Als Ende Oktober letzten Jahres das Ende der Münchner Systems verkündet wurde, beschloss man in Stuttgart, die Chance zu nützen. Die neue Veranstaltung, die sich an IT-Entscheider und Anwender in Unternehmen richtet, soll jährlich stattfinden und die DACH-Region abdecken.
Zudem kann man, wie der Veranstalter Messe Stuttgart betont, auf Europas modernstes Messegelände verweisen. Dort sollen Fachbesucher neue IT-Produkte sowie Innovationen erleben und die Möglichkeit haben, sich mit Experten auszutauschen. "Wir bieten den Ausstellern und den IT-Entscheidern aus den Unternehmen eine Plattform, die wichtige Themen rund um die IT im Unternehmen diskutiert und ein breites Angebot zum fachlichen Austausch bietet", ist Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Messe Stuttgart, überzeugt,
Partner ins Boot geholt
Bereits beim Konzept für die neue Veranstaltung wurden wichtige Partner mit ins Boot geholt: Der VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.) ist mit seinem Fachverband Software ideeller Träger der "IT and Business" und bringt seine jährliche PPS-Hausmesse, die Hersteller und Abnehmer von Produktionsplanungs- und Steuerungssystemen zusammenbringt, in die Veranstaltung mit ein.
"In der aktuell schwierigen und unsicheren Wirtschaftslage kommt die Messekonsolidierung genau zum richtigen Zeitpunkt", so Rainer Glatz, Geschäftsführer VDMA Fachverband Software, dem ideellen Träger der IT & Business. "In vielen Gesprächen mit Softwareanbietern haben wir erfahren, dass eine auf die mittelständische Fertigungsindustrie fokussierte IT-Messe, die im Herbst in Stuttgart stattfindet, sehr begrüßt wird." Auch das Frauenhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) wurde in das Messekonzept einbezogen.
ERP und MES als Schwerpunkte
Auf der neuen Fachmesse für Software, Infrastruktur und IT-Services findet unter anderen Programmpunkten das Fachforum Business Software statt, das sich an den ersten beiden Messetagen mit dem Themenkreis Enterprise Resource Planning (ERP) befasst.
Der Umstieg auf eine neue ERP-Software erfordert speziell bei kleinen und mittleren Unternehmen einen enormen Aufwand. Darum versuchen mittelständische Anwender im Vorfeld abzuschätzen, ob die ERP-Anbieter über die notwendige Expertise verfügen, die in der jeweiligen Branche und für die betreffende Aufgabenstellung nötig ist. Hilfestellung für die IT-Enscheider aus den Unternehmen bieten die Vorträge im ERP-Fachforum: Experten präsentieren Best-Practice- Beispiele und stellen Vorgehensweisen für eine erfolgreiche Migration oder einen kompletten Umstieg vor. Zudem referieren die einzelnen Sprecher auch über Zusatznutzen und Kosteneinsparungen, die ihnen diese Schritte gebracht haben.
"Aus technologischer Sicht kommen neue Herausforderungen im ERP-Bereich auf die mittelständischen Anwender zu", erklärt Rainer Huttenloher, der als Projektleiter die Fachforen auf der IT & Business verantwortet: "Das Thema Business Intelligence (BI) rückt auf der Wunschliste vieler Unternehmen nach oben. Sie haben erkannt, dass sie nur mit einem schnellen Zugriff auf die aktuellen Kenngrößen ihres Unternehmens auf die Änderungen im Markt reagieren können." Auch hier wollen künftige Anwender die Vorteile kennenlernen, die sich aus dem Einsatz von BI-Tools ergeben.
Am dritten Messetag und in enger Abstimmung mit der PPS-Hausmesse des VDMA und den PPS-Tagen des Fraunhofer-IPA behandelt das Fachforum Business Software den MES (Manufacturing Execution System)-Bereich. In den Fachvorträgen verdeutlichen sowohl Hersteller als auch Anwender, wie sich Produktivitätssteigerungen erzielen lassen und wie ein möglichst reibungsloses Zusammenspiel mit den ERP-Systemen möglich ist.
Über 200 Aussteller erwartet
Die Veranstalter erwarten mehr als 200 Aussteller, darunter Branchengrößen wie IBM, Microsoft und SAP. Viele der Aussteller sind im Business-Software-Umfeld tätig. Dazu zählen beispielsweise ABAS Software AG, ams.hinrichs+müller GmbH, ORDAT GmbH + Co. KG, oxaion ag, proALPHA Software AG, PSIPENTA Software Systems GmbH sowie Steeb Anwendungssysteme GmbH.
Speziell aus dem SAP-Umfeld haben sich unter anderem bereits die SAP-Partner 1A kroll systemhaus, All for one Midmarket AG, BTC Business Technology Consulting AG, itelligence AG, SALT Solutions GmbH, Steeb Anwendungssysteme GmbH sowie teufel software zu einem Stand auf der IT & Business entschlossen.




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Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. 