Herold Business Data gibt Nachschlagewerke für die Wirtschaft und den privaten Gebrauch heraus - print, online und mobil. Im Mittelpunkt der Unternehmenstätigkeit stehen die Weißen Seiten (Telefonbücher) und die Gelben Seiten (Branchenbücher). Der Internetauftritt herold.at erreichte im 1. Quartal 2009 durchschnittlich über 2 Mio. Unique Clients, fast 6 Mio. Einzelbesuchen und nahezu 50 Mio. Seitenaufrufen pro Monat.
Qualitätssicherung vor Going-Live
"Angesichts der Nutzerzahlen ist es unumgänglich, dass jede wesentliche Neuerung am Portal vor der Live-Schaltung einer detailgenauen Analyse unterzogen wird", sagt Robert Lux, Manager Online Services bei Herold Business Data. "Die Qualität unserer Webapplikation herold.at sicherzustellen, hat für uns oberste Priorität. Deshalb legen wir bei Änderungen zum Beispiel an der Suchmaschine, wie sie mehrmals im Jahr vorkommen, vor dem Going-Live sehr viel Wert auf die Last- und Performancetests mit HP LoadRunner."
Herold Business Data verfügt über eine produktionsäquivalente und jederzeit einsetzbare HP LoadRunner Testumgebung, die regelmäßig für die Last- und Performancetests zum Einsatz kommt. Damit sollen ein hoher Qualitätsgrad der wichtigsten Endbenutzer-Anwendungen von herold.at abgesichert und mögliche Risiken auf ein Minimum reduziert werden.
"Durch die Simulation von virtuellen Usern ist HP LoadRunner in der Lage, Applikationsschwachstellen in den Bereichen Performance und Verfügbarkeit aufzuzeigen", so Roman Zednik, Application Quality Solutions Consultant von HP Österreich. "Das Monitoring ist übersichtlich und leicht zu bedienen, die Auswertungsmöglichkeiten sind sehr umfangreich. Während eines Testlaufs werden sowohl Messdaten aus Endbenutzersicht als auch von den beteiligten Systemen aufgezeichnet."
Weiße und Gelbe Seiten unter "Montags-Last"
Ende 2008 hatte Herold Business Data Änderungen an der Webapplikation herold.at vorgenommen, um die Performance und Funktionalität der Weißen und der Gelben Seiten noch weiter zu verbessern. In einem solchen Optimierungsprozess ist der regelmäßige Einsatz von Last- und Performancetests standardmäßig verankert.
Denn kurze Antwortzeiten und schnelle Verfügbarkeit der Seitenergebnisse sind sowohl für die Endbenutzer als auch für die Kunden von herold.at essenziell und müssen vor dem Going-Live genau getestet werden. Für den Test wurde die sogenannte "Montags-Last" simuliert, die das System am auslastungsstärksten Tag der Woche beansprucht: einem typischen Montagvormittag zwischen 10 und 12 Uhr, an dem die User im Schnitt 80 bis 100 Seiten pro Sekunde aufrufen.
"Wir haben die beiden Anwendungen in einem gemeinsamen, parallelen Testlauf sechs- bis achtmal für jeweils eine Stunde getestet", erläutert Klemens Loschy, Consultant für die Entwicklung und Durchführung von Last- und Performancetests bei Seqis. "Dabei haben wir beispielsweise geprüft, ob die Antwortzeiten akzeptabel blieben oder sich ab einer bestimmten Userzahl auffallend verlangsamen würden. Zwischendurch wurden dann immer wieder Konfigurationsänderungen an der Applikation durchgespielt beziehungsweise die beteiligten Systemressourcen konfiguriert." Am nächsten Tag wertete der Last- und Performancetest-Experte die Ergebnisse aus und formulierte seinen umfassenden Endbericht mit entsprechenden Hinweisen und Empfehlungen der unterschiedlichen Möglichkeiten.
Vor dem Teststart hatten der Entwicklungsleiter, der System- und der Datenbankadministrator von Herold Business Data gemeinsam mit dem Experten von Seqis die Fragestellungen eruiert, die schließlich durch die Last- und Performancetests beantwortet wurden. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse, unterstützt durch das Analysemodul im HP LoadRunner, wurde das System angepasst - so wurde etwa. erkannt, dass problemlos um 50 % mehr Suchergebnisse pro Seite angezeigt werden können, wodurch die Usability der Seite erhöht wurde. Die Belastung für den Server war unwesentlich höher und konnte ohne weitere Änderungen erhalten bleiben.



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8/2011
7/2011


Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. 