Newsfeed abonnieren
IT-Lösungen f. d. Industrie

PLM

Solid Edge in der Stahlbau-Entwicklung

Solid Edge sichert dem kleinem Ingenieurbüro Arnetzeder weltweite Aufträge in Anlagenbau und Stahlbau für Prestige-Hochbauprojekte.

Mit dem Bau der Siemens City Vienna setzt Siemens Österreich das weltweit größte Immobilienprojekt des Konzerns um.

Wenn Architekten Gebäude entwerfen, denken sie in Räumen, Farben, Materialien und Licht. Die Umsetzung in konkrete Konstruktionen überlassen sie anderen, wie den Statikern, die Funktion und Zusammenhalt der Bauten überprüfen, meist allerdings nur, was die wesentlichen tragenden Elemente betrifft. Ähnlich die Vorgehensweise im Industrieanlagenbau: Hier denken die Planer in Verfahren, Funktionen und Aggregaten. Die tragende Konstruktion der Gesamtanlage wird zwar mitgedacht, ihre Detaillierung wird auch hier gern anderen überlassen.

Dort wie da spielen Stahlkonstruktionen oft eine tragende Rolle, ebenso wie das kleine Ingenieurbüro Franz Peter Arnetzeder mit Sitz in Eisenstadt. Typisches Beispiel für dessen Tätigkeit ist das Technik-Geschoss der neuen Siemens-City in Wien. Die ausführende Stahlbaufirma benötigte genauere Angaben als die von den Statikern gelieferten und vergab die Ausführungsplanung an Arnetzeder engineering.

"Ausgangsbasis sind Stahlbauleitpläne in Form von PDF-Dokumenten sowie einige individuelle Angaben, vor allem was den Anschluss der Stahlkonstruktion an die unteren Geschossebenen betrifft", berichtet Ing. Dipl.-Ing. (FH) Franz Peter Arnetzeder. "Wir liefern als Ergebnis detaillierte Ausführungspläne mit Teile- und Montagestücklisten, Zuschnitten und Bohrplänen, etwa für Verbindungselemente."

Detailplanung mittels 3D-Modelling

Die aufgesetzte Technikzentrale ist als Stahlkonstruktion ausgeführt. Die Detailplanung erfolgte bei Arnetzeder engineering mit Solid Edge von Siemens PLM Software.

Erstellt wird die Ausführungsplanung in Solid Edge, beginnend mit der 3D-Modellierung der Konstruktion mit allen Baugruppen, Einzelteilen und Komponenten. Daraus entsteht für jede Zusammenstellung ein Baugruppenplan, ebenso wie ein Satz von Plänen für jeden einzelnen verwendeten Teil. In dieser Phase reduziert die einfache Einbindung der im Internet angebotenen Artikelbibliotheken die dafür benötigte Zeit. "Sobald eine Baugruppe als 3D-Modell fertig vorliegt, übernehmen die hilfreichen Automatismen von Solid Edge auf Knopfdruck die Ableitung aller benötigten Pläne und Stücklisten", beschreibt Franz Peter Arnetzeder die Vorzüge dieser Konstruktionsmethode.

Mittels kundenspezifisch gestalteter QuickSheets integrieren sich die automatisch abgeleiteten Dokumente in den Dokumentationsstandard des jeweiligen Kunden. Mittels DXF-Ableitung konnte Arnetzeder engineering ebenfalls auf Knopfdruck Konturdaten für Blechzuschnitte zur direkten Ansteuerung des Plasmaschneiders liefern. "Mit Solid Edge können wir in kurzer Zeit große Gesamtanlagen bis zum kleinsten Einzelteil innerhalb eines durchgängigen Projekts konstruieren und durch DXF-Export unseren Kunden zusätzlich einen Großteil seines Arbeitsvorbereitungsaufwandes ersparen", sagt Franz Peter Arnetzeder. "Das trägt zusätzlich zu unserer Konkurrenzfähigkeit bei."

Einer der Gründe für seine Begeisterung ist die Möglichkeit, Kunden bereits lang vor dem Vorliegen einer fertigen Planung vom Ergebnis zu überzeugen. Das Mittel dazu ist das Solid Edge Zusatzmodul Virtual Studio+, mit dem ohne zusätzlichen Aufwand realitätsnahe Darstellungen für Präsentationsunterlagen erzeugt werden. Das erhöht nicht nur die Auftragswahrscheinlichkeit, sondern trägt laut Franz Peter Arnetzeder auch zu einer Stärkung der Kundenbindung bei.

Unmöglich gibt es nicht

Tragendes Gerüst des Teppichmuseums von Baku in Aserbaidschan

Die rasche Umsetzung auch komplexester Ausführungsplanungen mit Hilfe von Solid Edge beschert Arnetzeder engineering immer wieder auch exotisch anmutende Aufträge. Jüngstes Beispiel ist das tragende Gerüst des Teppichmuseums von Baku in Aserbaidschan, das wie ein aufgerollter Teppich aussieht. Es benötigt riesige I-Träger mit einer Kurvenform, die sich jeder mathematischen Beschreibung entzieht.

Dennoch gelang es mit Solid Edge ohne Zwischenschritte, die Konturdaten direkt aus der von den Architekten zur Verfügung gestellten DXF-Datei zu übernehmen. Damit ist die Form der Konstruktion zu 100 % so wie von den Architekten gewollt. Das eliminiert alle Fehlerquellen, die sich durch Nachmodellierung ergeben könnten und reduzierte den Zeitbedarf für die komplette Implementierung auf 800 Stunden.

Kollisionsfrei zum Erfolg

Bei Ausführungsorten in tausenden Kilometern Entfernung wie einer Gipsaufbereitungsanlage im marokkanischen Safi kann man sich keine Fehler leisten. Deshalb schätzt Franz Peter Arnetzeder an Solid Edge auch die automatische Kollisionsprüfung. "Die Anlage wurde auf Basis der per E-Mail gelieferten Pläne ohne eine einzige Rückfrage in Afrika gebaut und montiert", erinnert er sich. "Das halte ich für ein Qualitätsmerkmal von Solid Edge." Ebenso schätzt er die durch die überlegene Ergonomie des 3D CAD Systems von Siemens PLM Software sehr kurze Einarbeitungszeit für neue Mitarbeiter, ebenso die exzellente Betreuung durch deren Vertriebspartner Comdata.

Siemens PLM Software ist ein Geschäftsgebiet von Siemens Industry Automation und weltweit tätiger Anbieter von Product Lifecycle Management (PLM)-Software und zugehörigen Dienstleistungen mit 5,9 Mio. lizenzierten Anwendern und 56.000 Kunden in aller Welt.

www.siemens.com/plm

weitersagen: drucken
Print-Archiv
Folgen Sie uns
Termine

14. Februar

AIRO Tower, 1010 Wien

Vmware KMU-Roadshow 2012

16. Februar

All seasons Hotel, 4020 Linz

Vmware KMU-Roadshow 2012

21. Februar

Hotel Salzburg West, 5073 Salzburg-Wals

Vmware KMU-Roadshow 2012

22. Februar

Hotel Grauer Bär, 6020 Innsbruck

Vmware KMU-Roadshow 2012

28. Februar

Hotel Mercure Graz Messe, 8010 Graz

Vmware KMU-Roadshow 2012

1. März

Wirtschaftskammer Österreich

E-Day 2012

6. März - 10. März

Hannover

CeBIT 2012

Leser empfehlen
MONITOR-Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter!

E-Mail:
Die von Ihnen angegebene E-Mail Adresse wird von MONITOR Online weder an Dritte weitergegeben noch zu anderen Zwecken verwendet.
MONITOR-Autoren
Alexandra Riegler

Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. ..mehr..

Die neuesten Artikel:

© Copyright 1983-2012 by MONITOR / Bohmann Druck und Verlag Gesellschaft m.b.H. & Co. KG (www.bohmann.at)

Add to Google  | Abo | Themenvorschau | Mediadaten | Inserate buchen | Kontakt | Impressum