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Editorial

Editorial Oktober 2009

Logistik im Griff

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es angezeigt, sich nicht genutzte Optimierungspotenziale im Unternehmen näher anzusehen. Eines davon ist die Logistikkette, der wir uns daher im "Thema" dieser Ausgabe widmen.

DI Rüdiger Maier

MONITOR-Autor Lothar Lochmaier hat sich in das breite Gebiet der Logistik vertieft und dabei herausgefunden, dass in der Reduzierung von Lagerbeständen oder Überkapazitäten noch ein erhebliches Optimierungspotenzial liegt. Einen Lösungsbeitrag dazu stellen auch betriebswirtschaftliche Kennzahlen dar, die das Unternehmen durch intelligenten IT-Einsatz gewinnen kann.

Mithilfe von ausgewählten und aussagefähigen Kennzahlensystemen soll es Unternehmen besser gelingen, einer hohen Prozess- und IT-Standardisierung den Weg zu bereiten und so auch mehr Prozesstransparenz in der Logistikkette herzustellen. Daher werden, so Lochmaier, künftig Logistikmanager gerade mit Blick auf die Optimierung von Kennzahlen verstärkt in effiziente IT-Systeme investieren. Die Umsetzung eines kennzahlenbasierten Management-Cockpits will jedoch sehr sorgfältig geplant sein.

Christoph Papst, Global Business Segment Manager bei AVL List in Graz, sieht vor allem in internetbasierten Prozessen noch ein erhebliches Potenzial. Der breit aufgestellte Technologielieferant hat seine auf E-Business basierende SCM-Strategie im globalen Ersatzteilgeschäft weiter ausgebaut. Aufgrund der aktuellen Krise herrscht ja auch in der Automobilindustrie ein erheblicher Kostendruck. "Jedoch setzen die Finanzchefs den Hebel oftmals an der falschen Stelle an und kürzen einfach dort die Kosten, wo es sich am leichtesten messen lässt", betont Papst. Lesen Sie den ganzen Text ab S. 6.

Besuch in Potsdam

Unser unermüdlicher Autor entdeckte zum Thema gleich vor den Toren seines derzeitigen Wohnorts Berlin ein interessantes Jungunternehmen: Das Potsdamer Start-up Facton mit derzeit rund 60 Mitarbeitern - an dem übrigens seit drei Jahren auch der SAP-Mitgründer Hasso Plattner beteiligt ist - adressiert seine Lösungen vor allem an die industriellen Querschnittsbereiche. Ziel dabei ist es, mehr Transparenz in den unzähligen Informationsinseln und Datenbanken herzustellen.

Thoralf Nehls, Firmengründer und CEO: "Jene Unternehmen sind heute besser aufgestellt, die schon vor der Rezession damit begonnen haben, ihre Produktionsprozesse auf unausgeschöpfte Effizienzreserven hin zu durchleuchten - und dies auch konsequent umgesetzt haben!" Das bereits 1998 gegründete Unternehmen erfreut sich derzeit jedenfalls verstärkter Nachfrage. Denn nur wenige Unternehmen sind bislang überhaupt in der Lage, sich rasch einen Überblick über alle relevanten Kostenblöcke innerhalb der Produktion zu verschaffen. Ab S. 14 erfahren Sie mehr über die gerade heute so interessanten Ansätze des Jungunternehmens.

Zum Logistik-Thema erreichte uns auch ein Beitrag (ab S. 10) von Matthias Martens, Sprecher der DSAG-Arbeitsgruppe Logistik-Dienstleister (SAP-Anwendergruppe). Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist die Tatsache, dass heute Hersteller ihre Waren vielfach nicht mehr selbst ausliefern. Auftragsabwicklung und Transport legen sie in die Hände von Logistik-Dienstleistern. Die Arbeitsgruppe hat nun untersucht, inwieweit die aktuelle Logistiklösung von SAP praxistauglich ist und wie sich die Informationsaufbereitung für das Transportmanagement noch verbessern lässt. Denn: Egal ob eine Ware wegen eines Motorschadens unplanmäßig umgeladen werden muss oder ob ein Fahrer ausfällt, der Disponent sollte in jedem Fall schnell reagieren. Das kann er am besten, wenn alle wichtigen Daten und Informationen bei ihm zusammenlaufen - in einer IT-Lösung, die den Logistikprozess vollständig abbildet und dabei unterschiedliche Datenquellen unterstützt. Ist das gewährleistet, kann der Planer zum Beispiel beim Wechsel des Spediteurs alle Daten des neuen Frachtführers binnen kurzer Zeit abrufen.

Marktüberblick: Multifunktionsdrucker

Dominik Troger hat sich für den Marktüberblick (ab S. 25) eingehend mit den Multifunktionsdruckern befasst. Drucken, Kopieren, Scannen, Faxen in einem Gerät: Zuerst skeptisch beäugt haben die "multifunktionalen" Modelle bei der Anwenderbeliebtheit nämlich die "klassischen" Drucker längst überholt.

Dass die Beliebtheit von Multifunktionsgeräten (MFP) auch in wirtschaftlich mageren Jahren groß ist, zeigt eine kleine Umfrage bei renommierten Herstellern. Immer mehr werden die "Alleskönner" zu wichtigen kosten- und ressourcenschonenden Eckpfeilern bei der unternehmensweiten Konsolidierung der Druckprozesse. Dem Beitrag angeschlossen ist eine Marktübersicht.

Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen Ihr

Rüdiger Maier

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Dunja Koelwel

Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. ..mehr..

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