Ing. Michael Gruber, Geschäftsführer von schoeller networks, betonte in seiner Begrüßung, den immens großen Stellenwert der IT im heutigen Geschäftsleben. Die immer höher werdende Abhängigkeit der Unternehmen und Institutionen von der IT bedeute, dass die Konsequenzen im Störungsfall eine immer größere negative Auswirkung auf die Unternehmensentwicklung haben. „Deshalb muss ein sicherer und performanter Betrieb von geschäftskritischen Applikationen gewährleistet sein“, so Gruber.
Worum es in der Praxis geht, brachte Gruber mit drei Schlagworten auf den Punkt: „Analyse, Optimierung und Schutz“. Dahinter verbergen sich Bereiche wie Netzwerkanalyse und -monitoring, Methoden zur Anwendungsbeschleunigung und File Virtualisierung sowie Sicherheitsfragen: von der Authentifizierung bis zur Data Leakage Prevention.
Das umfangreiche Portfolio an Vorträgen und die Firmenausstellung präsentierte Lösungen in diesen Segmenten sowohl von großen namhaften als auch von kleineren, spezialisierten Anbietern. „Das Ziel von schoeller ist es, in diesem Umfeld alle Fragestellungen, die oft sehr technischer Natur sind, adressieren zu können“, erläutert Gruber. Deshalb sei man auch beständig auf der Suche nach neuen, innovativen Produkten, um die oft sehr individuellen Anforderungen der Kunden abdecken zu können.
Die Veranstaltung wurde heuer in zwei große Blöcke geteilt: am Vormittag präsentierte die schoeller university ihr Seminarprogramm anhand ausgewählter Beispiele, am Nachmittag folgten die Firmenvorträge. Auf besonders großes Interesse stieß das „Certiefied Ethical Hacker Workshop“, in dem Security-Administratoren an praktischen Beispielen lernen konnten, welche Methoden und Werkzeuge Hacker anwenden, um unerlaubten Zugang in IT-Systeme zu erlangen.
Virtualisierung & Applikationsverfügbarkeit
Bei den Firmenvorträgen und im Ausstellungsbereich kam man am Thema Virtualisierung natürlich nicht vorbei. In einem Vortrag präsentierten Andreas Diedrich und Thomas Dungs von OpNet, die Möglichkeit von Analysen in virtuellen Serversystemen. Mit dem Produkt Ace Live VMON fühlt das Unternehmen VMware-Systemen auf den Zahn. Damit lassen sich zum Beispiel Probleme zwischen Servern innerhalb eines VMHosts identifizieren.
Riverbed präsentierte sein Konzept zur WAN-Optimierung mit seinen Steelhead Produkten. Besonders interessant dabei, dass man bis zu fünf VMware-Instanzen auf dieser Plattform betreiben kann. Werden Server zum Beispiel von Außenstellen abgezogen, können kritische Services trotzdem weiter vor Ort betrieben werden: etwa ein benötigtes Betriebssystem, Print Services, AD Controller und anderes mehr.
Ralf Sydekum, Technical Manager CEE bei F5, führte in die Welt der Applikationsverfügbarkeit ein und präsentiere mit Big-IP eine umfassende modulare Lösung, deren Fähigkeiten von Traffic Management bis zu einer Application Layer Firewall reichen. Für Sydekum ist die Flexibilisierung der Applikationsinfrastruktur eine wichtige Hilfestellung, um den starken Druck von IT-Abteilungen zu nehmen, die sich zunehmend einem Auseinanderklaffen von sinkendem oder gleichbleibendem Budget und Mannstärke bei steigenden businesskritischen Anforderungen gegenüber sehen.
IT-Novum, ein neuer Partner im schoeller Lösungsportfolio, präsentierte sein Open Source Network- & Systemmonitoring auf Basis von Nagios, dessen stärken in der einfachen Bedienungsoberfläche und Datenvisualisierung liegen.
Security
Thomas Hoffmann, Account-Executive, IBM ISS, stellte das Security-Angebot des Unternehmens vor – vom Desktop bis zur Netzwerkgrenze. Hoffmann ging auf den Trend zu Managed Security Services ein, die zunehmend ins Interesse des Marktes geraten. IBM ISS verfüge mit X-Force außerdem über eine eigenes Forschungslabor zur Identifikation und Analyse von Schwachstellen. Mit Daniel A. Powers, Vice President ISS, hatte sich zudem „hoher Besuch“ aus den USA eingestellt. Seine Kernbotschaft: IT-Security ist ein ständig fortschreitender Prozess – in den auch die User durch eine sensibilisierte Aufmerksamkeit für Sicherheitsfragen unbedingt einbezogen werden müssen.
Zunehmend stellt auch die Fülle an Logfiles eine Herausforderung dar, deren wesentlicher Informationsgehalt in der Flut der Daten leicht untergeht. Vassil Barsakov, Regional Sales Manager RSA, CEE & CIS, präsentierte die RSA-Lösung zum Management und zur Korrelierung von Logfiles. „Ein einheitliches Speichern wird ermöglicht, ein Konnex zwischen Logs von unterschiedlichen Herstellern wird erreicht und ein Zusammenhang zwischen verschiedenen Security-Events oder Incidents kann herausgelesen werden“, so Barsakov.
Zum Beschluss sorgte Mag. Werner Gruber vom Institut für Experimentalphysik für „physikalischen Humor“ - ehe der Tag bei kulinarischen Köstlichkeiten ausklang.



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Christian Henner-Fehr schreibt als freier Autor für den MONITOR und arbeitet als Trainer und Berater in den Bereichen Projektmanagement und Kommunikation. Sein Interesse gilt dem Web 2.0 und den Einsatzmöglichkeiten von Social Media in Organisationen und Unternehmen. 