25-9-2009 Gedruckt am 31-10-2014 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/12051

„Green IT“

Tipps zur Steigerung der Energieeffizienz in Rechenzentren

Rechenzentren und Serverräume verbrauchen Schätzungen zufolge zwischen 2 bis 5% der weltweit produzierten elektrischen Leistung. Benötigten Rechenzentren noch vor knapp zehn Jahren rund 1000 Watt Energie pro Quadratmeter, so saugen sie heute bis zu 8.000 Watt pro Quadratmeter aus der „Steckdose".

Ein guter Grund, nach Einsparmöglichkeiten zu suchen. Daher setzen IT-Manager zunehmend auf Virtualisierung. Dennoch fällt in vielen Diskussionen um Prozessverwaltung, Ressourcenverteilung und Serverkonsolidierung ein Aspekt häufig unter den Tisch: Energieeffizienz in Rechenzentren beginnt mit einer Analyse und Konzeption der physikalischen Infrastruktur.

„Die Energiefresser in Rechenzentren und Serverräumen sind schnell gefunden", sagt Francisco Alvarez, Country General Manager Switzerland und Enterprise Sales Manager Germany und Austria bei APC by Schneider Electric: Im Bereich des unterstützenden Equipments wie Transformatoren, USVen, Verkabelung, Lüfter, Kompressoren, Klimaanlagen, Pumpen, Befeuchter und Beleuchtung sind eine Menge Einsparungen möglich.

1. Reihenkühlung oder Hot Aisle Containment

APC by Schneider Electric empfiehlt dieses energieschonende Prinzip zur Kühlung im Rechenzentrum: Lösungen zur Reihenkühlung werden dabei als eigenständige Kühleinheiten innerhalb der Serverschrankaufstellung platziert. Die Racks werden in Reihen nach dem Kaltgang-Warmgang-Prinzip angeordnet. Eine überlegte Verteilung des unterschiedlich performanten IT-Equipments auf die Racks und eine durchdachte Verlegung der Strom- und Datenkabel und der Kaltwasserrohre sind ebenfalls positive Einflussgrößen. Ein Vermischen von gekühlter Luft und erwärmter Abluft wird durch entsprechende Abschottungsmaßnahmen vermieden. Das sorgt für eine deutlich verbesserte Warmluftführung zwischen den IT-Geräten und den Kühl- und Klimaanlagen. Durch die Nähe zum IT-Equipment lassen sich zudem zum einen höhere Leistungsdichten absichern, zum anderen reduziert sich auch die Stromaufnahme der Lüfter um bis zu 50 %.

2. Mehr Energieeffizienz durch Skalierbarkeit

Im Hinblick auf eine optimale Auslastung nahe an der Kapazitätsgrenze von Serverräumen sollte zudem die komplette physikalische Infrastruktur inklusive der Kühlung skalierbar konzipiert sein. Nur so ist das Energiekonzept problemlos erweiterbar, wenn neue Serverkapazitäten benötigt werden. Daneben sollte die Versorgung mit Ressourcen, beziehungsweise die zu erbringende Leistung durch eine intelligente Management-Lösung justierbar, überwachbar und rapportierbar sein.

3. Optimierung durch korrekte Dimensionierung

Ein hoher Energieverbrauch in Rechenzentren ist häufig die Folge von Überdimensionierung und veralteter USV-Technologie, die nicht der Arbeitsweise der IT-Verbraucher entspricht. An die IT-Last anpassbare Lösungen bieten ein spürbares Potenzial für die Verringerung von unnötigem Stromverbrauch und übermäßigen Kosten. Besonders wirksam ist die korrekte Dimensionierung zusammen mit der Virtualisierung der IT-Geräte.

4. Vorausschauend Planen

Die zukunftsorientierte Planung der physikalischen Topologie birgt in virtualisierten Umgebungen enorme Einsparpotenziale: „Mit einer stromsparenden Konzeption der IT-Architektur und der richtigen Kühlung lässt sich der Energieverbrauch ebenso drastisch drücken, wie mit Virtualisierungsmaßnahmen", erklärt Alvarez abschließend.

www.apc.com/de

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