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Desktop-Virtualisierung

Citrix bringt XenDesktop 4

Citrix Systems veröffentlicht mit Citrix XenDesktop 4 eine neue Version seiner Desktop-Virtualisierungs-Lösung. Während die Lösungen der ersten Generation meist nur für wenige Einsatz-Szenarien geeignet waren, soll das neue Produkt jedes Desktop-Virtualisierungs-Szenario in einer einzigen, integrierten Lösung unterstützen.

Mit XenDesktop 4 lassen sich laut Hersteller Desktops als On-Demand-Service auf jedem beliebigem Gerät bereitstellen. Das Herzstück von XenDesktop 4 ist die FlexCast Delivery-Technologie. Diese neue Funktionalität erlaubt es, verschiedene Arten von virtuellen Desktops bereitzustellen, um die Anforderungen unterschiedlicher Benutzer-Typen abzudecken. Dabei kann diese Zuordnung jederzeit geändert werden.

Mit XenDesktop 4 und FlexCast können Kombinationen der folgenden Virtual Desktop-Technologien eingesetzt und durch eine zentrale Lösung verwaltet werden:

  • Für Mitarbeiter, die alle ähnliche Applikationen nutzen, ist ein gehosteter Share Desktop der sicherste und gleichzeitig kostengünstigste Ansatz. Dieses Modell bietet jedem Nutzer einen standardisierten und gesicherten Desktop und ist dabei für Jobs geeignet, in denen eine spezifische Anpassung und Personalisierung der Desktop-Umgebung durch den einzelnen Benutzer nicht gewünscht oder benötigt wird. Durch die Unterstützung von bis zu 500 Nutzern auf einem einzelnen Server können mit diesem Desktop-Typ wesentlich mehr Kosten gespart werden als bei jeder anderen Virtual Desktop-Technologie.
  • Für Mitarbeiter, die für ihre Arbeit hingegen stärker personalisierte Desktops benötigen, ist meistens der gehostete VM-basierte Desktop (üblicherweise als Virtual Desktop Infrastructure / VDI bezeichnet) die beste Lösung. Indem jeder Desktop in einer direkt zugeordneten virtuellen Maschine läuft, kombiniert diese Option die Vorteile der zentralen Verwaltung mit denen der Desktop-Personalisierung. Hier können ungefähr zwischen 60 und 70 Desktops pro Server unterstützt werden.
  • Für Power-User, die professionelle High-End-Anwendungen nutzen, können auch Blade-PC-basierte virtuelle Desktops im Rechenzentrum eine attraktive Möglichkeit sein. Diese Alternative bietet alle Vorteile der Zentralisierung, stellt aber gleichzeitig eine dedizierte Rechenleistung für jeden Nutzer zur Verfügung, da pro Blade nur ein Desktop gehostet wird.
  • Auch eine Reihe von innovativen Client-seitigen Optionen wird durch XenDesktop 4 unterstützt. Dazu zählt beispielsweise die Funktion, Desktops an die Endgeräte der Nutzer zu streamen, um sie dort lokal auszuführen. Diese einfache und kostengünstige Herangehensweise ist ideal für Kunden, die gerade mit der Desktop-Virtualisierung beginnen. Vorhandene PC-Investitionen werden damit genutzt und die Ausgaben im Rechenzentrum minimiert. Ideale Einsatzgebiete sind hier insbesondere Behörden oder Forschungseinrichtungen von Universitäten, in denen PCs ohne Festplatten verwendet werden, um einen hohen Datenschutz zu gewährleisten.
  • In einigen Fällen ist es der einfachste Ansatz, virtualisierte Anwendungen auf traditionellen PCs mit einem lokal installierten Betriebssystem bereitzustellen. Die Applikationen werden im Rechenzentrum zentralisiert und den Benutzern entweder auf das Endgerät gestreamt oder als gehostete Anwendung zur Verfügung gestellt. Obwohl es sich hier noch nicht um komplett virtualisierte Desktops handelt, hat dieses Modell bereits zahlreiche Vorteile hinsicht ROI und Desktop-Management zu bieten. Dadurch wird es zu einem perfekten Ausgangspunkt für den Einstieg in die Desktop-Virtualisierung. Da virtuelle Anwendungen auch offline funktionieren, ist diese Möglichkeit außerdem eine beliebte Lösung für mobile Nutzer.

Ein großer Teil der Kosten und des Aufwandes beim Desktop-Management resultiert aus Anwendungen, die lokal installiert auf den jeweiligen Benutzer-Desktops laufen. Die Integration aller Funktionen der XenApp-Technologie in Citrix XenDesktop 4 adressiert dieses Thema, denn nun wird die Applikationsbereitstellung in das Desktop-Management eingefügt. Mit XenDesktop 4 intensiviert Citrix zudem die langjährige Partnerschaft zu Microsoft. XenDesktop 4 baut zum Beispiel auf den Neuerungen hinsichtlich der Performance und Verfügbarkeit von Windows Server 2008 R2 Hyper-V auf.

XenDesktop 4 ist ab dem 16. November 2009 allgemein verfügbar.

www.citrix.com/xendesktop4

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MONITOR-Autoren
Lothar Lochmaier

Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. ..mehr..

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