Dabei verursacht ein IT-Vorfall der Studie zufolge einen Schaden von durchschnittlich 15.000 Dollar. Alarmierend: Die Kunden der KMUs tolerieren solche Ausfälle nicht mehr und wechseln lieber zur Konkurrenz.
Die Ergebnisse der "2009 SMB Disaster Preparedness Survey" von Symantec zeigen, dass die befragten KMUs alleine in den vergangenen zwölf Monaten durchschnittlich drei IT-Ausfälle zu vermelden hatten. Ausfälle, durch die bei rund 42 % der Befragten der IT-Betrieb für acht Stunden und länger still stand. Im Schnitt entstand den Betroffenen ein Schaden von 15.000 Dollar, einer von vier Befragten hat dabei sogar wichtige Daten verloren.
Diese Ergebnisse stehen im krassen Gegensatz dazu, wie die befragten KMUs die Wirkung ihrer Gegenmaßnahmen einschätzen. So setzt die überwältigende Mehrheit großes Vertrauen in ihre aufgesetzten Disaster Recovery-Pläne. 82 % der weltweit befragten IT-Zuständigen gaben an, dass sie zufrieden bis sehr zufrieden mit ihren Vorkehrungen sind. Die deutschen Unternehmen sind etwas weniger euphorisch. Rund 59 % schließen sich dieser Aussage an.
Bei der Frage, wie gut vorbereitet sie sich für den Fall einer IT-Störung fühlen, kommt die Studie zu ähnlichen Ergebnissen. Während weltweit 84 % der KMUs sagen, dass sie sich geschützt bis sehr geschützt fühlen, sind es in Deutschland mit 66 % etwas weniger. Ein alarmierendes Ergebnis, denn die Hälfte dieser KMUs gibt gleichzeitig an, noch nicht zu wissen, wie sie in einem solchen Fall reagieren sollten.
Die meisten KMUs gehen davon aus, dass solche Vorfälle nur interne Folgen auslösen und ihre Kunden darauf mit Verständnis und Geduld reagieren. Dabei wirkt sich das riskante Verhalten der KMUs besonders auf die Kunden aus. Wie die Studie herausfand, sind 42 % der Befragten bei einem Vorfall im Netz ihres bevorzugten Anbieters zur Konkurrenz gewechselt. 63 % sagten, dass die IT-Ausfälle dem Ansehen ihres Anbieters geschadet habe.
Tipps für Disaster Recovery-Pläne
- Den Bedarf ermitteln: KMUs sollten sich genügend Zeit nehmen, um genau zu entscheiden, welche kritischen Daten gesichert und geschützt werden müssen.
- Vertrauenswürdige Berater einbinden: Kleine Firmen haben begrenzt Zeit, Mittel und interne Mitarbeiter. Sie sollten daher auf Lösungsanbieter setzen, die ihnen dabei helfen, einen professionellen Plan zu entwickeln und automatische Sicherheitslösungen zu implementieren. Anbieter, welche die Trends und Bedrohungen für KMUs für sie im Auge behalten.
- Soviel wie möglich automatisieren: Durch automatisches Sichern von Daten wird dieser wichtige Schritt nicht mehr übersehen. KMUs können so den Schaden von IT-Ausfällen deutlich senken und menschliches Versagen ausschließen.
- Einmal im Jahr Tests durchführen: Der Moment, in dem jemand Daten schnell wiederherstellen muss, ist sicher der unglücklichste, um festzustellen, dass Dateien nicht wie geplant gesichert wurden. KMUs können dies umgehen, in dem sie in regelmäßigen Tests den Ernstfall proben.
Symantecs Disaster-Plan-Studie ist das Ergebnis einer Untersuchung, die im August und September 2009 von Applied Research durchgeführt wurde. Im Rahmen der Studie wurden IT-Verantwortliche in kleinen und mittelständischen Unternehmen befragt. Sie sollten den Zustand und den Einfluss ihrer Desaster-Notfallpläne, deren Stellenwert sowie die Umsetzung näher beleuchten. Die Studie umfasst mehr als 1.650 Antworten aus 28 Ländern in Nordamerika, EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika), dem asiatischen Pazifik sowie Lateinamerika.


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