint.microsoft.com) einen Marktplatz für Cloud-Anwendungen an. Damit setzt Microsoft auf ein Vollangebot bestehend aus Online-Services und auf den einzelnen Geräten installierte Software.
Last but not least sollen auch die eigenen Applikationen in die Wolke gebracht werden. Beispielsweise werden bei der neuen Office-Suite „Office 2010“ auch die Web-Programme Word Web App, Excel Web App, PowerPoint Web App und OneNote Web App enthalten sein. Darüber hinaus sollen auch SharePoint, Exchange und Dynamics nächstes Jahr „cloud-ready“ werden.
Weitere Infos zu Windows Azure auf deutsch finden sich im Web unter www.microsoft.de/windowsazure



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Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. 