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IT-Lösungen f. d. Industrie

Bogner Edelstahl | unit IT

Optimierung der Produktions- und Logistikprozesse

Bogner Edelstahl setzt bei der Optimierung seiner Produktions- und Logistikprozesse auf das SAP-Systemhaus und Siemens AG Tochter unit IT.

Fertigung eines Plasmazuschnittes (Foto: Bogner Edelstahl)

Das österreichische Familienunternehmen Bogner Edelstahl bearbeitet und lagert auf einer Gesamtfläche von über 17.000 qm Werkzeugstahl, Edelbaustahl, Blankstahl, rostfreie Rohre, Rohrteile und Bleche sowie NE-Metalle (Nichteisenmetalle wie z.B. Kupfer, Aluminium) in sämtlichen Herstellungsformen und Abmessungsbereichen. Mehr als 600 Einzelpositionen werden täglich zugeschnitten, kontrolliert, verpackt, verladen und europaweit an Kunden geliefert.

Bereits 1995 hat Bogner Edelstahl SAP in allen Standorten - in der Zentrale in Wien 10 und den Lager- und Service-Centern in Vösendorf, Wels und Klaus - eingeführt. Bis jetzt wurden auch die Niederlassungen Tschechien, Ungarn, Slowakei, Polen und Rumänien in die SAP-Welt integriert.

Sämtliche osteuropäischen Standorte von Bogner Edelstahl werden von den Lagern Vösendorf und dem Hochregallager in Wels beliefert. Dieses Jahr ging die SAP Warehouse Management Lösung von unit-IT im Lager Vösendorf in Betrieb. Wels wird voraussichtlich in 2010 folgen und danach werden schrittweise die weiteren Unternehmenstöchter eingebunden werden.

Alle Standorte einbinden

Ausgangspunkt war, so Fritz und Georg Bogner, Geschäftsführer von Bogner Edelstahl, die Logistikprozesse weiter zu optimieren, um Aufträge noch rascher, optimiert und vor allem fehlerfrei abwickeln zu können. Dabei durften auch die Auslandstöchter nicht aus den Augen gelassen werden: "Es war daher auch unverzichtbar, dass die neuen Lagerprozesse für alle unsere Standorte verwendbar sind und trotzdem regionale Besonderheiten und lokale Individualprozesse problemlos berücksichtigt werden können."

Die Anforderungen an das neue WM (Warehouse Management)-System schildert Istvan Orszag, Betriebsleiter bei Bogner Edelstahl: "Wir wollten keine ‚Zettelwirtschaft' mehr und vor allem eine durchgängige Transparenz in der Warenwirtschaft. Und wir wollten die Abschnitte und Restteile von Stahlblöcken und Blechen besser verwalten und optimiert verarbeiten können."

Wichtig waren zudem standardisierte Entwicklungsläufe und geringe Schnittstellen zu anderen Systemen sowie die leichte Anpassung auf veränderbare Marktgegebenheiten. Eine maximale Funktionalität der Lagerplatzverwaltung mit Berücksichtigung der optimalen Einlagerung von Schnelldrehern und Langsamdrehern wurde dabei vorausgesetzt.

Die Umsetzung

Barcodescanner (Bild: Bogner Edelstahl)

Das Lager Vösendorf wurde mit Wireless LAN ausgestattet. Ein Lagerleitstand in SAP zur Überwachung und Kontrolle der Logistikabläufe wurde installiert. Hier werden alle Lagertransaktionen aufgezeichnet und gefiltert, um die Vorgänge flexibel zu überwachen und wenn nötig, bei Abweichungen manuell einzugreifen. Die Historie des Auftrages/Stahlteiles kann hier jederzeit eingesehen werden und mit einem Ampelsystem ist das jeweilige Auftragsstadium ganz einfach nachvollziehbar. Bei einem hereinkommenden Auftrag ist es nun einfach festzustellen, welche Stahlteile vorhanden sind, welche der 25 vertikalen und horizontalen Bandsägeautomaten für das Sägen von täglich ca. 10 Tonnen Werkzeugstahl ausgelastet sind und welche Aufträge geplant und abgeführt werden können.

Mit Hilfe von 30 mobilen Datenerfassungsterminals von Motorola, die online mittels WLAN mit dem zentralen SAP Warehouse Management System verbunden sind, wird auch direkt und ohne weitere Schnittstelle in das Lagerverwaltungssystem gebucht.

Orszag hebt die Einfachheit des Systems hervor: "Diese WLAN-Infrastruktur und deren hohe Kommunikationsgeschwindigkeit, gekoppelt mit den optimal etikettierten Lagerplätzen und Stahlteilen, ermöglichen ein einfaches und schnelles Erledigen aller Lagertätigkeiten ohne PC-Kenntnisse. Dies ist besonders wichtig bei Personalwechsel und unserem 3-Mann-Schichtbetrieb."

Sämtliche Daten sind mit den Motorola Terminals abrufbar, über Barcodes werden alle Warenbewegungen, wie Wareneingang, Umlagerung, Produktionsversorgung oder Ausgang gescannt. Der Einkauf erhält vom System die Information, was da ist und welches Teil für welchen Auftrag passt und wie optimal zugeschnitten werden kann. Nach jedem Abschnitt vom Stahlblock oder Blech ändert sich die Teile-Nummer des jeweiligen Stahlelementes.

Es ist besonders wichtig, dass eine lückenlose Nachverfolgung der Produktkette möglich ist, vor allem, wenn es z.B. für Spezialaufträge in einem Stahlteil nur eine spezielle Legierung geben darf. Orszag zeigt einen weiteren Vorteil des neuen Systems auf: "Bis dato war uns nur der Lagerort der Stahlteile bekannt, jetzt kennen wir auch den genauen Lagerplatz, der vom System vergeben wird. Bei Bedarf schlägt nun das System ein Ranking der jeweils passenden Spezifikationen für die Abwicklung von Aufträgen vor."

Fazit

"Unsere Lösung war es, das SAP (m)WM System von unit-IT als Basis mit Adaptionen einzusetzen. Dieses Basismodul beinhaltet die jahrelange Erfahrung von unit-IT im Bereich Lager und SAP und bildet in jedem Lager-Projekt den Grundstein für die weitere Realisierung. Neben den standardisierten Entwicklungsabläufen, die Zeit und Geld sparen, sprach vor allem die gewünschte schnelle Adaptionsmöglichkeit an die speziellen Lagerprozesse bei Bogner Edelstahl für das Warehouse Management Modul", so Karl-Heinz Täubel, Geschäftsführer von unit-IT.

Fritz und Georg Bogner zum neuen System: "Die unit-IT Lösung arbeitet seit der ersten Minute fehlerfrei. Wir freuen uns, bei unseren Kunden mit rascherer und optimierter Abwicklung unserer Logistikprozesse punkten zu können. Wir sind damit unserem Ziel, maximale Kundenzufriedenheit durch höchste Qualitätsstandards zu erreichen, einen großen Schritt näher gekommen."

www.unit-it.at

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MONITOR-Autoren
Lothar Lochmaier

Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. ..mehr..

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